Ludwigshafen – ZIRP zum Thema „Kluge Köpfe aus aller Welt – internationale Forschungsnetzwerke“ zu Gast am OAI


Ludwigshafen, 13.10.2023: Am 11. Oktober 2023 war die Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz
(ZIRP) im Rahmen der ZIRP-Erlebnistage 2023 zu Gast am renommierten Ostasieninstitut
(OAI) der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen. Unter dem Motto „Kluge
Köpfe aus aller Welt“ diskutierten Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft
über internationale Hochschulnetzwerke und deren Bedeutung für die Gewinnung von High
Potentials für den Arbeitsmarkt und die Forschung in Rheinland-Pfalz.
Nach der Begrüßung durch Hochschulpräsident Prof. Dr. Gunther Piller setzte
Ministerialdirektor Daniel Stich vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit
Rheinland-Pfalz den politischen Impuls: Angesichts der geopolitischen Veränderungen
schaue die Welt nicht mehr nur nach Westen. Es brauche daher den Schulterschluss von
Wissenschaft, Politik und Wirtschaft, um den Standort Rheinland-Pfalz für internationale
Studierende, Forschende und Fachkräfte neben den großen Ballungszentren gut zu
positionieren. Das Ostasieninstitut sei prädestiniert für die Platzierung dieses Themas, so
Stich.
Prof. Dr. Frank Rövekamp, Direktor des hochschulzugehörigen Ostasieninstituts, erläuterte
am Beispiel Fukushimas, Japan, das Wachsen internationaler Partnerschaften und hob
deren Bedeutung für das Land hervor: „Universitäre Netzwerke sind auch Impulsgeber für
Unternehmen und Politik“, so Rövekamp und ergänzte: „Ich sehe hier großes Potential, das
es zu heben gilt.“ Prof. Dr. Edith Rüger-Muck, Vizepräsidentin für Internationales und
Kommunikation an der HWG LU, griff den Gedanken auf und stellte als Beispiel zwei
internationale Hochschulallianzen vor, an denen die HWG LU maßgeblich beteiligt ist: das
vom DAAD und BMBF geförderte Europäische Hochschulnetzwerk „European Innovation
Alliance“ (EuroInnA), an dem neben der Hochschule Ludwigshafen auch die finnische
Satakunta University of Applied Sciences, die tschechische Tomas Bata University, die
Universidad de Huelva in Spanien und die Universidade do Algarve in Portugal beteiligt sind,
sowie das EU-geförderte Projekt „Sustainable Horizons“. Diese Allianz, bestehend aus der
spanischen Universidad de Huelva, der portugiesischen Universidade do Algarve, der
rumänischen University of Life Sciences, der finnischen LAB, der Tomas Bata University und
der HWG LU widmet sich den Megathemen Digitalisierung, Gesundheit und Nachhaltigkeit.
Hauptaufgabe der HWG LU ist dabei der Aufbau einer „Entrepreneurship and Employability
Support Plattform“, die eine Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit,
Innovationen, Unternehmertum und nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit zum Ziel hat.
Zudem stellten beide Allianzen niedrigschwellige Angebote für zentrale Stakeholder bereit
und förderten die Mobilitäten von Studierenden, Forschenden, Lehrenden und
Mitarbeiterschaft, so Rüger-Muck. „Gerade mit Blick auf die sich ändernde geopolitische

Lage finde ich es wichtig, zu reflektieren: Wofür steht Europa? Was macht uns aus?“,
erläuterte die Vizepräsidentin.
Einen vergleichenden Blick auf die Thematik internationaler Forschungsnetzwerke aus
englischer und deutscher Sicht warf anschließend Prof. Dr. Sebastian Vollmer,
Universitätsprofessor im Fachbereich Informatik an der Technischen Universität
Kaiserslautern und Leiter des 2021 gegründeten DFKI-Forschungsbereichs ‚Data Science
und ihre Anwendungen‘, der zuvor an der University of Warwick/England und der University
of Oxford wissenschaftlich und lehrend tätig war.
In der abschließenden Podiumsdiskussion diskutierten die Teilnehmenden – neben Prof. Dr.
Edith Rüger-Muck, Prof. Dr. Sebastian Vollmer auch Prof. Dr. Dorit Schumann, Präsidentin
der Hochschule Trier und ehemalige Vizepräsidentin der Deutsch-Jordanischen Universität
in Amman, sowie Dr. Nicole Bürkle, General Secretary der Allianz FORTHEM an der
Universität Mainz und zwei Nachwuchswissenschaftler*innen – u.a. Erfolgsfaktoren,
Spielräume und Grenzen internationaler Austausch- und Förderprogramme. Wichtig sei,
neben einer gelebten Willkommenskultur auch die Mehrsprachigkeit und Interkulturalität der
Lehre wie der Verwaltung im Blick zu behalten, Bewerbungsprozesse einfach und
transparent zu halten sowie auf die Nachhaltigkeit der angestoßenen Projekte zu achten.
Auch Unternehmen und Behörden müssten mit im Boot sein, um internationale Studierende
mittel- und langfristig für den rheinland-pfälzischen Arbeitsmarkt zu gewinnen, so der
Konsens.
„Es gibt bereits viele vielversprechende Ansätze in Rheinland-Pfalz und international
erfolgreich agierende Hochschulnetzwerke. Nun gilt es, diese Potentiale weiter zu heben“,
fasste Heike Arend, Geschäftsführerin der ZIRP, abschließend den spannenden Austausch
zusammen.
Zum Hintergrund:
In jedem Jahr widmet die ZIRP einem Schwerpunktthema zur Zukunft des Landes einen
mehrtägigen Kongress. Das Erlebnis 2023 befasst sich unter dem Titel ZIRP international:
Rheinland-Pfalz in der Welt in fünf Veranstaltungen mit der internationalen Verflechtung von
Rheinland-Pfalz.

Weitere Informationen und Veranstaltungsprogramm der ZIRP unter www.zirp.de.

Quelle: Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen

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