Mannheim – IHK fordert verzahnte Teststrategie mit Bürgertests als Grundlage

        Mannheim/Metropolregion Rhein-Neckar, 26. März 2021. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar legt ihr sechstes Corona-Positionspapier vor. „Für den Gesundheitsschutz und für die Sicherung der wirtschaftlichen Basis muss eine Gesamt-Teststrategie her“, fordert IHK-Präsident Manfred Schnabel.

        1. Bürgertests schnell und flächendeckend als Grundlage für eine Gesamtstrategie aufbauen
        Die zentrale Infrastruktur dafür sind aus Sicht der IHK die sogenannten Bürgertests, die schnell und flächendeckend eingeführt werden sollen – mit öffentlichen und privaten Testzentren. „Diese für die Nutzer kostenlosen Tests hatte der zuständige Bundesminister bereits für Anfang März zugesichert, sie wurden jedoch bislang nicht flächendeckend umgesetzt“, kritisiert Schnabel. Er weist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung der Bürgertests für viele Bereiche des öffentlichen Lebens hin: „Die erzielten Testergebnisse eignen sich als Basisregelung für den Zugang zu Schulen und Kitas, zum ÖPNV, für Kunden zu Geschäftsbetrieben, Gästen zu Restaurants sowie auch für Mitarbeiter zu den Unternehmen.“ Hierdurch lassen sich viele Personen erreichen, die ansonsten keine Tests durchführen müssen und deren Corona-Infektionen möglicherweise unerkannt bleiben.

        2. Durchgängig testen in öffentlichen Einrichtungen, vor allem in Schulen und Kindergärten – Vorbildfunktion des Staates erfüllen
        Die Corona-Infektionszahlen steigen, nicht zuletzt durch neue, ansteckendere Virusmutanten. „Mit Blick auf die aktuelle Infektionsentwicklung muss der Staat seine Vorbildfunktion erfüllen und Tests in öffentlichen Einrichtungen die höchste Priorität in seiner Teststrategie einräumen“, sagt Schnabel. Zentrale Rolle spielen dabei Schulen und Kindergärten – mit Schulen als der Kontaktort, der viele Haushalte netzartig verbindet; mit Verbindungen zu allen anderen öffentlichen Lebensbereichen wie Seniorenzentren und Unternehmen.
        3. Tests von Mitarbeitern in Unternehmen weitgehend mit den Bürgertests verzahnen
        Wichtig ist, die Bürgertests mit Test von Mitarbeitern in Unternehmen weitgehend miteinander zu verbinden. „Viele Firmen sind dabei, ihre internen Testkapazitäten auszubauen, sofern sie die betrieblichen Voraussetzungen haben. Andere, vor allem kleinere Unternehmen stehen vor Schwierigkeiten, sei es logistisch bei der Beschaffung von Tests oder insbesondere bei geschlossenen Betrieben finanziell“, schildert Manfred Schnabel. Daher muss der Staat die Betriebe maßgeblich unterstützen.
        4. Kundenzugänge durch den Nachweis von Negativtestaten ermöglichen
        In infektionsgefährdeten Wirtschaftsbereichen mit Kundenkontakten sollten Negativtestate eine wichtige Rolle spielen, um dort potenzielle Ansteckungspersonen auszuschließen. Bei entsprechender Gefährdungslage können Negativtests auch in weniger gefährdeten Bereichen wie Handel, Gastronomie oder Hotellerie Öffnungen wieder ermöglichen. In der bislang einzigen Modellregion Tübingen beispielsweise bekommen Bürger bei einem negativen Schnelltest ein „Tagesticket“, mit dem sie in der Innenstadt die dort ansässigen Geschäfte und Restaurants besuchen dürfen. „Durch die lückenlose Testung können infizierte Personen vor Betreten der Innenstadt herausgefischt werden. Anders als in Tübingen sollte der reglementierte Zugang mit Negativtests aber erst bei besonderer Gefährdungslage zum Einsatz kommen, um den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu wahren“, erläutert Schnabel. Als eine weitere Modellregion soll, so die IHK, die Metropolregion Rhein-Neckar eingerichtet werden – mit ihren intensiven Verflechtungen wäre sie ein wichtiges Testfeld, um den Tübinger Ansatz erstmals bundesländerübergreifend zu erproben.

        5. Konsequente digitale Nachverfolgung
        Bei allen Elementen der Gesamt-Teststrategie setzt die IHK zusätzlich auf eine konsequente digitale Nachverfolgung. „Zu einer erfolgreichen Gesamtstrategie beim Testen gehört, dass die einzelnen Test-Elemente nicht einfach unverbunden nebeneinanderstehen, sondern miteinander verknüpft werden. Positivtests bei Schnelltests müssen unabhängig vom Testanlass mit einem PCR-Test kombiniert werden. Und digitale Anwendungen im Nachverfolgen und Auffinden von Corona-Infizierten sowie der konsequente volldigitale Austausch aller Akteure in der Pandemiebekämpfung sind erforderlich“, betont der IHK-Präsident. Der Datenschutz dürfe dabei kein Hemmnis sein, um den erforderlichen Gesundheitsschutz zu sichern.

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