Ludwigshafen / Koblenz / Rheinland-Pfalz – Die Getreideernte in Rheinland-Pfalz läuft derzeit auf Hochtouren. Während vielerorts die Wintergerste bereits eingefahren wurde, nähert sich in den frühen Lagen der Südpfalz auch die Weizenernte ihrem Abschluss. Die Freien Wähler Rheinland-Pfalz bedanken sich bei den Landwirtinnen und Landwirten für ihren täglichen Einsatz und fordern gleichzeitig bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die heimische Landwirtschaft.
Mähdrescher im Dauereinsatz
Nach Einschätzung des Deutschen Bauernverbandes wird bundesweit eine durchschnittliche Getreideernte erwartet – allerdings mit deutlichen regionalen Unterschieden. Ausschlaggebend seien vor allem die Niederschlagsverteilung sowie die hohen Temperaturen Ende Juni, die viele Getreidebestände während der wichtigen Kornfüllungsphase belastet hätten.
Martin Oswald, selbstständiger Landwirt sowie weinbau- und agrarpolitischer Sprecher der FREIEN WÄHLER-Kreisvereinigung Germersheim, würdigt den Einsatz der Betriebe:
„Wenn in diesen Tagen die Mähdrescher bis spät in die Nacht laufen, geht es um weit mehr als um die Ernte eines einzelnen Betriebes. Unsere Landwirte sorgen dafür, dass Lebensmittel wie Brot, Mehl, Nudeln oder Futtermittel aus heimischem Getreide entstehen.“
Während der Ernte seien viele Betriebe von früh morgens bis spät in die Nacht im Einsatz – unabhängig davon, ob Wochenende oder Feiertag sei.
Gute Ernte reicht wirtschaftlich oft nicht aus
Trotz teilweise guter Erträge bleibt die wirtschaftliche Situation vieler Ackerbaubetriebe nach Ansicht der Freien Wähler angespannt. Die Erzeugerpreise lägen aktuell unter dem Niveau des Vorjahres, während gleichzeitig die Kosten für Diesel, Energie, Dünger, Pflanzenschutz, Maschinen und Reparaturen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen seien.
Hinzu komme der internationale Wettbewerbsdruck. Heimische Betriebe müssten sich an Weltmarktpreisen orientieren, obwohl sie deutlich höhere Umwelt-, Sozial- und Produktionsstandards erfüllen müssten als viele ausländische Wettbewerber.
Martin Oswald betont:
„Eine gute Ernte allein reicht nicht, wenn am Ende für die Bauern nichts übrig bleibt. Wer eine sichere Lebensmittelversorgung und heimisches Getreide will, muss dafür sorgen, dass unsere Höfe wirtschaftlich arbeiten und von ihrer Arbeit leben können.“
Freie Wähler fordern bessere Rahmenbedingungen
Die FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz sprechen sich deshalb für faire Wettbewerbsbedingungen in der Landwirtschaft aus. Gefordert werden unter anderem:
faire Erzeugerpreise für heimische Produkte,
niedrigere Energie- und Betriebsmittelkosten,
weniger Bürokratie,
sowie gleiche Wettbewerbsbedingungen gegenüber Importen aus Ländern mit niedrigeren Produktionsstandards.
Auch Jörg Dewald aus dem Eifelkreis weist darauf hin, dass Landwirtschaft keine festen Arbeitszeiten kenne. Wenn Wetter und Feuchtigkeit stimmen, müsse geerntet werden – unabhängig von Uhrzeit oder Wochentag.
Dank an Landwirte und Appell an Verkehrsteilnehmer
Zum Abschluss richten die Freien Wähler ihren ausdrücklichen Dank an alle Landwirtinnen und Landwirte sowie deren Familien, Mitarbeiter und Helfer.
Gleichzeitig appellieren sie an die Bevölkerung, in den kommenden Wochen Verständnis für langsam fahrende landwirtschaftliche Maschinen auf Straßen zu zeigen und insbesondere während der Erntezeit Rücksicht im Straßenverkehr zu nehmen.
Zuletzt aktualisiert am 18. Juli 2026, 19:34

































