Heidelberg – Klimaschutz jetzt lokal umsetzen! Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck erläutert, warum die Betriebshofverlagerung an den Großen Ochsenkopf die beste Standortentscheidung dafür ist

        Betriebshof-Rundgang mit Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck und Gunnar Straßburger, Leiter der rnv-Infrastruktur. Foto: MRN-NEWS

        Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Am 21. Juli sind die Heidelbergerinnen und Heidelberger bei einem Bürgerentscheid aufgerufen, über die Verlagerung des rnv-Betriebshofs auf den Großen Ochsenkopf zu entscheiden. Wie notwendig eine zügige Verlagerung ist, stellten Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck und Gunnar Straßburger, Leiter des Bereiches Infrastruktur bei der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv), jetzt bei einem Vor-Ort-Pressegespräch auf dem Betriebshof dar. Dabei ging es auch um die anderen diskutierten Standortalternativen und um die Gründe, die gegen diese sprechen.

          Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck: „Wir haben in den vergangenen Jahren eine Reihe verschiedener Standorte untersucht. Übrig geblieben ist nur der Große Ochsenkopf. Für alle anderen gab es mindestens ein k.O.-Kriterium. Das gilt jetzt auch für die Speyerer Straße: Hier liegt kein Gleis. Es ist heute noch völlig unklar, wo künftig eine Trasse nach Patrick-Henry-Village verlaufen kann. Erfahrungsgemäß dauert es von der Planung bis zur Fertigstellung einer solchen Trasse mindestens zehn Jahre. Diese Zeit hat die rnv nicht mehr! Hinzu kommt noch die Standortfrage Recyclinghof: Wohin sollen wir dann diesen verlagern? Die Speyerer Straße ist das Gegenteil einer einfachen Lösung. Es ist eine Wunschvorstellung mit zahllosen Fragezeichen und Unwägbarkeiten. Der Große Ochsenkopf ist heute der einzig realistische Standort für eine Verlagerung des Betriebshofs.“

          Gunnar Straßburger, Leiter des Bereiches Infrastruktur bei der rnv: „Es heißt immer, Stadt und rnv sollen doch keinen unnötigen Zeitdruck aufbauen, es käme auf die paar Jahre mehr nicht an. Wer so spricht, hat sich noch nie den heutigen Betriebshof angeschaut: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten unter sehr schwierigen Bedingungen. Wir sind schon jetzt, vor Zulauf unserer neuen Bahnen und vor der Realisierung wichtiger Ausbauprojekte, am absoluten Kapazitätslimit. Das kann so nicht weitergehen. Wir können nicht über den ÖPNV in fünfzig oder hundert Jahren philosophieren und gleichzeitig billigend in Kauf nehmen, dass er in den nächsten Jahren stagniert oder sogar zusammenbricht. Wir brauchen jetzt eine Lösung, nicht in 10 oder 15 Jahren.“

          Seit Jahren haben Stadt und rnv verschiedene Standorte für den Betriebshof untersucht – rund vier Millionen Euro sind bereits in die Planungen geflossen. Für alle Standorte außer dem Ochsenkopf gab es mindestens ein absolutes k.O-Kriterium:

          Standort
          Ungeeignet weil…
          Airfield
          heute kein Straßenbahnanschluss
          selbst bei Gleisbau: mehr als 150.000 Leerkilometer pro Jahr
          Gleisbau verschlingt landwirtschaftliche Nutzfläche und bisher unversiegelte Flächen
          Ggf. Enteignungen notwendig
          Gemeinderat hat Bau bereits ausgeschlossen wegen Landwirtschaftspark (März 2019)

          Umbau am Altstandort
          weniger Kapazitäten für Bahnen und Busse
          Beeinträchtigungen des ÖPNV während der jahrelangen Bauzeit
          Dezernat 16 bei Erweiterung nicht haltbar

          Wieblingen, Gewann Eselsbuckel
          kein Straßenbahnanschluss
          mehr als 150.000 Leerkilometer pro Jahr
          Querung des Autobahnzubringers L 637 nötig

          Neuer Messplatz in Kirchheim
          Fläche zu klein, ungünstige Geometrie
          Nähe Wohnbebauung und Entwicklungsflächen für Wohnraum
          weitreichender Schallschutz notwendig

          ehemalige Paketpost
          Fläche zu klein
          Tieflage

          DB-Grundstücke im Bereich Pfaffengrund und Wieblingen
          Flächen zu klein
          kein Straßenbahnanschluss

          Rohrbach-Süd, südlich der Haltestelle
          Fläche zu klein
          Hanglage

          Pfaffengrund, Stadtwerkegelände
          Standort steht nicht mehr zur Verfügung (Holzheizkraftwerk und FFW Pfaffengrund)

          Bahnstadt, südlich der DB-Gleise
          Standort steht nicht mehr zur Verfügung (Baumarkt)

          Speyerer Straße

          Auch die jetzt in die Diskussion eingebrachte Speyerer Straße ist aus verschiedenen Gründen problematisch und nicht zeitnah umsetzbar:

          Kein Gleis: Zu dem Areal führt bislang kein Gleis. Es ist Stand heute völlig unklar, ob dort künftig eine Trasse Richtung Patrick-Henry-Village (PHV) vorbeiführt. Es gibt bislang keinerlei Entscheidungen hierzu.
          Dauer: Von der Planung bis zur Fertigstellung einer solchen Trasse dauerst es erfahrungsgemäß mindestens zehn Jahre. Zum Vergleich: Vom Beginn der Planung bis zur Fertigstellung der Straßenbahnlinie 26 (Kirchheim) hat es zwölf Jahre gedauert.
          Recyclinghof: Wenn der Recyclinghof überbaut wird: Wo soll dieser dann hin?
          Eigentumsverhältnisse: Weitere Flächen an der Speyerer Straße im Umfeld des Recyclinghofs stehen Stand heute nicht zur Verfügung. Es gibt in dem Areal eine Vielzahl von privaten Grundstückseigentümern. Es wäre mit jahrelangen Verhandlungen bis hin zu Enteignungsprozessen zu rechnen.
          Flächenversiegelung: Zudem sind alle diese Flächen unversiegelt. Es sind landwirtschaftliche Nutzflächen oder ökologische Ausgleichsflächen für die Bahnstadt-Eidechsen.
          Machbarkeitsstudie: Es gibt keine Machbarkeitsstudie für den Recyclinghof. Es gibt eine Studie für das Airfield. Dort aber hat der Gemeinderat Planungen für einen Landwirtschaftspark beschlossen.

          Fazit: Der Große Ochsenkopf ist heute die einzige realistische Standort-Option für eine Verlagerung des Betriebshofs. Er bietet Platz für künftig 46 statt für heute 35 Straßenbahnen. Das reicht für die nächsten Ausbaustufen – eine neue Straßenbahnlinie nach PHV und ins Neuenheimer Feld.

          Ergänzend: www.heidelberg.de/bürgerentscheid

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