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Heidelberg – Richtfest am Bunsen-Gymnasium: Naturwissenschaftliche Fachklassen werden für acht Millionen Euro erweitert

Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar -Das 1950 eröffnete Bunsen-Gymnasium in der Neuenheimer Humboldtstraße, gestaltet in Anlehnung an die Bauweise eines italienischen Palastbaus, hat zusätzlichen Raumbedarf sowie Erneuerungsbedarf insbesondere im Fachbereich Naturwissenschaft und Technik. Die Stadt Heidelberg erweitert daher diesen Bereich mit Kosten von knapp acht Millionen Euro. Mit den Arbeiten wurde im August 2014 begonnen, die Fertigstellung und der anschließende Umzug der Einrichtungen sind für Sommer 2016 geplant. Am Donnerstag, 22. Oktober 2015, konnte im Beisein von Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, Erstem Bürgermeister und Baudezernenten Bernd Stadel, Schulleiter Volker Nürk, Architekt Michael Jöllenbeck sowie zahlreicher Gäste das Richtfest gefeiert werden.

„Eine gute Lernumgebung ist wichtig für den Lernerfolg. Deshalb investieren wir viel Geld in die Sanierung unserer Schulen. Mit der Erweiterung der naturwissenschaftlichen Fachklassen des Bunsen-Gymnasiums machen wir den Fachbereich fit für die Zukunft“, sagt Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner: „Die Gymnasien der Stadt Heidelberg bilden eine wichtige Säule des schulischen Angebots der Bildungsregion Heidelberg. Gerade das Bunsen-Gymnasium mit seiner geografischen Nähe zu den universitären Einrichtungen im Neuenheimer Feld bietet für unsere Jugend hervorragende Vorbereitungs- und Übergangsmöglichkeiten in Studium und Beruf.“

Erster Bürgermeister Bernd Stadel: „Auf vier Geschossen entstehen im Anbau über 2.000 Quadratmeter Fläche mit Unterrichts- und zugehörigen Nebenräumen. Das soll aber nur der erste Schritt sein: Sobald die neuen Räume in Betrieb gehen, haben wir die Möglichkeit, die bisherigen Fachklassen zu sanieren und so umzubauen, dass wir sie anschließend für die Ganztagsbetreuung nutzen können. Grundlage für die Planung ist ein Modellraumprogramm des Landes, das mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe abgestimmt wird.“

Ab August 2014 wurde zunächst die tragende Außenwand des Bestandsgebäudes durch eine Holzständerwand gesichert und im September abgebrochen. Anschließend wurden die neuen tragenden Stahlbetonfertigteilstützen und Träger eingebaut. Die Aushubarbeiten erfolgten ab Oktober unter Aufsicht der Archäologischen Abteilung des Kurpfälzischen Museums. Die lastabtragende Bodenplatte im Kellergeschoss wurde aus Gründen des Wärmeschutzes auf einer Schicht von rund 60 Zentimetern Glasschaumschotter gegründet. Die Ausführung der vor Ort betonierten Wände und Stützen erfolgte in Sichtbeton. Für die Betonarbeiten im Kellergeschoss hat HeidelbergCement 40.000 Euro gespendet.

Die als Fertigteilplatten ausgeführten Geschossdecken mit einer Spannweite von zehn Metern wurden mit einem Schwerlastkran auf die Wände und Stützen aufgelagert. Im Juli 2015 wurden die Erd-, Beton- und Mauerarbeiten abgeschlossen, im August und September wurde die aus vorgefertigten Holzelementen hergestellte Dachkonstruktion des Atriums eingebaut.

Derzeit erfolgen die Rohinstallation der Haustechnikgewerke sowie die Dacheindeckung und die Fassadenarbeiten. Die Fertigstellung und der anschließende Umzug der Einrichtungen sind für Sommer 2016 geplant.

Was wird gemacht?

