Ludwigshafen – Friesenheim / Metropolregion Rhein-Neckar. Eine 88-jährige Frau ist am Freitagnachmittag Opfer einer perfiden Betrugsmasche geworden. Ein falscher Bankmitarbeiter setzte die Seniorin telefonisch unter Druck. Wenig später erschien ein bislang unbekannter Mann an ihrer Wohnung und nahm 15.000 Euro Bargeld sowie ihre Bankkarte samt PIN an sich.
Falscher Bankmitarbeiter kündigt angebliche Kontobewegungen an
Gegen 15 Uhr am 11. September 2026 erhielt die 88-Jährige einen Anruf von einem Mann, der sich als Mitarbeiter ihrer Bank ausgab. Er behauptete, auf ihrem Konto seien ungewöhnliche Bewegungen festgestellt worden.
Im Verlauf des Gesprächs fragte der angebliche Bankmitarbeiter die Seniorin unter anderem, wie viel Bargeld sie derzeit zu Hause aufbewahre.
Nur etwa eine Stunde später, gegen 16 Uhr, erschien ein unbekannter Mann persönlich an der Wohnanschrift der Frau. Er überzeugte sie davon, dass es sich bei ihrem Bargeld angeblich um Falschgeld handele, das von der Bank überprüft werden müsse.
Die 88-Jährige übergab dem Mann daraufhin 15.000 Euro Bargeld sowie ihre Bankkarte inklusive PIN.
Mehrere ähnliche Betrugsfälle in Ludwigshafen
Besonders alarmierend: In den vergangenen zwei Tagen registrierte die Polizei im Stadtgebiet Ludwigshafen mehrere gleich gelagerte Betrugsfälle. Die Ermittler gehen daher mit einem deutlichen Warnhinweis an die Öffentlichkeit.
Die Polizei rät dringend dazu, am Telefon niemals Angaben über das eigene Vermögen oder vorhandenes Bargeld zu machen. Auch sollten fremden Personen weder Bargeld noch Bankkarten oder andere Wertgegenstände übergeben werden.
Wer bei einem Anruf unsicher ist, sollte das Gespräch beenden und sich selbstständig bei der eigenen Bank oder der Polizei melden. Wichtig: Dafür niemals die von einem Anrufer genannte Telefonnummer verwenden, sondern eine offizielle Nummer wählen.
Sollten sie Hinweise auf den vermeintlichen Täter oder die Tat geben können, werden sie gebeten sich mit der Polizeiinspektion Ludwigshafen 2 in Verbindung zu setzen (Tel.: 0621 963-24250; E-Mail: piludwigshafen2@polizei.rlp.de).
Der bislang unbekannte Abholer wird wie folgt beschrieben:
etwa 180 bis 185 Zentimeter groß
kräftige Statur mit leichtem Bauch
dunkle Haare, oben lockig, an den Seiten kurz geschnitten
etwa 30 bis 35 Jahre alt
bekleidet mit einem weißen Hemd und einer grauen Hose
Zuletzt aktualisiert am 12. September 2026, 12:54
































