Dannstadt-Schauernheim – Jüdisches Märchen – Wider das Vergessen und Verdrängen

        Dannstadt-Schauernheim/Rhein-Pfalz-Kreis/Metropolregion Rhein-Neckar. Am Freitag, 06. März 2020, findet um 19:30 Uhr im Kulturhof Schrittmacher in Dannstadt-Schauernheim, Kirchenstraße 17, ein musikalisch-märchenhafter Abend unter dem Titel „Jüdische Märchen“ statt. Die Schauspielerin Paula Quast präsentiert zusammen mit dem Komponisten und Multiinstrumentalisten Henry Altmann ein facettenreiches Programm. Im Rahmen der Internationalen Frauentage laden die Gleichstellungsbeauftragten der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim, der Stadt Ludwigshafen am Rhein und des Rhein-Pfalz-Kreises, herzlich ein. In den Märchentexten verbinden sich die Weisheit und der Humor dieser Erzähltradition mit den Farben und der Fabulierfreude des Orients. Der Abend steht unter dem Motto: „Ist dies das ganze Paradies?“ So lautete auch die Frage des Rabbis. Worauf der Engel erwiderte: „Du irrst, wenn du glaubst, die Gerechten säßen im Paradies. Das Paradies befindet sich im Herzen der Gerechten.“ Der weise Salomon ergänzt: „Das Herz des Gerechten ersinnt, was zu antworten ist; aber der Mund der Gottlosen schäumt Böses.“

          In der Tat: Der Antisemitismus breitet sich wieder aus. Zugleich jährte sich jüngst am 27. Januar der 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Deutschland begeht diesen Tag seit 1996 als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Gerade „angesichts des explodierenden Antisemitismus“, sagte Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden, sollte das Gedenkjahr 2020 Reichtum und Fülle des jüdischen Lebens zeigen. Dazu trägt das Programm „Jüdische Märchen“ mit Sicherheit bei. Aber ebenso wichtig ist das Erinnern an die nationalsozialistische Judenverfolgung und -vernichtung, um dem Antisemitismus wirkungsvoll entgegenzutreten. Im Vorfeld der Veranstaltung „Jüdische Märchen“ berichtet Wolfgang Ettmüller, Gründer der Geschichtswerkstatt des TV Rödersheim, in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim, Brigitte Sassenberg, im Amtsblatt der Verbandsgemeinde über das Schicksal jüdischer Mitbürger. Exemplarisch für alle Opfer der NS-Judenverfolgung aus den Mitgliedsorten der Verbandsgemeinde werden die Schicksale zweier Frauen in den Vordergrund gestellt: Alice Reiss und Paula Heim. Vor der Veranstaltung wird ab 18:30 Uhr zum Sektempfang geladen. Karten zu je 9 Euro sind im Vorverkauf in der Gemeindebücherei Dannstadt erhältlich. Reservierungen sind unter 06231 6329315 möglich.

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