
Das Team der Veranstaltung zum Islamismus. Von
links: Andreas Ziegler (im Vorstand der FDP RNK), Gülden
Hennemann, Marlene Krebs (Organisation), Helga Bender
(Liberale Frauen), Tom Emmerich (Vorsitzender FDP Heidelberg). Bildrechte: FDP Heidelberg
Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar – Rund 40 bis 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sorgten am vergangenen Mittwoch für ein volles Haus bei der Veranstaltung „Islamismus ohne Gewalt? Demokratie schützen, Freiheit
bewahren“ in der Gaststätte Zum Achter in Heidelberg. Das Feedback auf den Vortrag von Gülden Hennemann fiel durchweg positiv aus. Gülden Hennemann, FDP-Mitglied, Politikberaterin sowie Mitglied des Beraterkreises Islamismusprävention und -bekämpfung der Bundesregierung, vermittelte den Anwesenden einen fundierten Einblick in das Phänomen des Islamismus. Sie zeichnete dessen historische Entwicklung nach, erläuterte die unterschiedlichen Ausprägungen islamistischer Strömungen und erklärte die religiös-ideologischen Grundlagen des islamischen Fundamentalismus, aus denen sich politische und in extremen Fällen auch jihadistische
Formen des Islamismus entwickeln können. Dabei wurde deutlich, dass das Spektrum von religiös-fundamentalistischen, aber gewaltfreien Gruppierungen überpolitische Islamisten bis hin zu gewaltbefürwortenden und gewaltanwendenden Akteuren reicht, deren Ziel die Errichtung
einer religiös geprägten Staats- und Gesellschaftsordnung ist.
Anhand konkreter Beispiele zeigte Hennemann zudem die Unterschiede zwischen islamistischem Fundamentalismus und dem Islam als Religion auf. Auch die aktuelle Sicherheitslage wurde thematisiert. Nach Angaben des Verfassungsschutzes lag das Personenpotenzial des gewaltorientierten Islamismus in Deutschland im Jahr 2025 bei mehreren tausend Personen, darunter ein harter Kern sowie rund 500 sogenannte Gefährder. Darüber hinaus wurden einige in Deutschland aktive islamistische Organisationen und ihre Einordnung vorgestellt. Als zentrale Botschaften des Abends nahmen die Besucherinnen und Besucher vier Punkte mit: Wissen statt Wunschdenken im Umgang mit Islamismus, eine klare Haltung statt Relativierung, konsequentes Vertreten roter Linien statt Wertebeliebigkeit sowie die Bewertung von Organisationen und Akteuren anhand ihrer Inhalte statt ihres öffentlichen Images.
Die Veranstaltung wurde gemeinsam von den FDP-Kreisverbänden Heidelberg und Rhein-Neckar sowie den Liberalen Frauen Kurpfalz organisiert.
Quelle: FDP Heidelberg
Zuletzt aktualisiert am 3. August 2026, 11:31


































