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Weinheim – Topinambur: manche haben ihn schon gegessen aber kaum jemand geerntet

Weinheim/Rhein-Neckar-Kreis/Metropolregion Rhein-Neckar. Nachdem die vergangenen Kartoffelernten mit Kindern immer große Erfolge waren, nutzte Landerlebnis Weinheim jetzt in der Winterzeit die Möglichkeit zur Ernte einer ganz besonderen Knolle bzw. Rhizoms: Topinambur (lat. Helianthus tuberosus). Die Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler und ist aus derselben Gattung wie die Sonnenblume. Wie viele Nutzpflanzen kommt auch Topinambur aus Süd- und Mittelamerika. Hier wurde sie schon sehr lange kultiviert und als Gemüse verzehrt. Sie gelang viel später mit französischen Siedlern über Kanada nach Europa, wo man ihr den Namen nach einem zufällig in Europa anwesenden Stamm eines indigenen brasilianischen Volkes gab, das Tupinamba hieß. Hier in Europa war die Knolle im 19. Jhd als Lebensmittel sehr verbreitet, wurde aber später fast ausschließlich als Tierfutter verwendet, womit sich auch die lokalen Namen Saukartoffel, Rosskartoffel erklären. Im Südbadischen wird sie häufig als Ross-Erdapfel bezeichnet. Hier macht man aus ihr auch einen Schnaps, den sogenannten Rossler. Dieser schmeckt nach Artischocke woraus sich auch die englische Bezeichnung Jerusamlem Artichoke erklären lässt. Heute zählt man Topinambur zum Super-Food, weil das wichtigste Speicherkohlenhydrat, das Inulin, vom Menschen erst im Dickdarm mikrobiell verdaut werden kann.

Übrigens ein Grund, warum Topinambur für Diabetiker ein sehr gut verträgliches Gemüse ist. Nachdem wir also wissen, wie wichtig eine geschmeidige Fermentation im Dickdarm für unsere Gesundheit ist, wollten wir die wertvolle Knolle mit den Kindern ernten. Nach einer kurzen Einführung wurde kräftig gegraben. Maschinell sind die Knollen nur bei sehr guten Boden- d.h. Wetterbedingungen zu ernten, weshalb wir auf Spaten und Stechgabeln angewiesen waren. Aber die Kinder kamen damit zurecht. Die ersten Knollen wurde sofort gewaschen, anschließend gekocht und mit oder ohne Schale verzehrt. Dazu gab es Butter und Salz. Wer es gar nicht erwarten konnte verzehrte die Frucht schon im rohen Zustand, fein geschnitten wie Karotten. Nach zwei wertvollen, arbeitsreichen Stunden an der frischen Luft nahm jedes Kind bzw. jede Familie ein großes Gebinde Topinambur mit nach Hause. Dazu gab es noch eine schriftliche Erklärung inkl. eines Rezeptes. Man ist immer wieder erstaunt, wie gerne Kinder ernten und sich dabei auch körperlich anstrengen. Übrigens brachten die Knollen die Kinder in einen sehr intensiven Kontakt mit dem wertvollen Boden der Breitwiese, die zum Glück noch immer landwirtschaftlich genutzt werden kann. Auf einem LKW-Parkplatz oder in einer Logistikhalle wachsen bekanntlich keine Topinambur-Pflanzen.

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