Ludwigshafen/Metropolregion Rhein-Neckar.
OB Blettner: Brauchen jetzt Perspektiven und Stabilität
„Wir sind fürs Erste erleichtert, dass die BASF das Verfahren zum angekündigten Verkauf der unternehmenseigenen Wohnungen ausgesetzt hat. Vor allem im Interesse der Mieterinnen und Mieter braucht es nun Perspektiven und Stabilität nach Wochen und Monaten der Verunsicherung“, erklärt Oberbürgermeister Prof. Dr. Klaus Blettner.
Die industrielle Transformation in Deutschland sei unbestritten eine große Herausforderung für Unternehmen wie die BASF, aber auch für die Mitarbeitenden und die Stadt selbst. Gerade in Zeiten durchaus notwendiger Veränderungen sowie weiterer angekündigter Sparmaßnahmen seien im Gegenzug Berechenbarkeit und Vertrauen die Währung, auf die es jetzt ankomme. „Unser aller Aufgabe ist es, Ludwigshafen auf einem soliden wirtschaftlichen Fundament und zugleich in sozialer Verantwortung für die Menschen und das Land resilient weiterzuentwickeln. Insofern verstehe ich die heutige Entscheidung der BASF als positives Signal und bin dankbar, dass das Unternehmen seine Pläne überdacht hat“, so der OB.
Der Oberbürgermeister bedankt sich ausdrücklich bei allen Partnern und Beteiligten, die in den vergangenen Monaten den durch die BASF angestoßenen Prozess, an dessen Ende ein Verkauf von rund 3.300 werkseigenen Wohnungen in Ludwigshafen gestanden hätte, konstruktiv begleitet haben. In kürzester Zeit sei ein Konsortium gegründet worden, damit sich Ludwigshafen mit einem Angebot, das wirtschaftliche
Tragfähigkeit mit einem klaren sozialen Anspruch verbunden hat, am Bieterverfahren beteiligen konnte. Position der Stadt sei es immer gewesen, dass die Wohnungen dauerhaft in verantwortungsvolle Hände kommen – im Interesse der Mieterinnen und Mieter als auch eines stabilen Wohnungsmarkts in Ludwigshafen. Sein Dank gelte daher der GAG Ludwigshafen, der VR Bank Rhein-Neckar und der Sparkasse Vorderpfalz für ein hoch professionelles und engagiertes Miteinander. Zugleich dankte der OB den politischen Gremien für deren Unterstützung und Haltung von Beginn an. „Gemeinsam haben wir deutlich gemacht, wofür wir stehen: für Verlässlichkeit und soziale Verantwortung. Das war und ist ein klares und auch notwendiges Zeichen politischer Geschlossenheit“, so der OB. Er erwarte nun, dass zunächst einmal Ruhe einkehre und dass die BASF ihre Überlegungen auch hinsichtlich der angekündigten Beobachtung der Entwicklungen auf dem Kapital- und Immobilienmarkt sozial verantwortlich verfolge, so Blettner.
Hintergrund:
BASF setzt Teilverkauf von Wohnungsbeständen ihrer Tochtergesellschaft BASF Wohnen + Bauen GmbH aus
Zuletzt aktualisiert am 23. Juli 2026, 15:07


































