Mannheim / Metropolregion Rhein-Neckar – Starkes Teilnehmerfeld in Ladenburg – Das Römerstadion in Ladenburg war in diesem Jahr Austragungsort der Verbandsmeisterschaften des Südwestdeutschen Hundesportverbands (SWHV). Mehr als 350 Sportlerinnen und Sportler kämpften an zwei Tagen in den Disziplinen Vierkampf, Sprint Vierkampf und dem Staffelwettbewerb Combination-Speed-Cup (CSC) um die Titel des größten Hundesport-Landesverbandes Deutschlands.
Die Konkurrenz war entsprechend hoch, umso bemerkenswerter sind die Leistungen der Mannheimer Athletinnen und Athleten. Insgesamt sicherten sie sich sechs Medaillen und bestätigten damit erneut eine Spitzenstellung im südwestdeutschen Turnierhundesport.
Gold und Silber im Sprint Vierkampf
Im Sprint Vierkampf überzeugte Luca Hannemann vom HuS Mannheim in der Altersklasse AK 19. Mit 280,37 Punkten gewann er die Silbermedaille. Damit steigerte er seine Leistung deutlich gegenüber 2025, als er noch 277,46 Punkte erreicht hatte, und verbesserte sich um drei Plätze.
Noch erfolgreicher verlief der Wettbewerb für Alex Nicht vom VdH Mannheim-Feudenheim. Mit starken 281,62 Punkten sicherte er sich im Sprint Vierkampf souverän den Titel in der Altersklasse 35 und damit die Goldmedaille.
Weitere Podestplätze im klassischen Vierkampf
Auch im klassischen Vierkampf gehörten die Mannheimer Sportler zu den Besten des Verbandes.
In einem besonders stark besetzten Teilnehmerfeld der Altersklasse AK 19 erreichte Alicia Batke vom VdH Mannheim-Feudenheim mit 276,25 Punkten den dritten Platz und gewann Bronze.
Denis Wesel vom HuS Mannheim setzte sich in derselben Altersklasse bei den Herren gegen die Konkurrenz durch und sicherte sich den Verbandsmeistertitel. Mit seiner Goldmedaille sorgte er für den vierten Podestplatz der Mannheimer Delegation.
Eine weitere Bronzemedaille steuerte Fabian Obert vom HuS Mannheim bei. In der Altersklasse 35 erzielte er 279,86 Punkte und verbesserte sich damit gegenüber dem Vorjahr um mehr als einen Punkt – ein deutlicher Leistungssprung auf diesem hohen sportlichen Niveau.
Sportlicher Höhepunkt: Das Jugendteam
Für einen sportlichen Höhepunkt aus Mannheimer Sicht sorgte das Jugendteam des SSPV Mannheim. Die Läuferinnen Gesa und Lucy traten gemeinsam mit Maxime, die für den VfH Ilvesheim startet, in der Mannschaftswertung an und sicherten sich bei ihrer ersten gemeinsamen Verbandsmeisterschaft auf Anhieb die Bronzemedaille.
Erst im Mai hatte sich das Team zusammengefunden und bereits bei seinem ersten Turnierstart mit einer Zeit von unter 90 Sekunden die Qualifikation für die Südwestdeutsche Verbandsmeisterschaft geschafft. Am ersten Wettkampftag steigerten sich die drei Nachwuchssportlerinnen auf starke 81,26 Sekunden und qualifizierten sich als Fünftplatzierte souverän für das Finale der besten acht Mannschaften.
Mit starker Leistung auf Platz 3
Dort ließen sie sich von der besonderen Atmosphäre nicht beeindrucken. Mit zwei fehlerfreien Läufen steigerten sie sich nochmals deutlich und verbesserten ihre Zeit auf hervorragende 75,88 Sekunden. Diese beeindruckende Leistungssteigerung wurde mit dem dritten Platz und einem Platz auf dem Siegerpodest belohnt.
