Heidelberg – Neue „Kita Forum“ verbessert Betreuungssituation im Emmertsgrund deutlich – Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner sieht große Potenziale in der Entwicklung der Bergstadtteile

        Freuen sich mit den Kindern im Emmertsgrund über die neue Kita im Forum 3 (v.l.): Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck, Sozialbürgermeisterin Stefanie Jansen und Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. Foto: Philipp Rothe

        Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Familien im Stadtteil Emmertsgrund können sich seit Beginn des neuen Kindergartenjahres mit der neuen „Kita Forum“ über ein deutlich erweitertes Betreuungsangebot freuen. Nach Schließung des evangelischen Kindergartens mit zwei Kindergartengruppen im Forum 3 hat die Stadt mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet. Ziel war, die entstandene Versorgungslücke mit neuen Kinderbetreuungsplätzen nicht nur zu schließen, sondern das Angebot deutlich auszubauen. 2,6 Millionen Euro hat die Stadt dafür investiert.

        OB Würzner: „Es braucht Innovation und Gestaltungsmut“

        „Die Inbetriebnahme der neuen Kindertageseinrichtung soll nicht nur ein gutes Zeichen für Familien, sondern für alle Bewohnerinnen und Bewohner des Emmertsgrunds und des benachbarten Stadtteils Boxberg sein. Es ist an der Zeit, dass wir die Zukunft der Bergstadtteile aktiv gestalten. Ich sehe hier eine Vielzahl an Potenzialen: von besseren Einkaufsmöglichkeiten über belebte Treffpunkte für Nachbarschaften, aufgewertete Erdgeschosszonen, bessere Verkehrsanbindung an die Innenstadt und vieles mehr. Es braucht jetzt Innovation und Gestaltungsmut für die Zukunft. Mit der schnellen Umsetzung der Kita Forum 3 sind wir einen ersten Schritt in diese Richtung gegangen“, sagte Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner bei der Besichtigung der Einrichtung am 27. Oktober 2021.

        Realisierung in Rekordzeit

        Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck lobte die Zusammenarbeit der Verwaltung und des Gemeinderats als es darum ging, notwendige Entscheidungen innerhalb weniger Tage herbeizuführen, damit der Kauf des Grundstücks in letzter Minute gelingen konnte. „Nur so konnten wir den Standort als Stadt selbst entwickeln“, sagte Odszuck. „Sowohl das Gebäude im Forum 3 als auch die Lage in direkter Nachbarschaft zu Grundschule, Jugendzentrum und Bürgerhaus sind ideal. Für das Gebäude aus den 70er Jahren mit seinen großzügigen Grünflächen wurde innerhalb von zwei Jahren ein Konzept entwickelt und umgesetzt. Das ist Realisierung in Rekordzeit“, so Odszuck.

        Weiteres Betreuungsangebot in absehbarer Zeit

        „Mit den neuen Plätzen der Einrichtung hat sich die Versorgungsquote im Stadtteil stark verbessert“, erklärte Sozialbürgermeisterin Stefanie Jansen. Sie betonte, dass mit päd-aktiv ein Träger im Boot sei, mit dem die Stadt eine jahrzehntelange vertrauensvolle Zusammenarbeit verbinde. „Funktionierende Unterstützungsstrukturen für Familien sind das A und O, damit Kinder gute Startchancen ins Leben bekommen. Die Kitas spielen hierbei eine zentrale Rolle. Deshalb werden wir auf den steigenden Betreuungsbedarf in den Bergstadtteilen in absehbarer Zeit mit einem weiteren Angebot reagieren“, sagte Jansen.

        Ganztageseinrichtung mit 80 Betreuungsplätzen

        Die Kita Forum hat zum Beginn des Kindergartenjahres im September ihren Betrieb pünktlich aufgenommen. Sie ist eine Ganztagseinrichtung mit 80 Betreuungsplätzen für Kinder von einem Jahr bis zum Schuleintritt. Zwei Krippengruppen mit jeweils zehn Kindern und drei Kindergartengruppen mit jeweils 20 Kindern werden dort sukzessive neu eingerichtet. Träger der Einrichtung ist der Verein päd-aktiv e.V. Die Kita ist täglich von 7 bis 18 Uhr geöffnet.

        Der Umbau

        Ursprünglich wurde das Gebäude Forum 3 vom Architekturbüro Carlfried Mutschler 1974 bis 1976 im Zusammenhang und im Stil des Forums als Herzstück der kompletten sozialen Infrastruktur am Emmertsgrund errichtet. Der Erhalt dieser Bausubstanz bei gleichzeitiger neuer Ausgestaltung und Zuordnung der Räume und die zahlreichen Zugänge zum Garten machen die besondere Qualität des Gebäudes aus. Nach Entfernung der mangelhaften Ein- und Anbauten aus den 80er und 90er Jahren blieb ein hervorragender Betonbau der 70er Jahre übrig, der allen Adaptionen modernster Haustechnik inklusive der Lüftung wenig Veränderung abverlangt hat.

        Im Untergeschoss wurde der ehemalige Gemeindesaal mit Nebenräumen für die Kindergartennutzung umgebaut. Im Erdgeschoss wurden die vorhandenen Gruppenräume modernisiert und die räumliche Organisation an die aktuellen Anforderungen an einen Kindergarten angepasst.

        Die Haustechnik wurde auf den aktuell technisch notwendigen Stand gebracht, der Brandschutz an die heutigen Anforderungen angepasst. Die Barrierefreiheit wurde durch die Ergänzung von Rampen zur Überbrückung der Höhenunterschiede innerhalb eines Geschosses gewährleistet.

        Gestalterisch wurden unter anderem abgenutzte und unbrauchbare Oberflächen ersetzt. Zur weiteren Flexibilität und auch Integration der Technik gibt es freischwebende Deckensegel aus naturbelassenen Holzwolle-Elementen, die akustisch und optisch einen harmonischen Kontrast zur Betonsubstanz setzen. Es wurden neue, leichte Trennwände eingebaut und die Bodenbeläge erneuert. Wenige, kräftige Farbakzente betonen die Übergangssituationen in dem Gebäude.

        Die Kindertageseinrichtung bildet jetzt wieder gemeinsam mit der Schule, dem Bürgerhaus, dem Medienzentrum und dem HeidelbergCafé ein Ensemble als Stadtteilzentrum.

        Info: Insgesamt werden im Emmertsgrund 60 Krippenplätze, 15 Betreuungsplätze in der Tagespflege und 260 Kindergartenplätze bereitgestellt. Jedes dritte Kind unter drei Jahren kann damit vor Ort mit einem Betreuungsplatz versorgt werden und rund 90 Prozent der Kindergartenkinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt. Kinder aus dem Stadtteil Emmertsgrund werden auch in Betreuungseinrichtungen benachbarter Stadtteile betreut, überwiegend in Rohrbach und Boxberg.

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