
Der Beirat Ausbildungshaus hat das Projekt von Beginn an begleitet. Von links: Christian Beck (Heidelberger Druckmaschinen), Milena Brodt (IG Metall), Klaus Pawlowski (Agentur für Arbeit), Marc Massoth (Wirtschaftsförderung), Nadine Hülden und Reiner Herzog (Heidelberger Dienste), Arnd Suck (Südwestmetall) und Jens Ritter (Stadtjugendring). Es fehlen: Steffen Klemm (ABB), Karl Breer (Breer Gebäudedienste), Andreas Kempff (IHK), Tobias Menzer (Kreishandwerkerschaft), Dr. Christiane Tödter (Universitätsklinikum Heidelberg), Nicole Welsch (St. Josefskrankenhaus). // Bild von Anne Bormann
Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar – Über 500 Auszubildende fanden hier ihr Zuhause -Mit zahlreichen Gästen aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik wurde am 24. September das 10-jährige Bestehen des Heidelberger Ausbildungshauses gefeiert und die Auszubildenden zum neuen Lehrjahr
begrüßt. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Eckart Würzner, dem Beirat Ausbildungshaus, der Wirtschaftsförderung, Ausbildungsbetrieben sowie den Bewohnerinnen und Bewohnern blickten die Heidelberger Dienste auf eine Erfolgsgeschichte zurück, die seit 2016 Auszubildenden den Start ins Berufsleben erleichtert. Als das erste Haus in der Römerstraße eröffnet wurde, war das Konzept bundesweit einzigartig: Unternehmen konnten Wohnraum für ihre Auszubildenden anmieten und so jungen Menschen den Start in Heidelberg ermöglichen. Besonders für Auszubildende, die für ihre Ausbildung in die Stadt ziehen, stellt die Suche nach bezahlbarem Wohnraum häufig eine große Herausforderung dar. Dies gilt besonders fürinternationale Auszubildende. Mit der Eröffnung eines zweiten Hauses in direkter Nachbarschaft konnte das Angebot 2025 weiter ausgebaut werden: Heute gibt es insgesamt 134 Wohnplätze für Auszubildende. „Mit dem Ausbildungshaus wirken wir seit zehn Jahren gleich zwei wichtigen Herausforderungen erfolgreich entgegen: Es unterstützt Unternehmen bei der Gewinnung von Nachwuchskräften und hilft
jungen Menschen dabei, in Heidelberg bezahlbaren Wohnraum zu finden. Dies kann zu einem entscheidenden Faktor bei der Wahl eines Ausbildungsplatzes werden“, sagte Oberbürgermeister Eckart Würzner. „Seit der Eröffnung haben bereits mehr als 500 Auszubildende und über 80 Betriebe dieses Angebot genutzt. Ein wichtiges Projekt für den Ausbildungsstandort Heidelberg.“ Auch Nadine Hülden, Geschäftsführerin der Heidelberger Dienste gGmbH, zog eine positive Bilanz: „Das Ausbildungshaus ist weit mehr als ein Wohnangebot. Viele Menschen
verlassen zum ersten Mal ihr Elternhaus und beginnen gleichzeitig einen neuen Lebensabschnitt. Mit unserer sozialpädagogischen Begleitung und den Angeboten vor Ort – beispielsweise den Seminaren, Workshops und Freizeitangeboten – sorgen wir für ein verlässliches Wohnumfeld sowie ein gutes Ankommen im Berufsleben und in Heidelberg. Dieses Projekt wäre nicht möglich gewesen ohne zahlreiche Partnerinnen und Partner. Wir danken Ihnen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und freuen uns auf die nächsten 10 Jahre!“ Arnd Suck, Vorsitzender des Beirates Ausbildungshaus, überbrachte ebenfalls seine Glückwünsche: „Happy Birthday, Ausbildungshaus! Vor 10 Jahren hatten wir eine Vision: Wir wollten keinen bloßen Ort zum Wohnen, sondern einen Ort, der wirklich etwas bewegt. Ein Raum für Wachstum, echte Chancen und starken Zusammenhalt. Heute blicken wir zurück und können sagen: Mission erfüllt! Ganz viele erfolgreiche Biografien haben bewiesen, dass Mut und Lernen Türen öffnen. In einer Zeit voller Umbrüche sind unsere Heidelberger Ausbildungshäuser zum sicheren Anker
geworden – einem Ort, an dem Wertschätzung spürbar ist. Ein riesiges Dankeschön an die Stadt Heidelberg, die
Ausbildungsbetriebe und all unsere Partner. Und mein besonderer Dank gilt den Kümmerern vor Ort: Ihr macht aus
einem Haus ein echtes Zuhause! Auf die nächsten Jahre!“
Die Jubiläumsfeier wurde zugleich genutzt, um die neuen Bewohnerinnen und Bewohner zum Ausbildungsstart willkommen zu heißen. Bei Gesprächen, musikalischer Begleitung und einem gemeinsamen Rückblick auf die vergangenen 10 Jahre wurde deutlich, welche Bedeutung die Häuser inzwischen für Heidelberg entwickelt haben.
Hintergrund
Die beiden Gebäude wurden durch die US-Armee als Büro- und Wohnhäuser genutzt. Das erste Haus wurde 2016 eröffnet. Das zweite Haus in direkter Nachbarschaft nutzte zunächst das Studierendenwerk Heidelberg als Wohnheim. In 2025 wurde es als weiteres Wohnheim für Auszubildende durch die Heidelberger Dienste gGmbH in Betrieb genommen.
Bei den Ausbildungshäusern arbeiten die Heidelberger Dienste mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Heidelberg und einem erfahrenen Beirat aus Vertretern von ortsansässigen Unternehmen und Wirtschaftsverbänden zusammen. Eigentümerin der Immobilie ist die MTV Bauen und Wohnen GmbH und Co. KG, vertreten durch die Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH (GGH), welche die Häuser nach einer kurzen Renovierungsphase an die Heidelberger Dienste vermietet.
Quelle: Stadt Heidelberg / Heidelberger Dienste
Zuletzt aktualisiert am 2. Oktober 2026, 13:09

































