Rhein-Pfalz-Kreis – Amtswechsel in Mutterstadt: Stefan Schmitz neuer Notar

        Der Jurist Stefan Schmitz erhielt zum 01. April 2020 seine Ernennung zum Notar in Mutterstadt und ist damit Nachfolger von Dr. Martin Pongratz, der nach 29 Dienstjahren in den Ruhestand ging.

        Das Notariat II mit dem Amtssitz in der Neustadter Straße 14-16 gibt es seit 1981. Der Amtsbereich umfasst, neben Mutterstadt, auch die Gemeinden Dannstadt-Schauernheim, Fußgönheim, Hochdorf-Assenheim. Limburgerhof, Maxdorf, Neuhofen und die Ludwigshafener Stadtteile Maudach und Ruchheim. 

        Der 35jährige Stefan Schmitz hat sein Studium der Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaftslehre in Frankfurt, Mannheim und Göteborg mit dem 2. jur. Staatsexamen abgeschlossen. Nach Tätigkeiten als Notarassessor und Notariatsverwalter mit verschiedenen Stationen in der Pfalz bewarb er sich für die freigewordene Stelle in Mutterstadt und wurde, nach Zustimmung der Notarkammer Pfalz, vom rheinland-pfälzischen Minister der Justiz zum Notar auf Lebenszeit ernannt. Der ehemalige Hockey-Bundesligaspieler der TG Frankenthal ist derzeit auch in der juristischen Fachausbildung als Prüfer im 1. und 2. Juristischen Staatsexamen tätig.

        Auf die Frage, warum Mutterstadt, antwortet der derzeit (noch) in Landau wohnende Jurist: „Ich bin in Frankenthal aufgewachsen und kenne Mutterstadt seit meiner Kindheit. Mit meiner Ernennung in der Heimat ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Das Amt in Mutterstadt bietet zugleich ein hohes Entfaltungs- und Ausbaupotential.

        Ich berate die Beteiligten als juristischer Experte, wahre neutral und unabhängig die Interessen sämtlicher Vertragsteile und sorge durch rechtssichere Formulierungen für Rechtsfrieden“ verrät der gebürtige Pfälzer.

        Notar Schmitz beschäftigt derzeit fünf MitarbeiterInnen. Er ist nicht lediglich spezialisierter Jurist, sondern vor allem Dienstleister, denn das Aufgabenfeld des Notars ist weit, vielfältig und abwechslungsreich. Neben den allgemeinen Notariatsaufgaben steht der Notar in allen Bereichen des Immobilienrechts, des Familien- und Erbrechts, des Handels- und Gesellschaftsrechts sowie der Vermögens- und Unternehmensnachfolge mit individueller und lösungsorientierter Beratung zur Verfügung.

        Auf Grund diese aktuellen Notarwechsels hier noch ein Rückblick in die Historie des Notariatswesens in Mutterstadt: Dass Mutterstadt seit 1798 ununterbrochen Sitz eines Notariats ist, hat es seiner Stellung als Kantonshauptort in dem linksrheinischen, und damals französischem Département du Mont-Tonnerre (Donnersberg) zu verdanken. Mutterstadt war mit 1.749 Einwohnern damals der größte Ort in dem 17 Gemeinden umfassenden Kanton, der wiederum zu dem Distrikt (Arrondissement) Speyer gehörte. Nach den Napoleonischen Gesetzen (Stichwort Code civil) gab es eine Trennung zwischen Verwaltung und Justiz und so erhielten Urkunden und Vereinbarungen nur Rechtskraft, wenn sie vor einem öffentlichen Notar, dem „notaire public“ abgeschlossen wurden. Die erste Urkunde des Notariats Mutterstadt, datiert nach der seinerzeitigen französischen Zeitrechnung, vom 6. Frimaire des Jahres VII, also vom 26.11.1798, betraf eine Vormundschafts-(Curatel)Rechnung.

        In einer Notarverordnung von 1803 heißt es u.a.: „(…) Der Beamte muß die Strenge der Moral soweit treiben, daß er beherzt seine Functionen zur Aufnahme von Urkunden verweigert, die die öffentliche Ehrbarkeit verletzen (…). Er muss die Delicatesse besitzen, Familiengeheimnisse nicht blos zu seinem persönlichen Vortheile nicht zu mißbrauchen, sondern auch nicht die geringste Offenbarung erlauben, die seinen Parthien schaden könnten (…)“.

        In der Pfalz gibt es die sogenannten „Nur-Notare“, das heißt, sie dürfen, im Gegensatz zu Bestimmungen in anderen Bundesländern, keine andere hauptberufliche Tätigkeit ausüben, z.B. als Rechtsanwalt. Wurden die Amtsgeschäfte früher in den Häusern der Notare erledigt, baute 1926 der damalige Bezirkswohnungsverband (heute Kreiswohnungsverband) in der Friedrich-Ebert-Straße 3 in Mutterstadt ein Notariatsgebäude, das bis 1972 so genutzt wurde. Dann zog das Notariat I in die Neustadter Straße 25 und ab 1981 kam dann das Notariat II in der Neustadter Straße 14-16 dazu.

        Text: Volker Schläfer

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