Ludwigshafen – Nest der Eulen wird Impfzentrum – Ermangelung an Alternativen? Lisa Hessler: “Entscheidung ohne Vorwarnung und Vorahnung”

        Ludwigshafen/Metropolregion Rhein-Neckar. Die Friedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafen wird zum Corona-Impfzentrum umfunktioniert, um unmittelbar nach Freigabe der Medikamente mit den Impfungen starten zu können. Die Eulen verlieren damit ihre Heimspielstätte. Ein bislang einmaliger Vorgang in der Handball-Bundesliga.

        Lisa Hessler, Geschäftsführerin der Eulen, meldete sich mit einem offenen Brief in den sozialen Medien zu Wort. Die derzeitige Situation fühle sich völlig surreal und unwirklich an.
        „Ich wurde am Dienstag davon telefonisch in Kenntnis gesetzt, dass die Friedrich-Ebert-Halle für die Dauer von wohl einem halben Jahr als Impfzentrum umfunktioniert wird und uns demnach ab dem 1.12.2020 nicht mehr als Heimspielstätte zur Verfügung steht. Von dieser Entscheidung wurden wir ohne Vorwarnung und Vorahnung, ohne die Chance, über den Zeitpunkt oder alternative Möglichkeiten sprechen zu können, vor allem aber ohne jeglichen Ansatzpunkt, wo die Eulen Ludwigshafen als sportliches Aushängeschild der Stadt Ludwigshafen und Rheinland-Pfalz ab sofort ihre Heimspiele austragen können, überrascht. Das irritiert, schockiert und stimmt nachdenklich“, so Hessler mit einer emotionalen Stellungnahme gegenüber allen Unterstützern.

        Ermangelung an Alternativen?

        Was und vor allem wie wurden Alternativen geprüft? Beispielsweise innerstädtisch der Pfalzbau oder das Walzmühlcenter. Beide Immobilien mit ausreichend Parkplatzangebot und zudem mit sehr guter ÖPNV Anbindung. Hinzu kommt das Südwest Stadion, ebenfalls mit guter Parkplatzsituation. Eine weitere prüfenswerte Alternative wäre sicherlich eine Festhalle (Zelthalle) oder das Kulturzentrum „Das Haus“ usw.. Hinzu kommen zahlreiche Bürger- und Gesellschaftshäuser die gegebenenfalls in Frage kommen könnten.

        Der offensichtliche Mangel an Kommunikation und Transparenz seitens der städtischen Verantwortlichen stößt nicht nur den Sympathisanten der Handballer übel auf. Die CDU-Stadtratsfraktion begrüßt gegenüber www.mrn-news.de zwar die Planung der Errichtung eines Corona-Impfzentrums, zeigte sich aber gleichwohl verwundert, dass die Verwaltung im Vorfeld keine Gespräche mit dem Hauptnutzer, den Ludwigshafener Eulen geführt habe, um sich gemeinsam um alternative Spielstätten zu bemühen. „Die Eulen sind das sportliche Aushängeschild unserer Stadt und machen Ludwigshafen über die Grenzen der Region bundesweit bekannt. Sie sind Botschafter der Stadt. Dies wird auch seitens des Stadtvorstandes immer wieder betont“, so der sportpolitische Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion, Joannis Chorosis.

        Die Friedrich-Ebert-Halle bietet sich aufgrund ihrer Größe und Infrastruktur zwar als Impfzentrum an. Ob und inwieweit darüber hinaus jedoch weitere Alternativen in Betracht gezogen wurden ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht ersichtlich. An leerstehenden Objekten dürfte es in Ludwigshafen jedenfalls nicht mangeln. Zumindest der Gefühlslage zahlreicher Bürgerinnen und Bürger nach, dürfte Ludwigshafen mehr Leerstände zu bieten haben, als sportliche Aushängeschilder. Den Eulen, der Stadt und den Menschen bleibt deshalb zu wünschen, getroffene Entscheidungen nochmals zu überdenken.

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