Speyer / Metropolregion Rhein-Neckar. Wagner: „Speyer hat besondere Voraussetzungen für eine langfristige Perspektive“
Nach dem erneuten Insolvenzantrag der Warenhauskette GALERIA spricht sich der Speyerer Landtagsabgeordnete Michael Wagner (CDU) erneut nachdrücklich für den Erhalt des Speyerer Standortes aus. „Ich habe mich bereits mehrfach für den Erhalt des Kaufhauses in Speyer eingesetzt – unter anderem bei einer Kundgebung des DGB vor dem Kaufhof am 28.12.2022 (siehe Foto) sowie mit mehreren Schreiben an die Geschäftsleitung, zuletzt am 11. August dieses Jahres. Das werde ich auch jetzt tun“, erklärt Wagner.
Der erneute Insolvenzantrag sei zunächst vor allem für die Beschäftigten mit großer Unsicherheit verbunden. „Hinter dem Speyerer Standort stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich über viele Jahre für das Haus und für ihre Kundinnen und Kunden engagiert haben. Sie haben bereits mehrere schwierige Jahre erlebt. Sie verdienen jetzt vor allem eines: eine verlässliche Perspektive“, so Wagner.
Gleichzeitig sieht der Abgeordnete gute Argumente dafür, den Speyerer Standort bei den anstehenden Entscheidungen besonders in den Blick zu nehmen. „Speyer ist ein besonderer Standort. Die Stadt ist weit über die Region hinaus bekannt und verfügt mit dem Speyerer Dom und dem Jüdischen Ritualbad gleich über zwei herausragende UNESCO-Welterbestätten. Die historische Innenstadt, die Maximilianstraße und die Verbindung von Kultur, Tourismus, Einzelhandel und Gastronomie verleihen Speyer eine Strahlkraft, die weit über die Einwohnerzahl der Stadt hinausgeht.“
Davon könne auch GALERIA profitieren. Speyer sei nicht allein Einkaufsstadt für die eigene Bevölkerung, sondern zugleich touristisches Ziel und Teil des Wirtschafts- und Lebensraums der Metropolregion Rhein-Neckar. Die Innenstadt ziehe durch ihr historisches Ambiente zahlreiche Besucherinnen und Besucher sowie Tagestouristen an. Damit verfüge der Standort über ein erhebliches Einzugs- und Besucherpotenzial.
Auch die Ergebnisse der IHK-Standortumfrage unterstrichen die Qualität des Wirtschaftsstandortes Speyer. Die Unternehmen bewerteten Speyer mit einer Gesamtnote von 2,6 und damit als einen der besten Wirtschaftsstandorte der Pfalz. Besonders positiv werde die Strahlkraft der Speyerer Innenstadt im Vergleich der kreisfreien Städte der Pfalz bewertet. Auch Nahversorgung, Freizeitangebot, Gesundheitsversorgung, Verkehrsanbindung sowie die Nähe zu Kunden und Zulieferern erhielten gute Bewertungen.
„Das sind aus meiner Sicht keine bloßen weichen Standortfaktoren“, betont Wagner. „Gerade für ein modernes Warenhauskonzept, das auf Frequenz, Erlebnis, Aufenthaltsqualität und eine attraktive Innenstadt angewiesen ist, haben diese Faktoren eine ganz konkrete wirtschaftliche Bedeutung.“
Wagner will deshalb darauf hinwirken, dass die besonderen Rahmenbedingungen des Speyerer Standorts bei den nun anstehenden Entscheidungen angemessen berücksichtigt werden. „Ich weiß, dass GALERIA wirtschaftlich vor großen Herausforderungen steht und dass schwierige Entscheidungen getroffen werden müssen. Gerade deshalb sollte jeder einzelne Standort sorgfältig betrachtet werden. Für Speyer sehe ich gute Argumente und eine langfristige Perspektive.“
Für Wagner ist der Erhalt des Warenhauses zudem eine Frage der Innenstadtentwicklung. „Ein funktionierender Einzelhandel ist ein wichtiger Bestandteil einer lebendigen Innenstadt. GALERIA gehört seit vielen Jahren zum Speyerer Stadtbild. Ein langfristiger Erhalt des Hauses wäre deshalb nicht nur ein wichtiges Signal für die Innenstadt, sondern vor allem auch für die Menschen, die dort arbeiten,“ so Wagner abschließend.
Michael Wagner MdL
Zuletzt aktualisiert am 3. Oktober 2026, 18:13

































