Mannheim – IHK-Präsidium und Unternehmer tauschen sich mit Landrat Dr. Brötel aus

Mannheim / Neckar-Odenwald-Kreis / Metropolregion Rhein-Neckar.

Wir wirken sich die aktuellen Krisen auf die digitale und ökologische Transformation aus, in der sich die Unternehmen gerade befinden? Und wie können Wirtschaft und Politik zusammenwirken, um dem Fachkräftemangel zu begegnen? Das waren die Leitfragen in einem Gespräch zwischen Landrat Dr. Achim Brötel sowie dem Präsidium und den Vollversammlungsmitgliedern der Industrie- und Handelskammern (IHK) Rhein-Neckar aus dem Neckar-Odenwald-Kreis. Das Treffen fand am 18. Mai 2022 am IHK-Standort Mosbach statt.

„Während Teile der Wirtschaft noch unter der Pandemie leiden, hat Russlands Krieg gegen die Ukraine Lieferkettenprobleme verschärft, zu einem starken Preissprung bei Rohstoffen sowie Energie und zu einem Einbruch des Konsumklimas geführt. Und über allem schwebt die Gefahr, dass Gas aus Russland gar nicht mehr fließt, was gravierende Auswirkungen auf die Wirtschaft hätte“, beschrieb IHK-Präsident Manfred Schnabel die Situation. Doch über der Krisenbewältigung dürften die großen Herausforderungen nicht vergessen werden. „Der Strukturwandel geht unvermindert weiter. Treiber dieses Wandels sind die ökologische Transformation, die Digitalisierung und die demografische Entwicklung.“

„Wir haben Gesundheit, Mobilität und Bildung als zentrale Handlungsfelder für die Zukunftsfähigkeit des Neckar-Odenwald-Kreises definiert. Daran arbeiten wir deshalb auch mit Nachdruck, um weitere Verbesserungen zu erzielen“, sagte Brötel. Gerade dem beruflichen Nachwuchs gelte dabei das besondere Augenmerk. „Als Partner der dualen Ausbildung wollen wir unseren Teil dazu beitragen, dass die Unternehmen im Neckar-Odenwald-Kreis auch morgen und übermorgen noch genügend Fachkräfte haben, um die Herausforderungen der Zukunft bewältigen zu können.“

„Der Landkreis hat in den vergangenen Jahren erheblich an Lebensqualität gewonnen“, bestätigte Ralf Rohmann. Der geschäftsführende Gesellschafter der Maschinenfabrik Gustav Eirich aus Hardheim ist IHK-Vollversammlungsmitglied und Sprecher der „Initiative Fachkräftesicherung im Neckar-Odenwald-Kreis“. Damit die Unternehmen auch 2030 ausreichend Fachkräfte finden, müsse die Region auf fünf Handlungsfeldern weiter vorankommen: bei Gewerbe- und Wohnflächen, bei der Mobilität, der IT-Infrastruktur, der Lebensqualität und im Bereich duale Ausbildung/duales Studium. Besonderes Augenmerk richtete Rohmann auf das Thema Flächen: „Wenn wir gut ausgebildete Fachkräfte und Hochschulabsolventen zur Rückkehr aus den urbanen Zentren bewegen wollen, brauchen wir hier attraktive Flächen für das Wohnen. Gleichzeitig brauchen Bestandsunternehmen Raum für Expansion und auch ansiedlungswillige Firmen von außerhalb müssen im Landkreis heimisch werden können“, forderte der Unternehmer.

Die Runde diskutierte in diesem Zusammenhang den Landesentwicklungsplan und den Regionalplan sowie die Flächenbedarfe für den Ausbau von erneuerbaren Energien. „Wenn wir im ländlichen Raum etwas haben, dann sind es Flächen – für gute Ideen, aber auch für naturnahes Leben und Arbeiten. Man muss uns dann aber auch die Möglichkeit geben, diese Flächen zu nutzen“, sagte Brötel. Schon jetzt gebe es eine klare Umkehr des bisherigen Trends. Die Menschen ziehe es wieder vermehrt aufs Land, zumal der Glasfaserausbau im Neckar-Odenwald-Kreis schon weit fortgeschritten sei. „Natürlich bekennen wir uns auch weiterhin zur Energiewende. Auch dafür braucht es aber erhebliche Flächen. Da kann man es niemanden erklären, dass das eine extrem großzügig, das Thema Wohnen und Gewerbe aber gerade umgekehrt sehr restriktiv gehandhabt wird. Wir brauchen vielmehr beides. Das würde auch in den Ballungsräumen einiges an Druck wegnehmen“, so der Landrat.

Im Bereich Infrastruktur betonten Landkreis und Unternehmer die Wichtigkeit des Schleusenausbaus. „Die Verlängerung der Schleusen ist dringend notwendig, wenn wir Lkw-Verkehr auf der Straße reduzieren und mehr Güter auf dem Schiff transportieren wollen. Der Bund muss daher in jedem Fall an den ursprünglichen Plänen zur Finanzierung festhalten“, mahnte der IHK-Präsident.

Einigkeit herrschte auch beim Thema duale Ausbildung. „An den Schulen, bei Lehrern wie Schülern, müssen wir noch besser den Wert einer dualen Ausbildung vermitteln. Dazu engagiert sich die Fachkräfteinitiative in der Berufsorientierung an den Schulen und besucht Elternabende“, berichtete Rohmann. Der Landrat lobte die Aktivitäten der Unternehmen und erwähnte ihn diesem Zusammenhang die überdurchschnittlichen Prüfungsleistungen: „Die Tatsache, dass junge Menschen aus dem Neckar-Odenwald-Kreis jedes Jahr überproportional zu den Prüfungsbesten im IHK-Kammerbezirk zählen, zeigt, dass wir dabei auf dem richtigen Weg sind.“

Quelle IHK Rhein-Neckar.

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