ludwigshafen – Einweihungsfeier neues Firmengebäude: Ministerpräsidentin Malu Dreyer bescheinigt Fasihi Innovationskraft und Diversität


        Ludwigshafen/Metropolregion Rhein-Neckar.

        „Sie haben als Firmengründer mit Mut, Fleiß, Beharrlichkeit und guter Netzwerkarbeit im Verlauf von 30 Jahren aus einem Ein-Mann-Betrieb ein erfolgreiches mittelständisches Software-Unternehmen mit mittlerweile rund 90 Beschäftigten geschaffen“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Einweihung des neuen Firmensitzes der Fasihi GmbH vor mehr als 100 Gästen am Montag (9. September) in Ludwigshafen. Dr. Christoph Wegner, Leiter Digitalization & Information Services der BASF SE, bezeichnete das Fasihi Enterprise Portal als “tolles Produkt”. Die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin freute sich über das “Bekenntnis zum Standort Ludwigshafen”. Malu Dreyer betonte, Innovation und Weiterentwicklung sei nur dann möglich, wenn Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in einem guten Arbeitsumfeld die Option haben, sich selbst bestmöglich einzubringen. „Ich bin sicher, dass dies in diesem neuen Gebäude aufs Beste gelingen wird“, unterstrich die Ministerpräsidentin.
        Bei Fasihi werde Innovationskraft und Diversität großgeschrieben. „Hier arbeiten Menschen unterschiedlichster Nationen kreativ und produktiv zusammen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Der Lebensweg des Firmengründers Saeid Fasihi zeige zudem, wie wichtig es sei, geflüchteten Menschen den Weg in Bildung und Beruf zu ebnen.
        Die Investition in den Neubau des Firmensitzes sei eine starke Aussage an den Standort Ludwigshafen und das Land Rheinland-Pfalz. „Darüber freue ich mich sehr“, erklärte die Ministerpräsidentin. Unternehmen und ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen fänden in Rheinland-Pfalz gute Rahmenbedingungen vor: Verkehrsinfrastruktur, Forschungskompetenz, starke Hochschulstandorte, kostenfreie Kinderbetreuung, moderate Lebenshaltungskosten und eine hohe Lebens- und Freizeitqualität. Rheinland-Pfalz mache Menschen fit für die Arbeitswelt 4.0, unterstrich die Ministerpräsidentin. „Ich arbeite mit meiner Landesregierung daran, dass diese Rahmenbedingungen sozial gerecht, wirtschaftlich erfolgreich und ökologisch verantwortlich weiterentwickelt werden.“
        Fasihi GmbH spielt in der “Champions League”
        Dr. Christoph Wegner, Leiter Digitalization & Information Services der BASF SE, erinnerte an seine erste Begegnung mit der Firma Fasihi vor acht Jahren, als in seinem Arbeitsumfeld ein Datenproblem auftauchte, für das keine Lösung gefunden werden konnte. „In einer tollen Art und Weise und in Rekordgeschwindigkeit hat Fasihi dann das Portal „Robinson“ gebaut, das bis heute sehr erfolgreich ist.“
        Das Unternehmen habe sich in den 30 Jahren der Zusammenarbeit zu einem sehr wichtigen strategischen Partner der BASF entwickelt, was auch in einem langfristigen Vertrag zur Zusammenarbeit zum Ausdruck komme. „Sie bestehen neben Branchengrößen wie Microsoft, Amazon oder Oracle und spielen heute in der Champions League mit“, sagte Wegner. Das Fasihi Enterprise Portal sei ein wahnsinnig tolles Produkt. Die Firma habe sehr früh erkannt, was der Markt
        langfristig erwarte: Weg von geschlossenen Systemen hin zu modularen Plattformen.
        Genauso wichtig wie das Portal sei die gegenseitige Zusammenarbeit: Die Mitarbeiter von Fasihi seien sehr kundenorientiert und erfüllten die Wünsche seitens der BASF sehr schnell. „Wenn ein Problem da ist, wird sofort gehandelt.“ Beeindruckend fand Wegner, dass die Fasihi-Mitarbeiter ehrlich sind und auch offen sagen, wenn Wünsche nicht erfüllt werden könnten: „Sie versprechen nicht das Blaue vom Himmel herunter. Wenn Sie den Job annehmen, dann liefern Sie. Ich habe noch nie eine Beschwerde über Fasihi gehört.“
