Heidelberg – Einzigartiges Theaterprojekt am 7. Oktober: „Justizmord des Jakob Mohr“ mit Gebärdensprache – Kooperation von Theater und Behindertenbeauftragter anlässlich des internationalen Gehörlosentages


Marco Albrecht in „Justizmord des Jakob Mohr“. Foto: Sebastian Bühler

Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Das ist einzigartig in Heidelberg: Das Theater und Orchester Heidelberg zeigt in Kooperation mit der Behindertenbeauftragten der Stadt Heidelberg am Sonntag, 7. Oktober 2018, das Schauspiel „Justizmord des Jakob Mohr“ auch für Gehörlose. Zu sehen ist das Stück um 20 Uhr im Haus der Johannesgemeinde Neuenheim, Lutherstraße 67.

„Mit der Übersetzung in Gebärdensprache wollen wir einen ganz besonderen Beitrag im Nachgang zum internationalen Tags der Gehörlosen anbieten, der in diesem Jahr am 30. September begangenen wird“, erklären Intendant Holger Schultze und Behindertenbeauftragte Christina Reiß.

Das Theaterprojekt „Justizmord des Jakob Mohr“ der tschechischen Künstlerin Eva Koťátková feierte in Heidelberg am 15. September Premiere. Es entstand in Zusammenarbeit mit der Sammlung Prinzhorn und der Klinik für Allgemeine Psychiatrie des Universitätsklinikums Heidelberg. Das Stück basiert auf einer Zeichnung des Mannheimers Jakob Mohr von 1912, die heute zu den populärsten Werken der Sammlung Prinzhorn zählt. An der Aufführung wirken unter anderem Menschen mit Psychiatrieerfahrung und der Leiter der Sammlung Prinzhorn, Thomas Röske, mit.

Bei der Vorstellung werden zwei auf Theaterproduktionen spezialisierte Dolmetscherinnen mit den Darstellerinnen und Darstellern auf der Bühne stehen und in die deutsche Gebärdensprache übersetzen.

Der Hilfsgärtner Jakob Mohr, geboren in Mannheim 1884 und verstorben 1941 in Paris, saß nach mehreren Gefängnis- und Zuchthausstrafen 1912 bis 1917 in der Heidelberger Universitätsklinik und in der Anstalt Wiesloch ein, weil er sich von übelwollenden Kräften mit Wellen beeinflusst glaubte. Auf seiner Zeichnung stellt er sich als Angeklagter vor einem Gericht dar, bestehend aus einer Reihe von Richtern, Geschworenen und Zeugen der früheren Prozesse, in die er verwickelt war. Sich selbst zeigt er Rede und Antwort stehend, dabei aber beeinflusst von einem „Fernhypnotiseur“, der mit einem Apparat in seinen Händen Mohrs Gedanken kontrolliert.

Infos und Tickets unter www.theater.heidelberg.de.

  • PREMIUMPARTNER
    Pfalzbau Ludwigshafen


    PREMIUMPARTNER
    Kuthan Immobilien


    PREMIUMPARTNER
    HAUCK KG Ludwigshafen

    PREMIUMPARTNER
    Edeka Scholz


    PREMIUMPARTNER
    VR Bank Rhein-Neckar

    PREMIUMPARTNER
    Hochschule Ludwigshafen


    PREMIUMPARTNER




web
stats

///MRN-News.de      
NACH OBEN SCROLLEN