Frankenthal/Metropolregion Rhein-Neckar. Die Stadtverwaltung Frankenthal arbeitet gemeinsam mit der Schulleitung, dem Schulelternbeirat, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) sowie dem Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz mit höchster Priorität an kurz-, mittel- und langfristigen Lösungen, um den steigenden Raumbedarf der Tom-Mutters-Förderschule nachhaltig zu decken.
Nach der aktuellen Schülerprognose wird die Förderschule bereits zum Schuljahr 2026/2027 rund 100 bis 105 Schülerinnen und Schüler in insgesamt 14 Klassen unterrichten. Daraus ergibt sich ein zusätzlicher Bedarf von drei Klassenräumen.
Zusätzliche Räume im CongressForum
Um den Unterricht zum kommenden Schuljahr sicherzustellen, wurden am 15. Juli gemeinsam mit der ADD weitere Räumlichkeiten im CongressForum Frankenthal besichtigt. An dem Termin nahmen Vertreterinnen und Vertreter der ADD, der Stadtverwaltung sowie des CongressForums teil.
Im Rahmen der Begehung konnten zusätzliche Flächen identifiziert werden, die sich für den Schulbetrieb eignen. Dazu gehören ein abgeschlossener Gebäudebereich ohne Doppelnutzung, ein weiterer barrierefrei erreichbarer Raum in unmittelbarer Nähe der bereits genutzten Unterrichtsräume sowie eine separate Außenfläche. Besonders positiv bewertet wurde, dass der ehemalige Verwaltungsbereich als eigenständige Einheit genutzt werden kann und kaum Berührungspunkte mit dem laufenden Veranstaltungsbetrieb bestehen.
Auf Grundlage der gemeinsamen Prüfung hat die ADD der Nutzung der zusätzlichen Räumlichkeiten zugestimmt.
Bereits heute werden zwei Klassen der Tom-Mutters-Förderschule im CongressForum unterrichtet. Durch die Erweiterung kann die Beschulung weiterhin auf insgesamt drei Standorte begrenzt werden. Ein zusätzlicher vierter Standort wird dadurch vermieden.
Zur abschließenden fachlichen Bewertung findet am 29. Juli eine weitere gemeinsame Begehung mit Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums für Bildung Rheinland-Pfalz, der ADD, der Schulleitung sowie der zuständigen Fachbereiche der Stadtverwaltung statt.
Standort Metznerpark wird vorbereitet
Parallel treibt die Stadtverwaltung die Inbetriebnahme des Standorts Metznerpark voran. Ziel ist es, diesen so schnell wie möglich für den Schulbetrieb nutzbar zu machen.
Die notwendigen Planungs-, Vergabe- und Umbaumaßnahmen erfolgen unter Einhaltung aller baurechtlichen Vorgaben. Gleichzeitig sollen dort bestmögliche Lern- und Arbeitsbedingungen für Schülerinnen und Schüler sowie das pädagogische Personal geschaffen werden. Die Planungen werden fortlaufend mit der Schulleitung, dem Schulelternbeirat, der ADD und dem Bildungsministerium abgestimmt.
Schullandheim Hertlingshausen als Übergangslösung
Der Aufenthalt im Schullandheim Hertlingshausen ist ausschließlich als Übergangslösung für die erste Schulwoche des Schuljahres 2026/2027 vorgesehen. Welche Klassen beziehungsweise Schülerinnen und Schüler daran teilnehmen, entscheidet die Schulleitung nach pädagogischen und organisatorischen Gesichtspunkten.
Die Beförderung wurde gemeinsam mit der Schulleitung abgestimmt. Die Stadtverwaltung wird – soweit möglich – einen entsprechend großen Bus einsetzen, damit Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und pädagogisches Personal gemeinsam an- und abreisen können. So sollen die pädagogischen Abläufe während dieser Übergangsphase bestmöglich gewährleistet werden.
Modulare Ausweichschule schafft zusätzliche Kapazitäten
Neben den kurzfristigen Maßnahmen arbeitet die Stadtverwaltung an der Errichtung einer modularen Ausweichschule. Diese soll künftig zusätzliche Kapazitäten für die Tom-Mutters-Förderschule schaffen und gleichzeitig als zentraler Ausweichstandort für notwendige Sanierungs- und Baumaßnahmen an anderen Schulen im Stadtgebiet dienen.
Unabhängig davon verfolgt die Stadt entsprechend der bestehenden Beschlusslage weiterhin die langfristige Entwicklung der Tom-Mutters-Förderschule bis hin zu einem dauerhaften Neubau.
Transparenter Austausch mit allen Beteiligten
Am 20. Juli fand ein weiterer Online-Austausch zwischen den zuständigen Fachbereichen der Stadtverwaltung und dem Schulelternbeirat statt. Dabei wurden der aktuelle Sachstand, die geplanten Übergangslösungen sowie das weitere Vorgehen ausführlich erläutert.
Der Schulelternbeirat wurde insbesondere über den Planungsstand der modularen Ausweichschule informiert. Aufgrund verschiedener Einflussfaktoren – darunter Ressourcenverfügbarkeit, Flächenkapazitäten sowie vergabe- und planungsrechtliche Rahmenbedingungen – kann derzeit noch kein verbindlicher Fertigstellungstermin genannt werden. Die Verwaltung setzt jedoch alles daran, das Projekt im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben so zügig wie möglich umzusetzen.
Die Stadtverwaltung wird den transparenten und konstruktiven Dialog mit der Schulleitung, dem Schulelternbeirat, den politischen Gremien sowie den zuständigen Fachbehörden auch künftig fortsetzen und alle Beteiligten regelmäßig über den Fortgang der Maßnahmen informieren.
Schulbetrieb verlässlich sichern
Der Stadtverwaltung ist die besondere Verantwortung für die Schaffung geeigneter räumlicher Rahmenbedingungen für die Schülerinnen und Schüler der Tom-Mutters-Schule bewusst. Deshalb werden die kurzfristigen Übergangslösungen, die Umsetzung der modularen Ausweichschule sowie die Planungen für einen dauerhaften Neubau der Tom-Mutters-Förderschule mit hoher Priorität vorangetrieben.
Ziel bleibt es, den Schulbetrieb jederzeit verlässlich sicherzustellen und gleichzeitig eine nachhaltige, bedarfsgerechte und zukunftsfähige räumliche Entwicklung der Tom-Mutters-Förderschule zu gewährleisten.
Quelle Stadtverwaltung Frankenthal
Zuletzt aktualisiert am 27. Juli 2026, 20:51


































