Ludwigshafen – Handball-Bundesligist Eulen Ludwigshafen erwarten TSV Hannover-Burgdorf

        Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar.
        Eulen bauen auf Heimstärke
        Nach der Partie beim THW Kiel erwarten die Eulen Ludwigshafen in der DKB Handball-Bundesliga mit dem TSV Hannover-Burgdorf den nächsten Brocken. “Wir sind krasser Außenseiter. Hannover hat in dieser Saison schon bewiesen, wozu sie mit ihren Neuzugängen in der Lage sind”, sagt Alexander Falk mit Blick auf das nächste Heimspiel am Donnerstag, 19:00 Uhr in der Friedrich-Eberthalle. Damit meint er nicht nur den Ex-Friesenheimer Evgeni Pevnov oder dessen Kollege am Kreis, Illija Brazovic, die allein schon wegen ihrer körperlichen Statur der Abwehr, Kopfzerbrechen bereiten können. Die Partie leiten die beiden Unparteiischen Ramesh Thiyagarajah und Suresh Thiyagarajah aus Gummersbach. Im Vorverkauf wurden bisher 1600 Tickets abgesetzt.

        Über die Recken, die sich zuletzt gegen FrischAuf! Göppingen mit einem 28:28 Unentschieden zufrieden geben mussten, macht sich Falk, mit 20 Jahren auch der Jüngste im Team des Bundesliga-Aufsteigers keine allzu große Gedanken. Die Recken gehören nach einer verkorksten Saison diesmal zu den Überraschungsteams der Liga. Mit 12:.0 Punkten führten sie auch lange die Tabelle an. Derzeit rangieren sie mit 15:7 Zählern auf dem vierten Platz. Ihr neuer Trainer Antonio Carlos Ortega, der die Handball-Legende Iker Romero an seiner Seite wähnt, war zuletzt mit dem Kampfgeist seiner Mannschaft unzufrieden. “Wenn wir als Team wachsen wollen, dann müssen wir wie echte Krieger auftreten”, meint Ortega vor der Partie gegen die Eulen.

        Von solchen Aussagen lassen sich die Eulen nicht beeindrucken. “Wir werden uns einen Plan erarbeiten und versuchen, diesen auch vor heimischer Kulisse bestmöglich umzusetzen”, sagt Falk. Das Eigengewächs freut sich nach der Rückkehr von der langen Reise nach Kiel wieder auf seine Fans in der Friedrich-Eberthalle. Denn er kennt die Halle aus seiner eigener Jugendzeit. Schon als Wischer stand er in der Ecke und machte mit seinen damaligen Kameraden der C-Jugend den Boden trocken.

        Von bisher fünf Spielen vor eigener Publikum beendete die Sieben von Trainer Ben Matschke nur eines (gegen FA Göppingen) ohne Punktgewinn. Nach den Siegen gegen den TBV Lemgo, VfL Gummersbach sowie den Unentschieden gegen GWD Minden und TuS Nettelstedt möchten die Eulen diese Serie gerne auch gegen die Recken fortsetzen. Die Eulen setzen erneut auf ihre Heimstärke. “Da muss bei uns wieder alles passen”, meint Falk insbesondere mit Blick auf die Abwehrleistung.

        Dabei ist nicht ausgeschlossen, dass Hannover diesmal mit zwei Kreisläufern agieren wird. Dagegen dürfte Falk eher dem Dänen Casper Mortensen gegenüber stehen, der am vergangenen Sonntag gegen Göppingen fünf Mal traf. “Ich habe keine Angst vor einem Gegner, egal wie er heißt. Ich gehe mit Respekt ins Spiel und konzentriere mich ganz auf meine Aufgabe”. Dabei macht der Linkshänder kein Geheimnis daraus, dass er vor den Spielen immer noch sehr aufgeregt ist. “Das legt sich aber beim Aufwärmen oder spätestens beim Anpfiff”, erzählt das Eigengewächs. Unvergesslich bleibt für ihn der Auftritt in der Sparkassen-Arena in Kiel. “Vor über 10 000 Zuschauern aufzulaufen, das ist schon etwas ganz Besonderes.” Da wurden Träume wahr. “Davon träumt man doch schon als kleines Kind”, erinnert sich Falk.

        Mit seiner eigenen Karriere ist er vollauf zufrieden. “Ich hatte bisher das Glück Trainer zu haben, die mich gefördert haben”, meint der Flügelflitzer zu seinen bisherigen Spielanteilen. Besonders Martin Röhrig sein Jugendtrainer von C- bis zur A-Jugend, aber auch Marco Sliwa beim TV Hochdorf und Ben Matschke haben ihm das Vertrauen geschenkt, höher klassig zu spielen. “Dass ich mit den Eulen, meinem Heimatverein aufsteigen und jetzt erste Liga spielen darf, das hätte ich mir kaum wünschen können”.

        Noch bis zum 30.06.2019 hat er sich gebunden und bereitet derzeit seine zweite Karriere neben dem Sport vor. Ein Studium für das Lehramt an Grundschulen hat der Abiturient im Sinn. Ob er das realisieren wird, möchte er prüfen. Deshalb will er sich zunächst um ein Praktikum an einer Ludwigshafener Grundschule bemühen.

        Der Rechtaußen, der immer wieder mit seinen trickreichen Würfen überrascht, ist auch überzeugt, dass nach den beiden bisherigen Aufstiegen die Eulen diesmal die Klasse halten werden. Dafür hat er auch eine Begründung parat: “Wir sind eine geile Mannschaft mit jungen deutschen Spielern, die es verdient haben in der Liga zu bleiben”, sagt er selbstbewusst und träumt von einer Überschrift am Saisonende: “Falk, das Eigengewächs bleibt mit den Eulen in der ersten Liga.”

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