Mannheim – VfR Mannheim schlägt den FV Fortuna Heddesheim mit 1:0

Mannheim / Metropolregion Rhein-Neckar.
Gekämpft, gezittert, gewonnen


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VfR Mannheim schlägt den FV Fortuna Heddesheim mit 1:0

(mk) Bei einem Blick auf das Personaltableau konnte jedem VfRler vor dem Spiel Angst und Bange werden: Die ohnehin schon angespannte Situation verschlechterte sich im Laufe der Woche nochmals erheblich. Im Vergleich zur Partie in Mutschelbach musste Cheftrainer Hakan Atik auf die verletzten Ali Ibrahimaj und Alessandro Castro verzichten und dafür die ebenfalls angeschlagenen Julio Cesar Yugar Koelle und Eric Schaaf von Beginn an spielen lassen. Zu allem Überfluss verletzte sich beim Aufwärmen auch noch Mittelstürmer Cihad Ilhan. Daraus resultierend saßen auf der Auswechselbank neben Ersatzkeeper Steven Ullrich nur zwei (!) Spieler mit Verbandsligaerfahrung. Schlussendlich setzten sich jedoch die personell auf dem Zahnfleisch kriechenden Rasenspieler trotzdem durch und gewannen nach einer großen kämpferischen Leistung glücklich mit 1:0.

Die Atik-Elf wirkte in der ersten Halbzeit vor allem defensiv stabil. Heddesheim war in einer von Nickligkeiten geprägten Partie zwar bemüht, offensiv Akzente zu setzen, allerdings schien gegen die Mannheimer Abwehrreihe vorerst kein Kraut gewachsen zu sein. Der VfR kam hingegen immer wieder zu ein paar Abschlüssen, auch wenn sowohl Eric Schaaf als auch Benedikt Koep in ihren Drehschüssen zunächst die notwendige Wucht vermissen ließen (6.,10.). Auf der anderen Seite musste der VfR-Anhang nur bei Andreas Adameks Freistoß an der Strafraumgrenze kurz die Luft anhalten. Doch der aufgrund seiner Standardstärke gefürchtete Adamek zirkelte das Leder aus halblinker Position mitten in die Mannheimer Mauer (18.). Nach gut 20 Minuten erzielte Benedikt Koep das Tor des Tages. Einen großen Anteil an diesem Treffer hatte jedoch auch Christian Kuhn. Der Innenverteidiger eroberte sich den Ball, spielte einen präzisen Steilpass in die Schnittstelle der Gästeabwehr und bediente den Torschützen mustergültig. Koep lief daraufhin frei auf Dennis Broll zu und legte das Leder geschickt am chancenlosen Heddesheimer Keeper vorbei ins kurze Eck (23.).

Die Blau-Weiß-Roten blieben auch in den folgenden Minuten die gefährlichere Mannschaft. Kurz vor der Pause prüfte Benedikt Koep Dennis Broll aus spitzem Winkel (40.). Auch Blerton Mucas Freistoß aus zentraler Position segelte nur haarscharf am rechten Torpfosten vorbei (45.).

Praktisch mit dem Pausenpfiff ging Julio Cesar Yugar Koelle ohne Fremdeinwirkung zu Boden und signalisierte, dass es nicht weiterging. Für ihn kam Nediljko Kovacevic in die Partie.

In der zweiten Halbzeit setzte sich zunächst der Spielfilm aus dem ersten Durchgang fort. Vielleicht wäre es auch gar nicht zu einem Herzschlagfinale gekommen, wenn Benedikt Koep nach einer knappen Stunde auf 2:0 erhöht hätte. Über mehrere Stationen kombinierten sich die Rasenspieler Richtung Heddesheimer Gehäuse und bedienten den Mittelstürmer in Person von Max Denefleh mit einer akkuraten halbhohen Hereingabe in den Strafraum. Koep nahm das Leder sauber mit der Brust an und hämmerte dieses trocken aufs Gästetor. Doch Dennis Broll unterstrich auch in der Szene einmal mehr, weshalb er zu den besten seiner Zunft zählt.

Ab der 60. Minute kippte die Begegnung. Der VfR war mit seinen Kräften nahe am Ende, während Heddesheim im Offensivspiel mehrere Gänge nach oben schaltete. Nun hagelte es beste Tormöglichkeiten fast schon im Minutentakt: Zunächst bekam Thorsten Kniehl eine Flanke von Enis Baltaci zu fassen und scheiterte aus Nahdistanz am sensationell reagierenden Marcel Lentz, der mit einer wahrlichen Monsterparade den Ausgleich verhinderte (61.). Auf der anderen Seite schoss Benedikt Koep nach einer flachen Hereingabe von Marcel Schwöbel das Leder nur knapp am langen Torpfosten vorbei (66.). Eine Minute später brachte Adamek mit einem Volleyschuss den Innenpfosten des Mannheimer Gehäuses zum Beben. Der Ball sprang jedoch zurück ins Spielfeld und nicht ins Tor. Der Ausgleich wäre in dieser Phase der Partie sicherlich nicht unverdient gewesen, doch die Gäste ließen beste Einschussmöglichkeiten liegen und schafften es nicht, den Ball hinter die Torlinie zu drücken. Mannheimer Entlastungsangriffe hatten nun Seltenheitswert. Einzig ein herausragendes Solo von Nediljko Kovacevic sorgte für ein wenig Gefahr. Der Kroate umkurvte mehrere Gegenspieler wie Slalomstangen, blieb im gegnerischen Strafraum jedoch an einem Heddesheimer Verteidiger hängen (71.). Nach Kovacevics sehenswerter Einzelaktion waren erneut die Heddesheimer am Drücker und drängten vehement auf den Ausgleich. Die vielleicht größte Chance zum 1:1 hatte Andreas Adamek, der am zweiten Pfosten stand und vom eingewechselten Patrick Fetzer angespielt wurde. Eigentlich hätte der torgefährlichste Heddesheimer Stürmer den Ball nur ins halbleere Tor schieben müssen, allerdings setzte dieser das Leder neben den Pfosten (81.).

Die Zeit war der engste Verbündete des VfR. Je näher sich die Begegnung dem Ende neigte, desto offener agierten die Gäste, was den Rasenspielern die Möglichkeit zum Kontern bot. Eric Schaaf hatte nach solch einem Konter die große Chance zum 2:0, doch Dennis Broll blieb beim eins gegen eins Duell der Sieger (88.). In den letzten Minuten verstand es die Atik-Elf, den Ball geschickt zu halten und Einwürfe tief in der gegnerischen Hälfte rauszuholen. Die Zeit tickte von der Uhr und der hauchdünne Vorsprung konnte mit viel Herzblut verteidigt werden.

Steno:

VfR Mannheim:

Lentz, Schwöbel, Kuhn, Malanga, Denefleh, Veskovac, Koelle (46. Kovacevic), Schaaf (94. Yagiz), Lodato (81. Barisic), Muca, Koep (75. Schneider Sanchez)

FV Fortuna Heddesheim:

Broll, Lorenz, Malchow, Malburg, Özdemir (55. Owusu), Lerchl, Zeric, Baltaci, Lo Porto (66. Weber), Kniehl (76. Fetzer), Adamek

Schiedsrichter: Marvin Hoffmann

Zuschauer: 272

Tore:

1:0 Koep (23.)
Quelle VfR Mannheim

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