Der erste Bauabschnitt ist als Anbau an den bestehenden Hauptbau der Schule konzipiert. Dieser ist an der Westseite des an der Humboldtstraße liegenden Gebäudeteils vorgesehen. Die Fachräume sind nach Westen, hin zur Freianlage orientiert. Die vorhandene Freianlage ist durch die Baumaßnahme nur am Rand tangiert, ohne den Gesamtzusammenhang zu stören. Der Eingriff in den Baumbestand bleibt minimal. An den Stirnseiten entstehen im Erdgeschoss neue überdeckte Zugänge zum Hof: am Nordende im Zusammenhang mit der bestehenden Pausenhalle, am Südende als Aufwertung des zukünftigen Haupteingangs der Ganztagesbetreuung. In der Außenansicht der Berliner Straße bleibt das Erscheinungsbild der Schule nahezu unverändert.

Raumkonzept

Im Untergeschoss befinden sich neben dem Technikraum weitere Kellerräume. Die Nutzflächen der Fachklassen sind auf drei Geschossen themenbezogen organisiert. Die Biologieräume sind im Erdgeschoss, Physik im ersten Obergeschoss und Chemie im zweiten Obergeschoss vorgesehen. In den beiden Obergeschossen befindet sich zudem jeweils ein naturwissenschaftlich-technischer Lehrübungsraum. Der an der Westflanke des Bestands verlaufende Flur wird im Erdgeschoss komplett geöffnet und damit Teil einer Halle, die von oben belichtet zum zentralen Innenraum der Schule wird. Die neuen Räume der Naturwissenschaften in den beiden Obergeschossen sind vom Bestandsflur über breite Stege angebunden und damit in die Mitte der Anlage integriert. Sie sind auf kurzem Weg erreichbar, die bestehende Erschließung wird räumlich aufgewertet. Vielfältige Wege- und Blickbeziehungen schaffen einen lebendigen Ort der Kommunikation.

Konstruktion

Durchgehend als Massivbau konzipiert steht der Baukörper der eigentlichen Fachklassen frei und abgerückt vor dem Bestand. Wesentliche Teile der Bauarbeiten können so fast ohne Störung des im Betrieb befindlichen Schulgebäudes ausgeführt werden. Die Konstruktionen in der Fuge zwischen Bestand und Neubaukörper wurde nach Öffnung der Außenwand der bestehenden Schule aus Fertigteilen ausgeführt. Das Dach besteht aus vorgefertigten Holzelementen, die Verbindungstege aus Fertigbetonteilen. Das Flachdach ist mit Gefälledämmung geplant und wird extensiv begrünt. Die Fassadenverkleidung (Faserzement, Faserbeton) und Dämmung sind vorgehängt und hinterlüftet vorgesehen. Die Bandfassade als Holz-Pfosten-Riegelfassade erhält Lüftungsflügel für die Nachtlüftung. Die Decken und Wandflächen der Halle werden schallabsorbierend verkleidet.

Technik

Das Bunsen-Gymnasium ist bereits über die Berliner Straße an die Fernwärme angeschlossen. Im Zuge der Baumaßnahme wird ein neuer Anschlusses von der Humboldtstraße hergestellt. Die Be- und Entlüftung, wie auch die Beheizung der Fachräume erfolgt über ein Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung und Einzelraumregelung. Die Halle wird durch Plattenheizkörper beheizt.
Energie und Ökologie

Der Neubau der naturwissenschaftlichen Fachklassen erfolgt in Passivhausbauweise. Der sommerliche Wärmeschutz ist über einen außenliegenden Sonnenschutz sichergestellt, der mit Bedientastern, aber auch durch eine zentrale Steuerung mit Windwächter und Sonnenfühler gesteuert werden kann. Im Bereich des Anbaus an den Bestand entfällt als Synergieeffekt eine spätere energetische Sanierung der Außenwandfläche. Die Kompaktheit des Bestands wird optimiert. Die Dachflächen werden für Photovoltaikelemente vorgerüstet.

Schulsanierung

Von 2007 bis 2014 hat die Stadt Heidelberg rund 150 Millionen Euro in die Sanierung und Erweiterung von Schulen investiert. Auch in den kommenden Jahren sollen weitere Investitionen dazukommen: Im Doppelhaushalt 2015/2016 stehen weitere 31 Millionen Euro für die Schulsanierung bereit.

 

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