        Wegner freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit der beiden Unternehmen: „Bei der Digitalisierung warten neue Herausforderungen auf uns. Wir brauchen Sie als Partner für die Zukunft – Riesendinge kommen auf uns zu.”
        Tolles soziales Engagement
        Die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck bezeichnete die Einweihungsfeier als schönes Ereignis und nach 30 Jahren in der Stadt als klares Bekenntnis zum Standort Ludwigshafen: „Danke, dass Sie in Ludwigshafen geblieben sind.
        Steinruck zeigte sich davon beeindruckt von dem Unternehmen Fasihi GmbH, das weit in die Zukunft denke und arbeite. „Sie bieten dieser Stadt nicht nur ein Haus und Arbeitsplätze, sondern auch ein tolles soziales Engagement. Das ist in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich.Den Firmengründer Saeid Fasihi bezeichnete die Oberbürgermeisterin aufgrund seines Lebensweges als Vorbild. Als Flüchtling in unser Land gekommen, habe er bewiesen, dass durch Bildung und Risikobereitschaft viel erreicht werden könne. „Herr Fasihi hat etwas erreicht, das vielen Mut machen sollte, die neu in unser Land kommen. Er ist ein positives Beispiel auch für den Wirtschaftsstandort Ludwigshafen.
        Industrie 4.0 zukünftiger Schwerpunkt der Firma
        Geschäftsführer Rolf Lutzer ging in seiner kurzen Rede auf das Thema Industrie 4.0 als zukünftigen Schwerpunkt der Firma ein: “Wir wollen mit unserem System dazu beitragen, Produktionsarbeiter in ihrem Arbeitsumfeld mit Maschinen digital zu unterstützen. Er verwies auf zahlreiche Module, zum Beispiel die digitalen Unterweisungs- oder Assistenz-Systeme, welche die Vorgaben des gesetzlichen Arbeitsschutzes unterstützten. Diese und viele andere digitale Helfer wie digitale Brillen oder Wearables würden dabei helfen, Handlungen richtig einzuschätzen und sicher durchzuführen. “Ich glaube, es ist schwierig vorauszusehen, wo die digitale Reise in den nächsten zehn Jahren hinführt. Aber eines ist sicher: Die Zukunft wird digitaler und die Digitalisierung verbindet. Sie verbindet Geschäftsprozesse, sie verbindet Menschen und sie verbindet Kontinente.”
        Flüchtlingsproblem und Digitalisierung
        Firmengründer und Geschäftsführer Saeid Fasihi ging auf die Flüchtlingsproblematik ein. Er betrachte Flüchtlinge wie Zeitreisende – aufgrund seiner eigenen Erlebnisse könne er dies heute sagen. “Die Flüchtlinge kommen aus einer Gesellschaft, die von Diktatoren beherrscht wird und sowohl in punkto Technologie als auch bei den Menschenrechten im Vergleich zum heutigen Deutschland in der Vergangenheit leben. Für uns alle ist es ein großes Glück, dass wir hier seit 70 Jahren im Schutz des Grundgesetzes in Freiheit leben.”
        Fasihi verwies auf die Lösungen seiner Firma für digitale Arbeitsplätze, mit denen die gegenseitigen Rechte und Pflichten zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern geregelt würden. Er sehe eine große Ähnlichkeit zwischen Arbeitsschutz und Integration und meinte, es wäre ein große Hilfe für die Eingliederung von Flüchtlingen, wenn diese bereits nach der Ankunft in einer Erstaufnahmeeinrichtung per Unterweisungspflicht in ihrer Muttersprache mit den Rechten und Pflichten in unserem Land unterrichtet würden.” Wenn Sie, sehr verehrte Frau Ministerpräsidentin, dem zustimmen, was ich hier natürlich nur in Kurzform wiedergeben kann, dann können Sie jederzeit unser interessantes und bereits fertig vorliegendes Konzept für die Integration vonlüchtlingen einsetzen. Wir unterstützen Sie sehr gerne.”
        Bild:Einweihungsfeier bei Fasihi: Werner Beutel, Mitglied der Geschäftsführung, Geschäftsführer Saeid Fasihi, Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Geschäftsführer Rolf Lutzer, Dr. Christoph Wegner, Leiter Digitalization & Information Services der BASF SE, und Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (v.l.) Foto: Michael Bellaire.
        Quelle: Fasihi GmbH

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