Heidelberg – Dank Spende der Manfred Lautenschläger- Stiftung: Kahlfläche im Stadtwald aufgeforstet Klimabedingte Waldschäden – Freiwillige von „Rotaract Heidelberg“ pflanzten rund 3.000 Bäume


Städtische Forstleute, Manfred und Markus Lautenschläger sowie freiwillige Helferinnen und Helfer vom „Rotaract Club Heidelberg“ forsten den Handschuhsheimer Wald auf (v.l.): Dr. Ernst
Baader (Leiter Landschafts- und Forstamt), Manfred Lautenschläger, Markus Lautenschläger (Geschäftsführer Manfred Lautenschläger-Stiftung), Christiane Rheude („Rotaract Club
Heidelberg“), Tillmann Friederich (Forstabteilungsleiter Landschafts- und Forstamt).mFoto: Philipp Rothe

Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Dank einer großzügigen Spende der Manfred Lautenschläger-Stiftung in Höhe von 13.000 Euro und dank der freiwilligen Helferinnen und Helfer vom „Rotaract Club Heidelberg“ konnte eine beträchtliche, etwa zwei Fußballfelder große Kahlfläche im Heidelberger Wald aufgeforstet werden. Im Stadtwald wirken sich Trockenheit und Käferfraß aus: Die Forstleute hatten den dortigen Baumbestand wegen klimabedingter Borkenkäfer-Schäden im Jahr 2020 fällen müssen. Überall dort, wo kranke, befallene und abgestorbene Bäume fallen, bleiben kahle Flächen zurück. Junge Traubeneichen und Winterlinden – sie kommen besser mit dem Klimawandel zurecht Gemeinsam mit den städtischen Forstleuten sind auf der Fläche im Handschuhsheimer Wald, etwas unterhalb des Weißen Steins in der Nähe des „Hohen Nistler“, nun rund 3.000 Jungbäume gepflanzt worden. Rund vier Stunden hat die Pflanzaktion am Samstag, 12. November 2022, gedauert. Gemeinsam mit den städtischen Forstleuten haben die jungen Freiwilligen von „Rotaract Club Heidelberg“ auf der ehemals mit Fichten bewachsenen Fläche Traubeneichen und Winterlinden in die Erde gebracht – beides Baumarten, die besser mit dem Klimawandel zurechtkommen. An der Pflanzaktion haben neben Manfred Lautenschläger unter anderem der Leiter der Forstabteilung, Tillmann Friederich, und der zuständige Revierförster Andreas Ullmann teilgenommen. Einen ganz besonderen Baum pflanzte Manfred Lautenschläger eigenhändig zwischen die Eichen und Linden: einen Mammutbaum. „Der Wald liegt mir sehr am Herzen“, betonte Manfred Lautenschläger und fügte hinzu: „Die vergangenen Trockenjahre haben gezeigt, welche Schäden durch die Dürre entstehen können. Mir ist es sehr wichtig, dass unser Stadtwald erhalten bleibt. Es ist deshalb eine Freude und es erfüllt mich mit Hoffnung, jetzt diese frisch gepflanzten Jungbäume zu sehen.“ Zufriedenheit herrschte auch bei Christiane Rheude vom „Rotaract Club Heidelberg“: „Bereits im vergangenen Jahr haben wir mit angepackt und auf einer 3.000 Quadratmeter großen Fläche einen neuen Wald gepflanzt. Das Ergebnis macht uns stolz und glücklich. Deswegen war es gar keine Frage, dass wir bei dieser Aktion wieder tatkräftig mithelfen.“ Versuchsweise Aussaat von Esskastanien
Die jetzt komplett aufgeforstete Fläche war die größte der durch die jüngsten Klimaschäden entstandenen Kahlflächen im Stadtwald. 2021 war mit Hilfe des „Rotaract Club Heidelberg“

bereits die erste Hälfte des Areals aufgeforstet worden. Die Fläche ist bewusst nicht der
Naturverjüngung überlassen worden. Dies hätte bedeutet, dass dort auf der Fläche wieder Fichten gewachsen wären. Die jetzt gezielt gepflanzten Baumarten kommen besser mit dem Klimawandel zurecht. Die damals zweijährigen, rund 50 Zentimeter hohen Eichen und Linden
stammen aus einer regionalen Baumschule. Zudem hat das Forstamt eine kleine Teilfläche versuchsweise mit Esskastanien aus dem Heidelberger Stadtwald eingesät. Die jungen Bäume
sind gut angewachsen und die Kastaniensaat ist aufgegangen. Um den Anwuchserfolg zu garantieren, haben die Forstleute die Fläche im trockenen Sommer 2021 mehrfach gewässert. „Wenngleich nun einige Zeit vergehen muss, bis die Bäume groß sind: Wir sind sehr dankbar, dass mit der großzügigen Hilfe der Manfred Lautenschläger-Stiftung und mit Hilfe der zahlreichen Pflanzhelferinnen und -helfer vom ,Rotaract Club Heidelberg‘ der erste Schritt gemacht ist, die große Lücke im Stadtwald wieder zu schließen“, sagte der städtische Forstexperte Tillmann Friederich. Er erläuterte: „Der Heidelberger Stadtwald ist bereits in weiten Teilen ein baumartenreicher Mischwald. Dort, wo in den vergangenen Jahren Borkenkäfer Schäden an den Fichtenbeständen verursacht haben, bessern wir nun mit hitze- und trockenresistenten Baumarten nach.“
Klimawandel: die Situation im Heidelberger Stadtwald Die Folgen des Klimawandels haben im Heidelberger Stadtwald in den vergangenen fünf Jahren zu Schäden am Waldbestand geführt. Im Vergleich mit anderen Teilen Deutschlands ist der hiesige Mischwald insgesamt vergleichsweise gut durch die Trockenheit gekommen. In Heidelberg sind nur auf kleineren Flächen Bäume durch Hitze und Schädlinge abgestorben oder
krank geworden. Besonders schlecht kommen mit der Trockenheit und der Hitze die Fichten und Buchen zurecht. Während die Buchen bislang nur einzeln eintrocknen und absterben, gibt es bei den Fichten größere Flächenverluste.

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