Mainz – Universität Koblenz-Landau verabschiedet ihre Präsidentin

        Verlässt die Universität Koblenz-Landau zum 31.12.2020: Prof. Dr. May-Britt Kallenrode. (Foto: Stefan Sämmer/Universität Koblenz-Landau

        Mainz/Rhein-Land-Pfalz/Metropolregion Rhein-Nekar – Am 31. Dezember 2020 verlässt die Präsidentin Prof. Dr. May-Britt Kallenrode die Universität Koblenz-Landau. Im Rahmen eines digitalen Hochschulsymposiums würdigte die Hochschule die Amtszeit von Kallenrode und verabschiedete ihre Präsidentin am 16. Dezember 2020. Zum 1. Januar 2021 übernimmt May-Britt Kallenrode die Leitung der Universität Hildesheim.

        Das Amt der Präsidentin der Universität Koblenz-Landau hatte May-Britt Kallenrode am 1. Oktober 2017 im Präsidialamt in Mainz angetreten. Zuvor forschte und lehrte die promovierte Physikerin als Professorin für Umweltphysik und Modellierung an der Universität Osnabrück. Dort war sie zudem als Vizepräsidentin für den Bereich Forschung und Nachwuchsförderung zuständig.

        Nur knapp halbes Jahr nach ihrem Amtsantritt wurde Kallenrode mit dem Expertenbericht zum Hochschulzukunftsprogramm Rheinland-Pfalz konfrontiert. Dieser gab den Anstoß zur Neustrukturierung der Universität Koblenz-Landau, die der Ministerrat des Landes im Februar 2019 beschloss. Der schwierige Prozess der Trennung der Doppeluniversität prägte fortan die Arbeit der Universitätspräsidentin. Aus ihrem ursprünglichen Ziel, die Verbindung der beiden Universitätsstandorte Koblenz und Landau zu stärken, wurde die Aufgabe, beide Standorte auf ihre neue Zukunft vorzubereiten: den Campus Landau im Verbund mit der Technischen Universität Kaiserlautern und den Campus Koblenz als eigenständige Universität.

        „Die Trennung einer Universität zu managen ist in der deutschen Hochschullandschaft ein einmaliger Prozess, für den es keine Blaupause gibt“, betonte Kallenrode im Rahmen ihrer Verabschiedung. „Die Aufgabe war ein Kraftakt, zu dem viele Akteure beigetragen haben: Neben der Hochschulleitung haben maßgeblich die Vertreterinnen und Vertreter in den Hochschulgremien wie Senat, Hochschulrat und Kuratorium, aber auch viele weitere Angehörige und Freunde der Universität dazu beigetragen, die Weichen für eine erfolgversprechende Zukunft unserer beiden akademischen Standorte zu stellen.“ Das unlängst verabschiedete Neustrukturierungsgesetz sowie die Unterzeichnung der Zielvereinbarung zur Hochschulinitiative für gutes Studium und gute Lehre in Rheinland-Pfalz seien hierbei wichtige Meilensteine. Dennoch, mahnte die scheidende Präsidentin, müsse das Land auch in Zukunft den Prozess der Neustrukturierung aktiv begleiten und finanziell absichern.

        Dass sie die Universität Koblenz-Landau vor dem offiziellen Ende ihrer Amtszeit verlassen und die Präsidentschaft an der Universität Hildesheim übernehmen werde, hatte Kallenrode bereits im Juli 2020 bekanntgegeben. Ihre Entscheidung begründete Kallenrode damit, dass sie mit dem Inkrafttreten des Gesetzes ihre gestalterischen Kompetenzen als Präsidentin einbüßen werde. Außerdem wolle sie sich nicht aus Eigeninteresse für oder gegen einen der beiden Universitätsstandorte einsetzen, so Kallenrode, sondern beiden Standorte ein größtmögliches Maß an Autonomie ermöglichen.

        Im Rahmen der feierlichen Verabschiedung würdigten Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter sowie regionale Partner der Universität die Arbeit der scheidenden Präsidentin in Form von kurzen Videobotschaften.

        „Die Universität Koblenz-Landau ist keine Universität wie jede andere“, erinnerte Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, und verwies auf die besondere Situation der Doppeluniversität. Er brachte seine Wertschätzung für die Arbeit von May-Britt Kallenrode im schwierigen Prozess der Neustrukturierung zum Ausdruck. Dabei habe er stets die Gelassenheit, aber auch die Beharrlichkeit bewundert, mit der sich die Präsidentin für das Wohlergehen beider Hochschulstandorte eingesetzt habe.

