Heidelberg – Veranstaltungsreihe „Queer History“: Start mit Vortrag am 9. April

        Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Vor 25 Jahren wurde der Paragraf 175 abgeschafft und die staatliche Verfolgung von Homosexualität beendet. Vor 50 Jahren kam es zu Unruhen in der Christopher Street in New York, die zum Ausgangspunkt der mittlerweile weltweit stattfindenden CSD-Demonstrationen wurden. Die Veranstaltungsreihe „Queer History“ wirft einen Blick zurück auf diese Ereignisse und spannt den Bogen von Formen der Verfolgung hin zur queeren Emanzipationsgeschichte. Zum Auftakt beleuchtet am Dienstag, 9. April 2019, um 18 Uhr die Historikerin und Autorin Dr. Kirsten Plötz in einem Vortrag im Hörsaal 04a der Neuen Universität, Grabengasse 3-5, die Repressionen, die lesbische Frauen erleben mussten. Bis Ende der 1990er Jahre entzogen bundesdeutsche Gerichte Müttern das Sorgerecht beziehungsweise die elterliche Gewalt für ihre Kinder – wenn den Gerichten bekannt war, dass die Mütter lesbisch liebten. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

        Die Veranstaltungsreihe „Queer History“ bietet bis 20. Juli 2019 Vorträge, Lesungen und Filme mit Referierenden aus Deutschland, Großbritannien und den USA. Sie findet in Kooperation vom Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg, dem Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität Heidelberg, dem Universitätsarchiv Heidelberg und dem Queer Festival Heidelberg statt. Ein Schwerpunkt bildet die Erinnerung an den weltberühmten Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld, auf dessen Spuren sich Interessierte am Sonntag, 12. Mai 2019, ab 13 Uhr in einem Stadtrundgang machen können. Treffpunkt ist in der Sandgasse 10. Die Teilnahme ist kostenlos. Der Rundgang dauert etwa zwei Stunden. Um eine Anmeldung per E-Mail an lsbttiq@heidelberg.de wird gebeten. Der Rundgang findet bei jedem Wetter statt.

        Die Verfolgung von Homosexuellen in Heidelberg stand in diesem Jahr erstmals im Zentrum der Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar im Rathaus. Dadurch kam der Aufarbeitung queerer Geschichte, die im Rhein-Neckar-Gebiet seit vielen Jahren überwiegend ehrenamtlich mit viel Engagement geleistet wird, eine breitere Aufmerksamkeit zu. Die Veranstaltungsreihe leistet hierzu einen weiteren Beitrag.

        Das gesamte Programm der Veranstaltungsreihe ist im Internet zu finden unter www.heidelberg.de/antidiskriminierung > Queer History.

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