Trainerin Sandra Scheben zeigte sich entsprechend stolz: „Die Mädchen haben das hervorragend gemacht. In so kurzer Zeit als Team zusammenzuwachsen und sich dann bei einer Verbandsmeisterschaft gleich so deutlich zu steigern, ist alles andere als selbstverständlich.“
Besonders bemerkenswert: Die drei Starterinnen waren zwei bis drei Jahre jünger als die Athletinnen der erst- und zweitplatzierten Mannschaften. Zum Erfolg trug auch Alex Nicht bei, der das Team im Rahmen der Meisterschaftsvorbereitung der Kreisgruppe intensiv unterstützt hatte.
CSC: Sechs Finalteams mit Mannheimer Beteiligung
Im Combination-Speed-Cup (CSC), einer Paradedisziplin der Mannheimer Vereine in den vergangenen Jahren, blieb der Sprung auf das Siegerpodest diesmal zwar aus. Dennoch unterstrichen die Sportler ihre Klasse eindrucksvoll.
Bereits am ersten Wettkampftag qualifizierten sich gleich sechs Mannschaften mit Mannheimer Beteiligung für das Finale der besten Teams; ein Beleg für die große Leistungsdichte der Region.
Am dichtesten an einer Medaille war die Startgemeinschaft mit Alex Nicht (VdH Mannheim-Feudenheim), Elias Becker (VdH Sandhausen) und Sarah Langner (VfH Weinheim). Mit einer Zeit von 59,15 Sekunden verpasste das Trio Bronze um lediglich rund eine Sekunde und belegte Rang vier.
Die Startgemeinschaft mit Denis Wesel und Niklas Zuffinger (beide HuS Mannheim) sowie Sebastian Ludwig (VdH Ladenburg) erreichte mit 60,88 Sekunden einen respektablen siebten Platz im hochklassig besetzten Finale.
Nach einem Wettkampfwochenende auf höchstem sportlichen Niveau konnten die Mannheimer Vereine damit eine eindrucksvolle Bilanz ziehen: Sechs Medaillen, zahlreiche Finalplatzierungen und mehrere persönliche Leistungssteigerungen sprechen für die hervorragende Arbeit in den Vereinen und bestätigen ihre Stellung unter den erfolgreichsten Hundesportstandorten im Südwesten.
Der Südwestdeutsche Hundesportverband (SWHV) ist mit mehr als 370 Vereinen und rund 46.000 Mitgliedern in Baden-Württemberg, der Pfalz und dem Saarland der größte Hundesport-Landesverband Deutschlands. Am Wochenende nahmen Sportler der folgenden drei Mannheimer Vereine teil: Hund und Sport Mannheim (HuS Mannheim), Süddeutscher Schutz- und Polizeihundeverein (SSPV Mannheim) und Verein der Hundefreunde Mannheim Feudenheim (VdH Mannheim Feudenheim).
Turnierhundesport (THS) wird häufig als „Leichtathletik mit Hund“ bezeichnet. Mensch und Hund bilden dabei ein eingespieltes Team und absolvieren gemeinsam verschiedene Disziplinen. Neben Gehorsam und Präzision sind Schnelligkeit, Ausdauer und eine enge Zusammenarbeit entscheidend.
Zum Wettkampfprogramm gehören unter anderem der Geländelauf, der klassische Vierkampf, der Sprint Vierkampf sowie der Staffelwettbewerb Combination-Speed-Cup (CSC). Beim CSC treten Dreierteams an. Jeder Mensch-Hund-Partner absolviert einen Abschnitt eines Hindernisparcours, bevor das nächste Teammitglied startet. Die Zeiten aller drei Sektionen werden addiert. Charakteristisch für den CSC ist zudem der stimmungsvolle Einlauf der Mannschaften: Viele Teams laufen zu ihrer eigenen Musik ein, die häufig speziell auf ihren Laufstil abgestimmt oder sogar eigens komponiert wurde
Bildunterschrift:
Alex Nicht vom VdH Mannheim Feudenheim holt eine der Goldmedaillen für Mannheim
Quelle: Aljoscha Kertesz
Zuletzt aktualisiert am 6. Juli 2026, 10:20

































