Neuhofen / Metropolregion Rhein-Neckar. Bürgerinitiative gegen Tiefengeothermie in Neuhofen zur Gemeinderatsentscheidung:
Der Gemeinderat Neuhofen hatam 08.09.2026 unsere drei Bürgerbegehren in der Gemeinderatssitzung für unzulässig erklärt. Die Begründung der Gemeinde Neuhofen überzeugt jedoch weder rechtlich noch sachlich.
Unsere Fragestellungen aller drei Bürgerbegehren wurden im Vorfeld juristisch geprüft. Darüber hinaus haben 1.323, 1.289 und 1.472 wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger die Fragestellungen verstanden, unterschrieben und diese unterstützt. Wer behauptet, die Frage sei unklar oder rechtswidrig, ignoriert diese eindeutige Realität.
Die Entscheidung des Gemeinderats ist daher aus unserer Sicht ein weiterer Beleg dafür, dass der politische Wille fehlt, die Bürgerinnen und Bürger über die Zukunft der Tiefengeothermie in Neuhofen selbst entscheiden zu lassen.
Besonders deutlich wird das beim Blick in die Vergangenheit:
Das damalige Bürgerbegehren des heutigen Ortsbürgermeisters Ralf Maron zum Kiosk im Badegebiet Schlicht war rechtlich keineswegs frei von Angriffsflächen und hätte einer gerichtlichen Überprüfung sehr wahrscheinlich nicht standgehalten. Dennoch hat der Gemeinderat damals politisch eingelenkt und den Bürgerwillen respektiert. Heute, bei einer deutlich weitreichenderen Frage, wie dem Bau einer Tiefengeothermieanlage, werden dagegen gleich drei Bürgerbegehren
mit juristischen Argumenten ausgebremst.
Dabei scheut die Gemeinde offensichtlich auch den Einsatz öffentlicher Mittel nicht. Während die Bürgerinitiative ihre rechtliche Auseinandersetzung aus Spenden der Bürgerinnen und Bürger finanzieren muss, hat die Gemeinde auf Kosten der Steuerzahler eine große Anwaltskanzlei aus Würzburg mit der Prüfung und einem „Gutachten“ beauftragt. Anschließend wurden die drei Bürgerbegehren mit diesen Ergebnissen abgelehnt und zurückgewiesen.
Damit wird aus unserer Sicht immer deutlicher: Hier geht es längst nicht mehr nur um juristische Detailfragen. Es geht um die bewusste politische Entscheidung des Bürgermeisters Maron und des Gemeinderats Neuhofen, ob die Bürgerinnen und Bürger bei einem derart weitreichenden Projekt überhaupt selbst zu Wort kommen sollen.
Wir sind überzeugt: Der Bürgerwille ist eindeutig. Die Menschen haben mit ihren Unterschriften unmissverständlich gezeigt, dass sie über die Tiefengeothermie selbst entscheiden wollen. Wenn der Gemeinderat diesen Bürgerentscheid verhindert, dann ist das eine politische Entscheidung – und keine Rechtliche, wie behauptet wird.
Die Bürgerinitiative wird deshalb weiterkämpfen. Denn Demokratie bedeutet nicht, den Bürgerwillen nur dann zu akzeptieren, wenn er politisch bequem ist. Demokratie bedeutet, ihn auch dann ernst zu nehmen, wenn er der eigenen politischen Linie widerspricht.
Und eines ist sicher: Die Bürgerinnen und Bürger werden sich sehr genau merken, wie der Bürgermeister und der Gemeinderat Neuhofen heute mit dem Bürgerwillen umgegangen ist.
Bürgerinitiative Neuhofen
Zuletzt aktualisiert am 9. September 2026, 15:58

































