Heidelberg – Bahnstadt: Start für Kopernikusquartier: Gemeinderat beschließt Bebauungsplan – 206 neue Wohnungen und Gewerbeflächen geplant!


        Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Mit dem Kopernikusquartier geht im Passivhaus-Stadtteil Bahnstadt ein neues Bauprojekt in die Entwicklung. Damit wird weiter neuer Wohnraum geschaffen: 206 Wohnungen mit einer Gesamtfläche von rund 20.000 Quadratmetern werden gebaut. Damit erhöht die Passivhaussiedlung, die von allen Heidelberger Stadtteilen die meisten fertiggestellten Neubauten pro Jahr aufweist, ihr Wohnungsangebot weiter. Auf dem rund fünfeinhalb Fußballfelder großen Areal sind außerdem Gebäude für Dienstleistungen und kleinere Einzelhandelsgeschäfte mit einer Fläche von rund 22.000 Quadratmetern geplant. Neu angelegt wird dort auch der Kopernikusplatz. Die Grundlagen für das Projekt hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 6. Mai 2021 gelegt und den Bebauungsplan „Bahnstadt Kopernikusquartier“ mit großer Mehrheit beschlossen.

        Das neue Kopernikusquartier befindet sich zwischen dem Czernyring im Norden, der Grünen Meile im Süden, dem Platz am Wasserturm im Osten und der Galileistraße im Westen. Damit liegt es in zentraler Bahnstadt-Lage sowie in direkter Nähe des Hauptbahnhofs und des Einkaufszentrums Westarkaden. Mit dem Abriss des ehemaligen PX-Stores, in dem der Discounter Aldi bis zur Eröffnung des Einkaufszentrums Westarkaden im April 2020 interimsweise untergebracht war, wurden bereits die Voraussetzungen für den Bau geschaffen.

        Mietpreisgebundener Wohnraum nach Baulandmanagement

        Zur Grünen Meile hin, der zukünftigen Einkaufsstraße, sollen hauptsächlich Ladengeschäfte entstehen. Während Gewerbe und Unternehmen in Richtung der Bahnstrecke angesiedelt werden, sind die Wohnbereiche in ruhigeren Teilen des Quartiers vorgesehen, beispielsweise hin zu den Innenhöfen. Ein Teil der Wohnbauflächen wird als mietpreisgebundener Wohnraum errichtet. Mieterinnen und Mieter zahlen dort nur 67 Prozent der ortsüblichen Miete. Diese Vorgabe orientiert sich am Heidelberger Baulandmanagement, das Stadt und Politik 2005 auf den Weg gebracht haben.

        Baubeginn ist noch in diesem Jahr

        Mit Diringer & Scheidel, Kreer Development GmbH und Strabag Real GmbH werden drei verschiedene Investoren auf den drei Baufeldern tätig. Erste Informationen zu ihren Projekten geben die Diringer & Scheidel Unternehmensgruppe (D&S) aus Mannheim und die Kreer Development GmbH: D&S ist für das neue Wohnbauprojekt auf einem 4.970 Quadratmeter großen Grundstück an der Grünen Meile (C.3.2) als Projektentwickler, Bauherr und Generalunternehmer verantwortlich. Das Gebäude trägt den Namen Kopernikushof. Die Planung sieht bis zu neun Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss sowie 98 Wohneinheiten vor, davon 28 geförderte Mietwohnungen. Für die Architektur zeichnen Fischer Architekten aus Mannheim verantwortlich. Die mit D&S erarbeitete Baueingabeplanung wurde im Dezember 2020 eingereicht. Die voraussichtliche Bauzeit beträgt etwa 24 Monate.

        Die Kreer Development GmbH baut auf einem Grundstück (C4), das an der Grünen Meile und der Galileistraße sowie direkt am Einkaufszentrum Westarkaden liegt. Dort entsteht ein Bürogebäude mit einer Mietfläche von rund 6.900 Quadratmetern. Davon entfallen rund 5.850 Quadratmeter auf Büro- und rund 1.020 Quadratmeter auf Einzelhandelsflächen. Auf dem südlichen Grundstücksteil entsteht ein Gebäude mit 108 Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen – insgesamt circa 7.750 Quadratmeter – und Einzelhandelsflächen in einer Größenordnung von rund 1.340 Quadratmetern. Baubeginn für die Gebäude soll noch 2021 sein. Die Fertigstellung ist Ende 2023 geplant.

        Autofahrerinnen und Autofahrer werden das Kopernikusquartier über die Grüne Meile und den Czernyring erreichen können. Zur Gliederung und für die vollständige Erschließung des Areals ist außerdem der Bau zweier neuer Straßen erforderlich, die Maria-Mitchell-Straße und Kopernikusstraße heißen werden. Letztere wird als Sackgasse gestaltet mit einer zum Czernyring gelegenen Aufenthaltsfläche. Das neue Quartier ist an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden: Die Straßenbahntrasse durch die Grüne Meile führt direkt am Kopernikusquartier vorbei.

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