Ludwigshafen – Maximilian Göbel (JU) gegen Gleichmacherei durch Abschaffen des Sitzenbleibens

        Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar – Zu den Überlegungen der rot-grünen Landesregierung, das Sitzenbleiben in Rheinland-Pfalz probeweise abzuschaffen, erklärt der stellvertretende Kreisvorsitzende der Jungen Union (JU) Ludwigshafen, Maximilian Göbel:
        „Unser aktuelles Schulsystem basiert darauf, dass ein Schüler die Lernziele eines Schuljahres erreichen muss, um versetzt zu werden. Das ist vor allem in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) wichtig, da in diesen Fächern die Lehrinhalte von Jahr zu Jahr logisch aufeinander aufbauen. Schafft man nun das Sitzenbleiben ab, wie es die Landesregierungen von Niedersachsen und Rheinland-Pfalz planen, richtet man jede Menge Schaden an:
        1. Man schadet dem einzelnen Schüler, der es über die Jahre immer schwerer haben wird, dem Unterrichtsstoff zu folgen.
        2. Man schadet dem kompletten Klassenverband, der Probleme haben wird, die geforderten Lernziele als Gemeinschaft zu erreichen, da man sich mit der Lerngeschwindigkeit tendenziell immer nach den schwachen Schülern richtet.
        3. Man schadet der Motivation und Leistungsbereitschaft der Schüler im Ganzen, da ein Versetzen auch ohne das Erreichen von Zielen möglich wäre.
        Die Befürworter der Abschaffung des Sitzenbleibens sowie die rot-grüne Landesregierung selbst begegnen diesen Problemen mit dem Plan, schwache Schüler durch gezielten Förderunterricht auf Niveau des Klassenverbands zu halten. Das hört sich zunächst toll an. Wir müssen uns aber fragen, ob sich Rheinland-Pfalz diesen Luxus-Plan mit Blick auf die kritische Unterrichtsversorgung, den verheerenden Lehrermangel und die desaströse Finanzlage des Landes leisten kann.
        Die Junge Union Ludwigshafen spricht sich aus diesen Gründen klar gegen die Abschaffung des Sitzenbleibens aus. In Rheinland-Pfalz wird nicht versetzt, wer die angeforderte Leistung nicht bringen kann oder nicht bringen möchte. Das Sitzenbleiben ist in beiden Fällen jedoch keine Bestrafung, sondern eine Chance, wieder auf die Spur zu kommen. Dass das Wiederholen eines Schuljahres keinesfalls den späteren Erfolg im Leben verhindert, zeigen prominente Beispiele wie Thomas Mann, Justus Liebig, Richard Wagner oder Edmund Stoiber. Durch das Sitzenbleiben werden dadurch wertvolle Lektionen für das gesamte Leben gelehrt: Auch im Beruf, in der Familie und in anderen Lebensbereich kann man einmal scheitern – Rückschläge und Versäumnisse sind Teil unseres Lebens, aber bieten auch immer die Chance auf einen neuen Versuch. Wieso sollte man Schülern also ein verzerrtes Bild der Realität in der Schule lehren, wenn die Lebenswirklichkeit eine ganze andere ist?
        Eine Gleichmacherei durch Abschaffen des Sitzenbleibens, gar dem Abschaffen von Noten, bereitet keinen Schüler adäquat auf ein Leben in unserer Leistungsgesellschaft vor. Zumal der Wechsel des Klassenverbundes oft auch mit einem neuen sozialen Umfeld einhergeht und sich dies insgesamt positiv auf die Entwicklung des Wiederholers auswirken kann. Die vermeintlich sozial gerechte Politik der rot-grünen Landesregierung schadet mehr, als das sie nutzt.“

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