        Prof. Dr. Stefan Wehner, Vizepräsident am Campus Koblenz, betonte eine wichtige Lehre aus seiner Zusammenarbeit mit May-Britt Kallenrode: „Die Entwicklung einer Universität ist kein interner Prozess, sondern sie ist eingebettet in die Entwicklung der Hochschullandschaft in Deutschland und darüber hinaus.“ Mit ihrer Arbeit, so Wehner weiter, habe die Präsidentin wichtige Grundlagen gelegt für die zukünftige selbstständige Universität Koblenz.

        Die Vizepräsidentin am Campus Landau, Prof. Dr. Gabriele E. Schaumann, erinnerte an den Beginn von May-Britt Kallenrodes Amtszeit, dankte der Präsidentin für eine sehr lehrreiche Zusammenarbeit und gab ihr gute Wünsche mit auf den Weg in die berufliche Zukunft: „Für deine neue Aufgabe in Hildesheim wünsche ich dir ein aktives Team, das mit dir zusammen für die gute Sache kämpft.“

        Die Oberbürgermeister von Landau und Koblenz, Thomas Hirsch und David Langner, bedankten sich bei May-Britt Kallenrode für das gute Miteinander der Städte und der Universität unter ihrer Leitung. „Die Universität Koblenz-Landau, die sich jetzt auf neue Wege macht, konnte profitieren von Ihrer Erfahrung, von Ihrer Kompetenz und von Ihrem besonderen Engagement“, so Thomas Hirsch in seiner Grußbotschaft. David Langner dankte der Präsidentin für ihre starke Präsenz in Koblenz und warf in seinem Grußwort einen Blick in die Zukunft: „Das war vielleicht schon ein Vorgeschmack auf das, was uns erwartet, wenn wir eine Stadt mit eigenständiger Universität sind.“

        Auch die übrigen Rednerinnen und Redner lobten die Arbeit und das Engagement von Prof. Dr. May-Britt Kallenrode, an der Universität ebenso wie in der Region und im Austausch mit den Nachbaruniversitäten und Hochschulen im Land Rheinland-Pfalz. Insbesondere die sachliche, aber auch humorvolle Art von May-Britt Kallenrode bei der intensiven und viel zu kurzen Zusammenarbeit werde in Erinnerung bleiben.

        Die Leitung der Universität Koblenz-Landau übernimmt ab dem 1. Januar 2021 eine präsidiale Doppelspitze, bestehend aus Prof. Dr. Gabriele E. Schaumann (Vizepräsidentin Landau) sowie Prof. Dr. Stefan Wehner (Vizepräsident Koblenz).

        Hintergrund: Universität Koblenz-Landau

        Die Universität Koblenz Landau gehört als zweitgrößte Universität des Landes Rheinland-Pfalz zu den jüngsten Universitäten in Deutschland. Seit ihrer Gründung im Jahr 1990 hat sie sich zu einer mittelgroßen, forschungsorientierten Universität entwickelt. Das Studienangebot reicht von den Bildungs-, Geistes-, Kultur-, Sozial- und Naturwissenschaften über die Informatik in Koblenz und die Psychologie in Landau. Als einzige Universität in Rheinland-Pfalz bietet sie Lehramtsstudiengänge für alle Schularten an. Im Februar 2019 hat die rheinland-pfälzische Landesregierung beschlossen, den Campus Koblenz als eine eigenständige Universität zu etablieren und den Campus Landau mit der TU Kaiserslautern zusammenzuführen, um eine Rheinland-Pfälzische Technische Universität zu schaffen.

        Die Zahl der Studierenden an der Universität Koblenz-Landau hat sich gegenüber den anderen Landesuniversitäten im letzten Jahrzehnt überdurchschnittlich erhöht. Inzwischen sind rund 17.000 Studierende eingeschrieben, davon etwa die Hälfte jeweils in Koblenz und in Landau. An der Universität wird knapp die Hälfte aller Lehrerinnen und Lehrer in Rheinland-Pfalz ausgebildet, aber auch fachliche und interdisziplinäre Studiengänge in der Informatik oder Mensch und Umwelt sind stark nachgefragt. In der Forschung hat die Universität ebenfalls ausgewiesene Erfolge vorzuweisen, unter anderem in koordinierten Förderprogrammen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Insbesondere im DFG-Ranking der Bildungs- und Erziehungswissenschaften belegte die Universität Koblenz-Landau den ersten Platz.

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