
Ludwigshafen/Metropolregion Rhein-Neckar – Von Málaga über Valencia bis Lanzenkirchen: Angehende Fachkräfte aus fünf Bildungsgängen sammeln Berufserfahrung in Spanien und erstmals auch in Österreich.
Koffer gepackt, Vorfreude im Gepäck:
Im Oktober 2026 starten neun Schülerinnen der BBS Sozialwesen, Gesundheit und Hauswirtschaft (Anna-Freud-Schule) ihr Praktikum im europäischen Ausland. Möglich macht das die Förderung durch Erasmus+. Die Teilnehmerinnen kommen aus fünf verschiedenen Bildungsgängen der Schule.
Nach fast sechs Monaten Vorbereitung ist es nun so weit. Ziele sind Málaga und Valencia in Spanien sowie, als Premiere, Lanzenkirchen in Österreich.
Valencia: bewährte Partnerschaft
Zwei angehende Erzieherinnen absolvieren ein zweiwöchiges Praktikum in der deutschsprachigen Kindertageseinrichtung Mikita. Mit ihr kooperiert die Schule bereits seit drei Jahren erfolgreich.
Lanzenkirchen: neuer Partner, neue Perspektiven
Eine weitere angehende Erzieherin sammelt Erfahrungen im Praxiskindergarten des neuen Erasmus+-Austauschpartners, der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe und Bildungsanstalt für Elementarpädagogik Sta. Christiana Frohsdorf in Lanzenkirchen bei Wien.
Beim Job Shadowing einer Lehrkraft in diesem Jahr hatten sich beide Schulen bereits kennengelernt. Nun folgt der Gegenbesuch: Direkt nach den Herbstferien begrüßt die Anna-Freud-Schule drei Kolleginnen und Kollegen aus Lanzenkirchen. Sie lernen Praktikumseinrichtungen der Auszubildenden in Deutschland kennen und vertiefen die Zusammenarbeit.
Málaga: Praktikum und Sprachkurs
Gemeinsam mit dem Campus Idiomático ermöglicht die Schule sechs Schülerinnen ein dreiwöchiges Praktikum in Málaga:
• zwei Schülerinnen des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales,
• eine Schülerin der Heilerziehungspflegeausbildung,
• eine Schülerin der Erzieherausbildung,
• eine Schülerin der Höheren Berufsfachschule Sozialassistenz,
• eine Schülerin der Berufsfachschule 2 mit Schwerpunkt Gesundheit.
Die beiden Gymnasiastinnen, die Schülerin der Höheren Berufsfachschule und die angehende Erzieherin arbeiten in Kindertageseinrichtungen. Die Heilerziehungspflegerin unterstützt eine Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigungen, und die BF-2-Schülerin sammelt Erfahrungen in der Altenpflege. Ein begleitender Spanisch-Sprachkurs bereitet alle auf den Arbeitsalltag vor Ort vor.
Ein Gewinn für alle
Die Praktikantinnen tauchen in eine neue Kultur ein, lernen einen Berufsalltag kennen, der dem ihrer eigenen Ausbildung ähnelt und doch ganz anders ist, und festigen nebenbei ihre Fremdsprachenkenntnisse. Von diesen Erfahrungen soll die ganze Schulgemeinschaft profitieren: Die Schule freut sich schon jetzt auf ihre Berichte und Erzählungen sowie die Präsentation der von den Lehrkräften gestellten Praktikumsaufgaben. Jede Praktikantin erhält nach erfolgreichem Praktikum einen Europass Mobility, welcher die im Ausland erworbene Fähigkeiten, Fachkenntnisse und Erfahrungen offiziell und verständlich dokumentiert.
Text: Katrin Griem
Foto: Fünf der Praktikantinnen vor ihrem Abflug nach Málaga am Stuttgarter Flughafen
Zuletzt aktualisiert am 1. Oktober 2026, 21:06

































