Rhein-Neckar-Odenwald – Angepasste Ernährung ist wichtiger denn je – Zahlen der AOK Rhein-Neckar-Odenwald belegen: Nahrungsmittelunverträglichkeit ist weiter auf dem Vormarsch

        Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak/pm AOK Rhein-Neckar-Odenwald) – Es sind Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen – die ausgesprochen unangenehm sein können. Bauchschmerzen, ein so genannter „Blähbauch“, Verdauungsprobleme, „Winde“ oder Durchfall: All das kennzeichnet eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Ausgelöst wird diese meist durch eine so genannte Zöliakie, eine chronische Erkrankung des Dünndarms, die auf einer Überempfindlichkeit gegen Gluten beruht – oder durch eine Laktoseintoleranz, eine Unverträglichkeit von Milch und Milchprodukten. Von beiden sind immer mehr Menschen betroffen und müssen deswegen behandelt werden, wie aus einer neuen Erhebung der AOK Baden-Württemberg unter ihren Mitgliedern hervorgeht.

        Nach der jetzt vorliegenden AOK-Statistik steigt die Anzahl der Erkrankten, die unter Nahrungsmittelunverträglichkeit leiden, bis zum jungen Erwachsenenalter kontinuierlich an. Dies gilt sowohl für Zöliakie als auch für die Laktoseintoleranz. Immerhin 0,13 Prozent aller bei der AOK Baden-Württemberg Versicherten waren 2016 wegen Zöliakie in ambulanter oder stationärer Behandlung – darunter deutlich mehr Frauen als Männer. Bis zur Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen steigen die Erkrankungszahlen dabei merklich an. Bei der Altersgruppe der 45- bis 49-Jährigen bleiben sie stabil; danach sind die Zahlen wieder leicht rückläufig. Die AOK-Statistik belegt zudem, dass Frauen auch über alle Altersgruppen hinweg deutlich häufiger von Zöliakie betroffen sind als Männer.

        Ganz ähnlich verhält sich dies bei Laktoseintoleranz. Immerhin mehr als 0,8 Prozent der AOK-Versicherten in Baden-Württemberg waren deshalb im zurückliegenden Jahr in Behandlung. Dies waren über 24.400 Frauen und über 9.500 Männer – was zeigt, dass auch hier wiederum Frauen deutlich öfter betroffen sind als Männer. Ansonsten weist die Statistik in der Altersgruppe der 20-24-Jährigen kontinuierlich ansteigende Zahlen aus, die danach relativ konstant bleiben – und erst ab der Altersgruppe der über 65-Jährigen wieder sinken.

        Der Blick auf die absoluten Erkrankungszahlen zeigt, dass Nahrungsmittelunverträglichkeit auch im unmittelbaren Bereich der AOK Rhein-Neckar-Odenwald auf dem Vormarsch ist. Zwischen 2012 und 2016 stieg die Zahl der in diesem Bereich an Zöliakie erkrankten Mitglieder von 247 auf 464 an – was einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von fast 15 Prozent und damit beinahe einer Verdoppelung der Zahlen innerhalb des untersuchten Zeitraums gleichkommt. Bei den Frauen war der Anstieg mit durchschnittlich fast 14 Prozent pro Jahr zwar nicht so stark wie bei den Männern mit durchschnittlich 18 Prozent; andererseits sind nach den vorliegenden absoluten Zahlen beinahe dreimal so viele Frauen wie Männer unter den Betroffenen.

        Auch die Zahl der Erkrankungen an Laktoseintoleranz ging in den zurückliegenden Jahren im Bereich der AOK Rhein-Neckar-Odenwald deutlich nach oben: Von 2.142 im Jahr 2012 auf 3.142 im Jahr 2016. Unter ihnen waren im zurückliegenden Jahr 2.195 Frauen und damit mehr als doppelt so viele wie Männer (947).

        Die AOK weist explizit darauf hin, dass eine unentdeckte Zöliakie gerade bei Kindern stark negative Folgen hat für deren Gesundheit und Entwicklung. Betroffene Kinder sind tendenziell leichter und kleiner und weisen eine geringere Knochendichte auf als gesunde Jungen und Mädchen. Besonders bedenklich ist, dass auf jedes Kind, bei dem die Krankheit diagnostiziert wurde, zehn bis elf andere kommen, bei denen Zöliakie noch nicht erkannt wurde.

        Eine Laktoseintoleranz ist bei Kindern unter fünf Jahren relativ selten. Meist entwickelt sich diese erst im Jugend- oder Erwachsenenalter. Die Erkrankung kann nicht geheilt werden. Miit einer angepassten Ernährung ist es jedoch möglich, beschwerdefrei zu leben. Milchprodukte sind für eine ausgewogene Ernährung nicht unbedingt notwendig. Betroffene sollten jedoch darauf achten, dass sie ausreichend Kalzium zu sich nehmen.

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