Weinheim – Barrierefrei ins Weinheimer Schloss – Gemeinderat stimmt für einen Plattform-Treppenlift zum Großen Sitzungssaal und Trauzimmer – Klares Mandat für den OB beim Regierungspräsidium

Weinheim/Rhein-Neckar-Kreis/Metropolregion Rhein-Neckar. Das Weinheimer Rathaus im alten kurpfälzischen Schloss ist ein offenes Haus, wenn nicht gerade Pandemie herrscht. Der Große Sitzungssaal liegt aber im ersten Obergeschoss, 34 Treppenstufen führen hinauf. Und auf derselben Ebene liegt auch das Trauzimmer, in dem sich pro Jahr etwa 500 Paare das Ja-Wort geben. Bis jetzt ist das Schloss aber nicht barrierefrei zugänglich. Das soll sich in diesem Jahr ändern. Der Gemeinderat hat am Mittwochabend für die Installation eines Plattformliftes im Eingangsbereich des Eingangs C gestimmt. Dort führen die Treppen hinauf zum Großen Sitzungssaal und zum Trauzimmer. Allerdings muss die Stadt von dieser Lösung noch das Landesdenkmalamt überzeugen. Der Ausschuss für Technik, Umwelt und Stadtentwicklung hatte sich schon vor zwei Wochen mit verschiedenen Varianten beschäftigt. Nun scheint die beste Lösung gefunden zu sein: Jene Variante, die möglichst wenig ins Gebäude eingreift und von außen nicht sichtbar ist. Nun soll ein Plattform-Treppenlift geplant werden. Diese Variante hätte, so der Vorschlag der Verwaltung, die beiden Vorteile, dass sie im Vergleich zu Außenbauwerken und einem Aufzug kostengünstiger ausfällt und jederzeit wieder rückbaubar wäre. Sie greift möglichst minimalinversiv ins Gebäude ein. Der Plattformlift soll im Erdgeschoss starten und auf der Ebene des Großen Sitzungssaales münden.

Jetzt will Oberbürgermeister Manuel Just mit dem Rückenwind der Kommunalpolitik noch einmal beim Landesdenkmalamt für die Variante argumentieren, „denn meiner Ansicht nach darf der Denkmalschutz nicht über den Rechten für Menschen mit Behinderung stehen“. Die Entscheidung im Gemeinderat fiel klar aus. Nun soll eine Bauvoranfrage gestellt werden, um eine offizielle Stellungnahme der Denkmalschutzbehörde zu erfahren. „Wir gehen davon aus, so OB Manuel Just, „dass der Gesetzgeber dieses Spannungsfeld zwischen Denkmalschutz und Barrierefreiheit in nächster Zeit auflöst“. Ihm fehle die Vorstellungskraft, dass der Denkmalschutz auf Dauer der Barrierefreiheit im Weg stehe. Just gab aber auch zu, dass ein Lift im alten Schloss noch keine vollständige Barrierefreiheit bietet, denn Behinderten-Toiletten fehlen noch auf den oberen Etagen. „Wir sollten aber nicht den ersten Schritt schon bleiben lassen, weil der zweite schwierig ist“, so Manuel Just.

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