Heidelberg – Absatzmärkte eingebrochen: Neuordnung der Altkleidersammlung liegt auf Eis


        Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Die Coronavirus-Krise bremst die Neuordnung der Heidelberger Altkleidersammlung aus: Das neue Konzept liegt vorerst teilweise auf Eis, weil die Preise für Altkleider eingebrochen sind. Im Zuge der Pandemie sind die Mengen an Altkleidern stark gestiegen, die Absatzmärkte eingebrochen und die Lager der Verwertungsfirmen voll. Die geplante europaweite Ausschreibung der Altkleidersammlung ruht bis auf Weiteres. Darüber ist der Heidelberger Gemeinderat am 8. Oktober 2020 informiert worden.

        Altkleider bitte auf den Recyclinghöfen abgeben

        Um den Bedarf an Sammelstellen zu decken, hat die Stadt die Anzahl der Altkleidercontainer auf den Recyclinghöfen verdoppelt. Die Bevölkerung wird gebeten, Altkleider auf den Recyclinghöfen abzugeben. Außerdem ist geplant, die Leerungsfrequenz der überall im Stadtgebiet verteilten „Ökosäulen“ bei Bedarf zu erhöhen. Die „Ökosäulen“ sind umgerüstete Litfaßsäulen zum Einwerfen von Altkleidern und Schuhen. Die Stadt trägt Sorge, dass die Kleidung oder der erzielte Erlös tatsächlich Hilfebedürftigen zugutekommen. Die Standorte der Ökosäulen können auf der App „mein Heidelberg“ oder der Internetseite www.heidelberg.de/abfall eingesehen werden. Gleichzeitig wird der Regiebetrieb Reinigung Altkleidercontainer Dritter verstärkt kontrollieren und wilde Müllablagerungen rasch beseitigen.

        Beim Kauf auf hochwertige und nachhaltige Kleidung achten

        Jedes Jahr werden in Deutschland circa eine Million Tonnen Altkleider in Altkleidercontainer oder Sammlungen gegeben. Die Mengen sind steigend. Häufige Trendwechsel in der Mode, Kleidung von oft geringer Qualität zu günstigem Preis und eine immer kürzere Nutzungsdauer der Kleidungsstücke kennzeichnen die „fast Fashion“, also die „schnelle Mode“ von heute. Laut Dachverband FairWertung eignen sich durchschnittlich nur noch rund 50 bis 55 Prozent der Textilien für den Secondhand-Gebrauch. Die andere Hälfte lässt sich nur noch zu Putzlappen oder Rohstoffen verarbeiten oder muss als Restmüll entsorgt werden.

        Als Verbraucherin und Verbraucher kann man direkt Einfluss auf die Entwicklung nehmen, indem nicht jeder Trend mitgemacht wird und beim Kauf auf hochwertige und nachhaltige Kleidung geachtet wird.

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