Heidelberg – Gebäude-Dämmung: Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und junge Menschen packten mit an! Handwerk ist wichtiger Partner für den Klimaschutz


        Gemeinschaftswerk: Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (links) schnitt das Dämmmaterial auf die richtige Größe zu, die Jugendlichen brachten es auf der Wand an.
        Foto: Tobias Dittmer

        Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Die Dämmung von Gebäuden ist ein wichtiger Schritt zur Klimaneutralität: Erhebliche Mengen an Energie können so eingespart und der Ausstoß von klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid vermieden werden. Gleichzeitig fehlen dem Handwerk jedoch Arbeitskräfte, um derartige Klimaschutz-Maßnahmen umsetzen zu können. Beim Jugendklimagipfel des BUND im September hatten Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und die jungen Teilnehmenden die Idee, mit einer gemeinsamen Aktion auf genau diese Herausforderungen aufmerksam zu machen. Bei der Firma Holzbau Damm in Wieblingen halfen Oberbürgermeister Prof. Würzner, zwei Teilnehmende des Jugendklimagipfels sowie Schülerinnen und Schüler der Johannes-Gutenberg-Schule bei der Dämmung einer Schreinerei-Halle mit. Darüber hinaus bekamen sie Einblicke in Dämmtechniken und Dämmstoffe.

        Handwerk und Ausbildungsberufe sind essentiell für eine ökologische Zukunft

        „Ein gedämmtes Haus ist praktizierter Klima- und Ressourcenschutz“, betonte Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner: „In Heidelberg gehört die Steigerung der Sanierungsrate zu den Kernmaßnahmen der lokalen Klimaschutzpolitik. Das Handwerk ist einer der wichtigsten Partner bei den Sanierungen: Die Handwerkbetriebe helfen, Klimaschutz konkret umzusetzen. Wer sich für einen Ausbildungsberuf in diesem Bereich entscheidet, leistet einen großen Beitrag zum Klimaschutz. Als Stadt unterstützen wir energetische Gebäudesanierungen mit dem Förderprogramm ,Rationelle Energieverwendung‘.“

        Zwei Drittel des Endenergieverbrauchs entfallen auf die Heizung von Räumen

        Aktuell entfallen in Deutschland bei privaten Haushalten rund zwei Drittel des Endenergieverbrauchs auf die Heizung von Räumen. Eine umfassende energetische Sanierung kann diese Werte deutlich verbessern. 80 Prozent der Energiekosten und CO2-Emissionen können gespart werden. Ein Altbau verliert bis zu 40 Prozent der Heizwärme über die nicht gedämmten Außenwände und bis zu 40 Prozent über das ungedämmte Dach. Bei einem durchschnittlichen Mehrfamilienhaus mit 1.000 Quadratmetern könnten nur mit Fassadendämmung immerhin 1.000 Euro im Jahr gespart werden. Bei der Verwendung von ökologischen Dämmstoffen profitiert die Umwelt zusätzlich.

        Neben dem Schutz vor Kälte bietet Dämmung viele weitere Vorteile. Sie
        spart allein nur bei Fassadendämmung bis zu 35 Prozent Heizenergie pro Jahr,
        kann damit bei einem typischen Einfamilienhaus in 40 Jahren rund 35.000 Kilogram CO2 vermeiden,
        steigert den Wohnkomfort und den Wert des Gebäudes,
        schützt vor Hitze, Lärm und Feuchteschäden,
        macht unabhängiger von Energielieferanten und deren Preissteigerungen.

        Klimaschutz und Handwerk – zukunftsfähige Partner

        Das Unternehmen Holzbau Damm beschäftigt derzeit rund 22 Mitarbeiter und bildet mit Erfolg Zimmerer und Dachdecker aus. In ihrem neuen Bürogebäude setzt die Firma ihr neu entwickeltes Holzbausystem Kubô exemplarisch um. „Wir arbeiten im Bereich der Bestandssanierungen, Dachstühle, Holzrahmenbauhäuser sowie dem Bau von Massivholzhäusern. Nachhaltigkeit und die Ausbildung von Handwerkernachwuchs ist uns sehr wichtig, deshalb haben wir uns sehr gefreut über die Möglichkeit, Berufsschülern unsere Firma zu zeigen“, sagt Markus Scheller von Holzbau Damm.

        „Für unsere Schülerinnen und Schüler war es sehr hilfreich, sich vor Ort über die technischen Möglichkeiten der Dämmung zu informieren“, berichtete Berufsschullehrer Christopher Goldade von der Johannes-Gutenberg-Schule. Sie ist mit rund 1.500 Schülerinnen und Schülern sowie rund 100 Lehrerinnen und Lehrern eine der großen Berufsschulen Nordbadens und unterrichtet unter anderem Bauzeichner. Für seine Klasse – angehende Bauzeichner für Ingenieurbau im dritten Lehrjahr – erkannte Goldade einen deutlichen Mehrwert: „Bauzeichner sind oft theorielastig unterwegs. Daher sind solche Termine, bei denen sie Beispiele aus der praktischen Umsetzung in einem Handwerksbetrieb kennenlernen, ganz wichtig.“

        Stadt fördert energetische Gebäudesanierung mit 20 bis 25 Euro pro Quadratmeter

        Seit die Energiepreise deutlich steigen, ist für viele Hauseigentümer die Unabhängigkeit vom Energiemarkt ein wichtiges Argument bei der Entscheidung, in mögliche Verbrauchsreduktionen wie zum Beispiel Dämmung zu investieren. Die Stadt Heidelberg bietet für energetische Sanierung ein attraktives Förderprogramm an und fördert eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen. Beispielsweise bezuschusst sie Außenwände mit 20 Euro pro Quadratmeter. Dachflächen werden mit 25 Euro (Schrägdach) und 20 Euro (Flachdach) pro Quadratmeter gefördert. Weitere Informationen und Hilfestellungen zu Förderungen und energetischen Sanierungen gibt es über die Energieberatungs-Hotline unter 06221 58-18141 und unter www.heidelberg.de/umwelt > Umwelt Förderprogramme.

        #hd4climate: Heidelberg ist Vorreiter beim Klimaschutz

        Heidelberg will seine Vorreiterrolle im Umwelt- und Klimaschutz weiter ausbauen. Auf seinem Weg zur Klimaneutralität hat Heidelberg im November 2019 einen Klimaschutz-Aktionsplan mit den ersten 30 konkreten Vorschlägen aufgelegt. Dieser Aktionsplan legt Ziele und Prioritäten innerhalb des „Masterplan 100% Klimaschutz“ fest (www.heidelberg.de/masterplan100). Die Vorschläge betreffen alle Lebensbereiche, von Bauen und Wohnen, Ernährung und Konsum über die naturnahe Stadtgestaltung bis hin zur Mobilität (#hd4climate). Auch die Verdoppelung der Altbausanierungsrate ist Teil des Klimaschutz-Aktionsplans.

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