Mannheim – VfR Mannheim hält den SV Spielberg weiterhin mit einem Fünf-Punkte-Vorsprung auf Distanz

Mannheim/Metropolregion Rhein-Neckar. Unzufriedenheit machte sich bei Trainer, Spielern und Fans des VfR Mannheim nach dem nervenzerreißenden 2:2 (0:1) Unentschieden gegen den SV Spielberg nicht breit. Zwar konnten die Rasenspieler ihre Sieglosserie gegen die Karlsbader nicht beenden, dennoch legte der VfR einen beherzten Auftritt hin und belohnte sich in Unterzahl für die couragierte Leistung mit dem späten Ausgleichstreffer. Die 230 Zuschauer durften im verregneten Rhein-Neckar-Stadion zunächst eine Phase des vorsichtigen Abtastens beobachten. Beide Mannschaften zeigten großen Respekt voreinander und scheuten vorerst das Risiko. Nach gut fünf Minuten konnten auf Spielberger- wie auch auf Mannheimer Seite erste Kopfballchancen registriert werden. Vor allem Richard Weils Abschluss erwies sich als vielversprechend, doch der freistehende Routinier setze das Leder nach einem Eckball aus naher Distanz knapp am kurzen Pfosten vorbei (7.). Nach Weils guter Gelegenheit plätscherte die Begegnung ein wenig vor sich hin. Das 1:0 lag hüben wie drüben nicht zwingend in der Luft. Doch basierend auf einen Fehler im Mannheimer Spielaufbau konnten die Gäste nach einer knappen halben Stunde in Front gehen. Dominik Fetzner vollendete mit einem eleganten Schlenzer aus gut 16 Metern zur Gäste-Führung, die nicht nur auf dem Feld von den in Rot gekleideten Spielern gefeiert werden konnte, sondern auch auf der Tribüne vom zahlreich erscheinenden Spielberger Anhang ausgiebig bejubelt wurde (27).

Die Reaktion der Rasenspieler auf den überraschenden Rückstand ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Der VfR verlagerte das Spielgeschehen zunehmend in die Hälfte der Gäste und kreierte darauf aufbauend ein paar Tormöglichkeiten, die jedoch nicht im Kasten der kompakt stehenden Spielberger einschlugen: Christian Kuhns satter Abschluss wurde geblockt (35.), Marco Raimondos Kopfball segelte knapp über das Tor (36.) und Furkan Cevik verpasste eine scharfe Hereingabe von Max Denefleh nur um Haaresbreite (43.). So ging es mit einem 0:1 Rückstand, der aus blau-weiß-roter Perspektive aufgrund der Spielanteile sehr ärgerlich war, in die Kabinen. Der zweite Durchgang startete mit einem Paukenschlag, der den Puls des VfR-Anhangs erst einmal in die Höhe schießen ließ. Der Mannheimer Torhüter Paul Jivan musste eine Spielberger Flanke per Faust nach vorne abwehren und servierte somit Fabian Geckle das Leder unfreiwillig auf dem Silbertablett. Doch der Top-Torschütze der Verbandsliga Nordbaden agierte im Abschluss ungewohnt fahrig und verzog denkbar knapp, der Ball kullerte um Millimeter am langen Torpfosten vorbei (53.). Anstatt einem 0:2 Rückstand hinterherzurennen benötigte der VfR somit nach wie vor nur einen Treffer, um die Uhren wieder auf null zu stellen. Die Blau-Weiß-Roten waren bemüht und rannten unermüdlich an, aber der Gegner unterstrich mit diszipliniertem Defensivverhalten, weshalb er die wenigsten Gegentreffer der Verbandsliga kassieren musste. Als Spielberg eine Mannheimer Ecke jedoch nicht aus der Gefahrenzone klären konnte, bekam Richard Weil einen zweiten Ball zu fassen und markierte den blau-weiß-roten Ausgleich (58.).

Nach den Partien gegen Walldorf, Zuzenhausen, Bretten, Waldhof und Heddesheim drehte der VfR bereits zum sechsten Mal in dieser Saison einen Rückstand und stellte dadurch erneut seine mentale Stärke unter Beweis. Doch auch Spielberg erwies sich in den folgenden Minuten als routinierter Kontrahent, den selbst ein kassierter Ausgleichstreffer nicht aus dem Konzept bringen ließ. In Anbetracht der Bedeutung dieser Begegnung nahm einerseits zwar die Intensität der Zweikämpfe zu, Torabschlüsse oder gar -chancen blieben andererseits jedoch Mangelware. In der 77. Minute fasste sich Fabian Geckle auf dem nassen Rasen allerdings ein Herz, zog aus ca. 20 Metern ab und versenkte den Ball mit einem Flachschuss im Mannheimer Tor. Dieser Treffer deutete sich, ähnlich wie der 0:1 Rückstand, nicht zwingend an.
Nun spielte der VfR nicht nur gegen die stabilste Abwehrreihe der gesamten Spielklasse, sondern auch gegen die Zeit, welche gnadenlos von der Uhr tickte und die erste Saisonniederlage von Minute zu Minute wahrscheinlicher erschienen ließ. Als auch noch Lambert Max Kougang aufgrund wiederholten Foulspiels mit gelb-rot vom Platz geschickt worden ist, erwies sich das Unterfangen „Punkt retten“ fast schon als aussichtslos. Doch der VfR glaubte an sich und zeigte erneut, dass er in dieser Saison vor allem im kämpferischen Bereich auf einem wesentlich höheren Level agiert als in den Spielzeiten zuvor.

Basierend auf einen langen Ball und der entscheidenden Kopfballverlängerung von Ali Ibrahimaj konnte der eingewechselte Dennis Lodato das Leder unter Kontrolle kriegen, seinen Gegenspielern davoneilen und das Eins-gegen-Eins Duell mit dem Spielberger Torhüter Mathias Moritz für sich entscheiden (90.). Das hart erkämpfte Unentschieden dürfte summa summarum als leistungsgerecht angesehen werden. Während der SV Spielberg seine Ambitionen eindrucksvoll unterstrich und spielerisch als vielleicht anspruchsvollster Gegner der bisherigen Saison angesehen werden konnte, überzeugte der VfR ebenfalls mit einer zufriedenstellenden Leistung, die dank des großen Willens mit einer Punkteteilung belohnt wurde. Dank des späten Ausgleichstreffers kann der VfR als einziges ungeschlagenes Team die Hinrunde der Verbandsliga Nordbaden abschließen und den Fünf-Punkte-Vorsprung gegenüber dem stark auftretenden Konkurrenten SV Spielberg aufrechthalten. Bereits am kommenden Samstag (14:00 Uhr) steht gegen den Tabellenfünften FC Astoria Walldorf II das nächste Spitzenspiel im Rhein-Neckar-Stadion auf dem Programm.

Steno:
VfR Mannheim: Jivan, Szarka, Raimondo, Denefleh, Weil, Schwöbel (60. Castro), Ibrahimaj, Muca (85. Lodato), Sabah (46. Czaker), Cevik (46. Kougang)

SV Spielberg: Moritz, Diringer, S. Müller (35. Sollorz), Herzog (65. R. Müller), F. Gondorf, Plattek (70. Weber), M Gondorf, Veith, Fetzner, Ritter, Geckle (90. Di Piazza)

Schiedsrichter: Fatih Kerem Icli

Zuschauer: 230

Tore:
0:1 Fetzner (27.)
1:1 Weil (58.)
1:2 Geckle (77.)
2:2 Lodato (90.)

Quelle:
Bild: Lorenz Schmidl
Bild im Anhang: Edmund Nohe

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