Speyer / Metropolregion Rhein-Neckar. Verkehrsausschuss informiert über Schäden an der B9-Brücke bei Speyer – Notunterstützung wird geprüft
Der direkt gewählte Speyerer Landtagsabgeordnete Michael Wagner (CDU), Mitglied im Ausschuss für Verkehr und Mobilität, dankt Verkehrsminister Achim Schwickert (CDU) und der Landesregierung dafür, dass die Sperrung der B9-Brücke über die L528 bei Speyer heute im Verkehrsausschuss ausführlich behandelt wurde.
„Gerade in einer Situation, die für die Menschen in Speyer und der gesamten Region mit erheblichen Belastungen verbunden ist, ist Transparenz von größter Bedeutung. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, was passiert ist, welche Erkenntnisse vorliegen und welche Maßnahmen jetzt geprüft werden“, erklärt Wagner.
Seit der Vollsperrung der B9 am 19. September erlebt die Region massive Verkehrsbehinderungen. „Wir erleben in und um Speyer ein Verkehrschaos und eine äußerst angespannte Verkehrslage. Das zeigt, welche zentrale Bedeutung die B9 für unsere Region hat“, so Wagner.
Speyer verfügt über rund 32.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Gleichzeitig pendeln täglich etwa 22.500 Menschen zusätzlich nach Speyer ein. „Die B9 ist für diese Menschen eine zentrale Nord-Süd-Achse. Wenn sie wegfällt, hat das unmittelbare Auswirkungen auf den Berufsverkehr, die Wirtschaft, die Unternehmen und den gesamten Alltag in unserer Region“, betont der Abgeordnete.
Spannungsrisskorrosion erstmals in Rheinland-Pfalz festgestellt
Besonders wichtig waren für Wagner die fachlichen Ausführungen des Brückenexperten Jackmuth vom Landesbetrieb Mobilität (LBM). Bei der betroffenen Brücke wurde eine Spannungsrisskorrosion festgestellt. Dabei handelt es sich um eine plötzlich auftretende Rissbildung in metallischen Bauteilen unter dem gleichzeitigen Einfluss von Zugspannung und einem geeigneten Korrosionsmedium. Nach Angaben des Verkehrsministeriums handelt es sich um einen Schadensfall dieser Art erstmals in Rheinland-Pfalz. Die Problematik erinnert an die Ereignisse an der Carolabrücke in Dresden.
„Nach den heutigen Ausführungen und den Erkenntnissen des LBM ist für mich klar: Um einen Ersatzneubau der B9-Brücke kommen wir nicht herum. Die derzeit geprüfte Notunterstützung kann allenfalls eine Übergangslösung sein. Sie kann helfen, die erheblichen Verkehrsbelastungen möglichst schnell zu reduzieren, ersetzt aber keinen dauerhaften Neubau“, sagt Wagner.
Sicherheit hat oberste Priorität
Wagner betont zugleich, dass die Sperrung der Brücke angesichts der festgestellten Schäden unumgänglich war: „Bei allen verständlichen Sorgen und dem Ärger über die derzeitige Verkehrssituation muss klar sein: Sicherheit hat oberste Priorität. Eine Brücke darf erst dann wieder für den Verkehr freigegeben werden, wenn ihre sichere Nutzung gewährleistet ist.“
Parallel zu den Untersuchungen wird derzeit geprüft, ob eine Stabilitätsunterstützung der Brücke möglich ist. Ziel dieser Maßnahme wäre nach den heutigen Ausführungen insbesondere, die darunter verlaufende L528 wieder für den Verkehr nutzbar zu machen und damit zumindest eine Entlastung der aktuellen Verkehrssituation zu erreichen. „Ob und unter welchen Bedingungen eine solche Notunterstützung tatsächlich möglich ist, wird nach Abschluss der laufenden Untersuchungen entschieden. Nach den heutigen Informationen sollen hierzu voraussichtlich in der kommenden Woche belastbare Erkenntnisse vorliegen“, erklärt Wagner.
Verkehrsminister Schwickert kommt am Montag nach Speyer
Ein weiteres Zeichen dafür, dass das Land die Situation in der Region ernst nimmt, ist der für kommenden Montag geplante persönliche Termin von Verkehrsminister Achim Schwickert beim Landesbetrieb Mobilität in Speyer. „Ich begrüße es sehr, dass Verkehrsminister Achim Schwickert bereits am kommenden Montag persönlich zum LBM nach Speyer kommt, um sich vor Ort über die Situation und die weiteren Schritte auszutauschen. Gerade bei einem Problem von dieser Dimension ist es wichtig, dass die Verantwortlichen unmittelbar miteinander sprechen und die notwendigen Entscheidungen vorbereitet werden“, so Wagner.
„Jetzt muss alles darangesetzt werden, die Region schnellstmöglich zu entlasten“
Für Wagner kommt es nun auf zwei Dinge an: eine möglichst schnelle Entlastung des Verkehrs und gleichzeitig die konsequente Vorbereitung des Ersatzneubaus. „Die Menschen in Speyer und der gesamten Region können nicht auf unbestimmte Zeit mit dieser Verkehrssituation leben. Deshalb müssen alle Möglichkeiten geprüft und umgesetzt werden, die kurzfristig Entlastung bringen. Gleichzeitig müssen wir beim Ersatzneubau jetzt mit größtmöglicher Konsequenz und Geschwindigkeit vorankommen“, so Wagner.
Quelle: Landtagsabgeordneter Michael Wagner (CDU)
Zuletzt aktualisiert am 27. September 2026, 12:10

































