Heidelberg – Stadtwerke Heidelberg vernetzen Anlagen zu einem virtuellen Kraftwerk Kooperationsprojekt für Flexibilität von Stromerzeugung und -verbrauch in der Energiewende

        Heidelberg/Metropolregion Rhein-Neckar. Die Stadtwerke Heidelberg starten im Mai ein zweijähriges Projekt zum Aufbau eines virtuellen Kraftwerks. Dazu vernetzen sie kleine Erzeugungsanlagen, Speicher und steuerbare Verbraucher auf einer IT-Plattform. Ziel ist es, technische und wirtschaftliche Potenziale des so entstehenden flexiblen Kombi-Kraftwerks zu überprüfen. „Für eine sichere Stromversorgung aus immer mehr wetterabhängigen erneuerbaren Energien ist es wichtig, dass das Stromnetz stabil ist: Also so viel Strom eingespeist wie verbraucht wird“, erläutert Felix Gudat, Geschäftsfeldleiter Regenerative Stromerzeugung der Stadtwerke Heidelberg, den Hintergrund des Projekts. Erforderlich sind dazu schnell zu- und abschaltbare Kraftwerke, durch die der Verbrauch und die Erzeugung von Strom miteinander in Einklang gebracht werden. Auch kleinere dezentrale Anlagen können für diesen Ausgleich genutzt werden – vorausgesetzt, sie sind miteinander vernetzt und steuerbar.

        „Genau hier kommen virtuelle Kraftwerk ins Spiel“, ergänzt Sebastian Warkentin, Leiter Neue Technologien: „Dabei werden Erzeugungsanlagen wie BHKW und Photovoltaik-Anlagen, Batteriespeichersysteme sowie energieverbrauchende Elemente auf einer IT-Plattform zusammengeschaltet. Die Anlagen werden über einen zentralen, selbstlernenden Server gesteuert, der die optimalen Betriebsstrategien errechnet und umsetzt. So wird auch die Wirtschaftlichkeit der Anlagen gesteigert.“ In den nächsten Wochen wird der regionale Energieversorger aus Heidelberg zusammen mit Partnern aus der Energie- und der IT-Branche Blockheizkraftwerke, Photovoltaik-Anlagen, Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen an das virtuelle Kraftwerk anschließen. „Wir erhoffen uns neue Erkenntnisse, damit die Integration der erneuerbaren Energien in das Stromnetz und die Energiewende vor Ort weiterhin gelingt, und freuen uns, Teil dieses innovativen Projekts zu sein“, sagt Warkentin.

        Projektpartner
        Das baden-württembergische Umweltministerium fördert das Projekt „mikroVKK – mikro virtuelle Kombikraftwerke“ in seinem Programm „Demonstrationsprojekte Smart Grids und Speicher Baden-Württemberg“. Partner für den Bereich Software ist GridSystronic Energy, die Entwicklung von Geschäftsmodellen bearbeitet schäffler sinnogy. Die Evaluierung übernimmt die Hochschule Offenburg. Projektende ist für Oktober 2017 vorgesehen.

        Über die Stadtwerke Heidelberg
        Die Stadtwerke Heidelberg sind einer der größten hundert Prozent kommunalen Energieversorger mit den Sparten Strom, Gas und Fernwärme. Mit knapp 1.100 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 230 Millionen Euro ist das Unternehmen einer der größten Arbeitgeber in der Heidelberg.
        Im Jahr 2012 haben die Stadtwerke Heidelberg die Energiekonzeption 2020 veröffentlicht, mit der sie bis 2017Strom ohne Atomkraft liefern und immer mehr Fernwärme aus erneuerbaren Energien erzeugen wollen. Damit bringen die die Energiewende vor Ort voran. Das Projekt mikroVKK ist ein weiterer Baustein in ihrem Engagement für die Energiewende.

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