EVENTEMPFEHLUNGEN FÜR DIE METROPOLREGION RHEIN-NECKAR
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Eppelheim – 7. Dorfpride

Eppelheim / Rhein-Neckar-Kreis / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Die siebte Dorfpride wird am 16. Mai 2026 in Eppelheim stattfinden. „Unser Anliegen ist es, für die Sichtbarkeit und die Rechte von lsbtqia*-Personen zu demonstrieren“ erklären Sarah Kinzebach, Susanne Hun, Vanessa Seidel und Patrick Alberti vom Orga-Team der Dorfpride. Lsbtqia* steht dabei für lesbisch, schwul, bi+, trans*, queer, intergeschlechtlich, asexuell und agender. Die Dorfpride knüpft dabei an die eine Christopher-Street-Days in den größeren Städten.
Die Vorbereitungen laufen bereits auf vollen Touren. Zu einem ersten Planungstreffen im Eppelheimer Haus der Begegnung kamen 30 Personen, die gemeinsam mit dem Orga-Team die Dorfpride planen möchten. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung vor Ort und auf den gemeinsamen Planungsprozess. Gemeinsam können wir wirklich viel erreichen“, so Sarah Kinzebach. „Und wir freuen uns bereits jetzt auf die vielen Menschen, die unserer Einladung folgen, mit uns auf die Straße gehen. Gemeinsam werden wir ein Zeichen für Vielfalt setzen“, betont Vanessa Seidel. „Nach wie vor sind Veranstaltungen wie die Dorfpride enorm wichtig. Hass und Vorurteile gegen queere Menschen nehmen seit Jahren zu“, erklärt Patrick Alberti. Und Sarah Kinzebach ergänzt: „Die Kampagnen, die von rechtsextremer Seite gegen die Community geführt werden, nehmen leider nicht ab. Dass führt leider auch immer mehr zu Gewalt“, ergänzt Sarah Kinzebach. „Dem stellen wir uns mit der Dorfpride entgegen und solidarisieren uns mit den Menschen vor Ort.“ „Queer, antifaschistisch, feministisch und intersektional“ lauten die Grundwerte der Dorfpride. „Queere Menschen sind auch auf dem Land Teil einer demokratischen Gesellschaft und haben die gleichen Grundrechte, die uns durch das Grundgesetz sichern soll. Dass es vor allem für Randgruppen und Frauen, die die Mehrzahl der Gesellschaft stellen, nicht so ist, zeigen uns die vielen Benachteiligungen und Diskriminierungen, denen wir täglich ausgesetzt sind. Darum setzen wir uns für eine Solidarität untereinander, Liebe und Respekt ein, die unsere unterschiedlichen Lebensgeschichten so mit sich bringen und fordern gleiche Rechte, die jahrzehntelang übergangen wurden. Auch auf dem Land!“, so Susanne Hun. Nur leider gibt es im ländlichen Raum kaum Strukturen für queere Menschen. Damit sich daran etwas ändert, fordert die Dorfpride zum Beispiel ein gezieltes Vorgehen gegen Gewalt an queeren Menschen. „Wir brauchen Beratungsstellen und Safer Spaces, also Treffpunkte und Orte für queere Menschen in jedem Dorf und in jeder Stadt“, so das Orga-Team. Darüber hinaus fordert die Dorfpride die Einrichtung von queerer Jugendarbeit, sowie Weiterbildung und Sensibilisierung in Bezug auf queere Themen für Lehrkräfte, Beschäftige in der Verwaltung und andere relevante Stellen, um die Ungleichbehandlung von Queers überhaupt erst verstehen zu können und dann dementsprechend handeln zu können.
Darum ist die Dorfpride notwendig – und darum gehen viele Menschen am 16. Mai auf die Straße und folgen dem Aufruf des Dorfpride Orga-Teams: „Lasst uns gemeinsam auf die Straße gehen! Loud, out and proud, solidarisch und unterstützend, alle gemeinsam für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt.“
Hintergrund:
In Mannheim, Stuttgart, Frankfurt und vielen weiteren großen Städten in Deutschland sind Demonstrationen zum Christopher Street Day als fester queerpolitischer Akt und gemeinschaftliche Aktion etabliert. Doch queere Menschen leben nicht nur in Großstädten, sondern überall und einige wollen und können sich nicht in der nächstgrößeren Stadt niederlassen. Andere entscheiden sich gezielt dafür, in ihrem Heimat- oder Wunschheimatort zu bleiben. Denn dort ist ihr Lebensmittelpunkt, ihre Arbeit, ihre Familie, dort sind ihre Freunde. Die Idee der Dorf Pride ist es, den Pride-Spirit jedes Jahr in ein anderes Dorf im Südwesten Deutschlands zu tragen. Das soll für die dort lebenden oder arbeitenden LSBTIQA*-Menschen, für die Bevölkerung und die Vereine im jeweiligen Ort ein gemeinschaftliches, solidarisches und verbindendes Event werden, das zeigt: alle Menschen sollen sich in ihrer Heimat wohl fühlen.
Quelle: www.dorfpride.de
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