
Mobilitätsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain besuchte auf seiner Sommertour den Abschnitt der Wallstraße an der Fröbelschule in Wieblingen. Dort informierte er gemeinsam mit Mitarbeitenden der Verwaltung über den aktuellen Stand der Umsetzung und der weiteren Planungen. Foto: Stadt Heidelberg
Die Stadt Heidelberg setzt die Umgestaltung der Wallstraße im Umfeld der Fröbelschule im Stadtteil Wieblingen schrittweise fort. Bei einem Pressetermin im Rahmen seiner Sommertour informierte Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain am Mittwoch, 12. August 2026, über den aktuellen Stand der Arbeiten und die Ziele des Projekts.
Beteiligungsprozess mit Stadtteil mündet in schrittweise Umsetzung
Mit der Umgestaltung will die Stadt den Schulweg sicherer machen, den Straßenraum neu ordnen und zugleich mehr Grün in das Quartier bringen. Grundlage des Projekts sind ein gemeinsamer Antrag im Bezirksbeirat Wieblingen und ein Stadtteilspaziergang mit zahlreichen Interessenvertretern im Jahr 2024. Seitdem steht die Stadt bei regelmäßigen Vor-Ort-Terminen im konstruktiven Austausch mit der Schule, Interessenvertretungen und weiteren Beteiligten aus dem Stadtteil. Seit Anfang 2026 werden diese Maßnahmen schrittweise umgesetzt. Das Gesamtprojekt soll voraussichtlich bis Mitte 2027 abgeschlossen werden.
„Wenn Kinder morgens sicher zur Schule kommen, profitieren am Ende alle. Deshalb machen wir die Wallstraße übersichtlicher, entschleunigen den Verkehr an den entscheidenden Stellen und schaffen gleichzeitig mehr Grün. So entsteht Stück für Stück ein Straßenraum, der sicherer ist und in dem sich Menschen gerne aufhalten“, sagte Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain.
Verkehr wird entschleunigt und Straßenraum begrünt
Zu den bereits umgesetzten beziehungsweise laufenden Maßnahmen gehören die Neuordnung des Schulvorbereichs, die Einrichtung von Eltern-Haltestellen, 14 zusätzliche Fahrradabstellbügel sowie bauliche Elemente zur Verkehrsberuhigung. Die Fahrgasse wurde verengt und durch horizontale Versätze neu geführt. Ausweichflächen ermöglichen weiterhin die Begegnung von Autos und Fahrrädern. Zudem wurde der Einmündungsbereich Wallstraße/Wundtstraße übersichtlicher und sicherer gestaltet.
An drei Standorten wurden insgesamt sechs Eltern-Haltestellen eingerichtet. Sie stehen morgens von 7.30 bis 8 Uhr und nachmittags von 15.15 bis 15.45 Uhr für das Bringen und Abholen der Schulkinder zur Verfügung. Die Stadt hat die Eltern unter anderem mit einem Informationsflyer über das neue Angebot informiert.
Ergänzt werden diese durch einen neuen Baumstandort und entsiegelte Flächen, die das Mikroklima verbessern und zur Klimaanpassung beitragen. Insgesamt werden rund 75 Quadratmeter Fläche entsiegelt und begrünt. Die laufenden Arbeiten in der südlichen Wallstraße sollen voraussichtlich Mitte September 2026 abgeschlossen werden.
Im Rahmen eines zweimonatigen, kostenfreien Leihprogramms des Landes wurden im Schulvorbereich außerdem ein Parklet, eine Sitzkombination, Pflanzkübel und eine Informationsstele erprobt. Zusätzlich unterstützt die Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktuell die lokale Initiative zur Verstetigung der getesteten Möblierung im Schulvorbereich.
Stadt untersucht Wirkung der Maßnahmen
Die Stadt untersucht fortlaufend, wie sich die Maßnahmen auf das Verkehrsaufkommen, die gefahrenen Geschwindigkeiten, das Verkehrsverhalten und die Nutzung der Eltern-Haltestellen auswirken. Ergänzend werden die temporäre Möblierung und das Gesamtkonzept durch Befragungen bewertet. An der Befragung zur temporären Umgestaltung beteiligten sich rund 170 Personen. Die Ergebnisse fielen teilweise deutlich unterschiedlich aus und werden daher gemeinsam mit den weiteren Erhebungen im Gesamtzusammenhang ausgewertet.
Da die einzelnen Maßnahmen schrittweise umgesetzt werden, sind belastbare Aussagen zur Gesamtwirkung erst nach Abschluss der Evaluation möglich. Die Stadt will die abschließenden Ergebnisse voraussichtlich Anfang 2027 vorstellen.
Für den Elisabeth-von-Thadden-Platz ist als weiterer Baustein eine sogenannte Teileinziehung vorgesehen. Die Grundlagenermittlung ist abgeschlossen. Damit sollen die Ortsmitte gestärkt und die Verkehrsberuhigung weitergeführt werden. Die politischen Gremien sollen noch im Jahr 2026 mit dem weiteren Vorgehen befasst werden.
Hintergrund
Die Umgestaltung der Wallstraße ist Teil des europäischen Mobilitätsprojekts REALLOCATE sowie des städtischen Programms OASIS. Insgesamt investiert die Stadt rund 135.000 Euro in die verschiedenen Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit, Klimaanpassung und Aufenthaltsqualität. Ein Großteil der Kosten wird mithilfe der Förderprogramme REALLOCATE und OASIS finanziert.
Quelle: Stadt Heidelberg
Zuletzt aktualisiert am 18. August 2026, 17:08


































