Neuhofen / Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar – Mit einer perfiden Betrugsmasche haben Unbekannte am Mittwochnachmittag (01.07.2026) zwei Seniorinnen aus Neuhofen um mehrere tausend Euro gebracht. In einem weiteren Fall in Ludwigshafen erkannte eine Seniorin den Betrugsversuch rechtzeitig und verhinderte einen finanziellen Schaden. Die Polizei warnt eindringlich vor der Masche und bittet um Zeugenhinweise.
Täter geben sich als Bankmitarbeiter aus
Nach Angaben der Polizei erhielten die beiden Frauen aus Neuhofen Anrufe von angeblichen Bankmitarbeitern. Die Betrüger behaupteten, es habe unberechtigte Abbuchungen von den Konten gegeben. Im Verlauf der Gespräche gelang es ihnen, die PIN-Nummern der EC-Karten der Seniorinnen zu erfragen.
Noch während des Telefonats erschien ein unbekannter Mann an den Wohnanschriften und holte die EC-Karten angeblich zur Überprüfung ab. Kurz darauf stellten die Geschädigten fest, dass mit ihren Karten Bargeld im vierstelligen Euro-Bereich von ihren Konten abgehoben worden war.
Der mutmaßliche Täter wird wie folgt beschrieben:
etwa 25 Jahre alt
schlanke Statur
kurze, dunkle Haare
bekleidet mit Jeans und T-Shirt
Polizei sucht Zeugen
Die Polizei fragt:
Wer hat den beschriebenen Mann zwischen 13:15 Uhr und 14:15 Uhr im Bereich der Weinbietstraße in Neuhofen gesehen?
Wer hat ihn zwischen 14:30 Uhr und 14:45 Uhr im Bereich der Schillerstraße beobachtet?
Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Schifferstadt unter 06235 495-0 oder per E-Mail an pischifferstadt@polizei.rlp.de zu melden.
Seniorin in Ludwigshafen durchschaut Betrugsmasche
Glück im Unglück hatte eine Seniorin aus Ludwigshafen. Sie erhielt ebenfalls einen betrügerischen Anruf. Der Täter gab sich diesmal als Polizeibeamter aus und behauptete, es gebe Hinweise auf einen bevorstehenden Einbruch bei ihr. Als der Anrufer ankündigte, persönlich vorbeikommen zu wollen, wurde die Frau misstrauisch und beendete das Gespräch sofort. Ein Schaden entstand nicht.
Das Polizeipräsidium Rheinpfalz rät:
Legen Sie bei verdächtigen Anrufen sofort auf.
Die Polizei ruft niemals unter der Notrufnummer 110 an.
Geben Sie niemals PIN-Nummern, Passwörter oder persönliche Daten am Telefon preis.
Übergeben Sie niemals Geld, EC-Karten oder Wertsachen an unbekannte Personen.
Rufen Sie bei Zweifeln Ihre Bank oder die Polizei über die Ihnen bekannten Rufnummern zurück – nutzen Sie nicht die Rückruftaste.
Informieren Sie Angehörige, insbesondere ältere Familienmitglieder, über diese Betrugsmaschen.
Wer Opfer eines Betrugsversuchs wird oder einen verdächtigen Anruf erhält, sollte umgehend die Polizei verständigen.
Quelle: Polizeipräsidium Rheinpfalz
Zuletzt aktualisiert am 2. Juli 2026, 18:38
































