Brühl/Rhein-Neckar-Kreis/Metropolregion Rhein-Neckar. Die Schwetzinger Wiesen standen bei der traditionellen Wiesenbegehung der Bürgermeisterin und Bürgermeister der Nachbarkommunen im Mittelpunkt, zu der Bürgermeister Dr. Ralf Göck seine Kollegin und Kollegen aus den Anliegergemeinden Schwetzingen und Edingen-Neckarhausen eingeladen hatte. Gemeinsam nahmen Lisa Schlüter, Florian König und Dr. Ralf Göck die aktuelle Situation in den Blick. Natürlich interessierte auch die ungewöhnliche Niedrigwasser-Situation am Rhein. An dem Vor-Ort-Termin nahmen außerdem Uwe Baumann von Vermögen und Bau Baden-Württemberg, größter Grundbesitzer vor Ort, der Ortsbaumeister der Gemeinde Edingen-Neckarhausen Dominik Eberle, der Haupt- und Ordnungsamtsleiter der Gemeinde Brühl, Jochen Ungerer, sowie die Umweltberaterin der Gemeinde Brühl, Elena Ziesling, teil. Im Rahmen einer Vorbesprechung im Brühler Rathaus wurden zunächst die derzeit wichtigsten Themen rund um die Schwetzinger Wiesen erörtert. Im Mittelpunkt standen die Bekämpfung der Nutrias und Bisams am Leimbach, die geplante Freilegung der Rücklaufgräben auf den Schwetzinger Wiesen in Richtung Rhein sowie die Auswirkungen des anhaltenden Niedrigwassers und der aktuellen Hitzewelle.
Anschließend begab sich die Delegation nach Rohrhof auf den Sommerdamm. Dort wurden die abgeschlossenen Reparaturarbeiten an der Schließe und am Sommerdamm besichtigt. Vor Ort verschafften sich die Teilnehmer zudem einen Eindruck vom Zustand der teilweise stark zugewachsenen Abflussgräben. Nach einer Machbarkeitsstudie des Landes ist ein Nebeneinander von Landwirtschaft und Naturschutz möglich. Nach einem entsprechenden Naturschutz-Gutachten wird eine Vereinbarung aller Beteiligter angestrebt, die immer weiter zuwachsenden Abflussgräben freizulegen und den Wasserabfluss zu ermöglichen. Bei hochsommerlichen Temperaturen führte die Exkursion anschließend noch zum Anleger der Kollerfähre am Rhein. Dort machten sich die Teilnehmer ein Bild von den Auswirkungen des derzeitigen Niedrigwassers. Einigkeit bestand darüber, dass sich extreme Wetterlagen wie langanhaltende Hitzeperioden und Niedrigwasser infolge des Klimawandels künftig voraussichtlich häufiger einstellen werden und die Kommunen vor neue Herausforderungen stellen. Bei der abschließenden Besprechung bei einem kleinen Mittagessen in der Ratsstube vereinbarten sie, den bewährten fachlichen Austausch auch im kommenden Jahr fortzusetzen und sich 2027 erneut zur gemeinsamen Wiesenbegehung zu treffen.
Quelle
Bürgermeisteramt Brühl
Zuletzt aktualisiert am 3. August 2026, 15:22


































