Mutterstadt / Rhein-Pfalz-Kreis / Metropolregion Rhein-Neckar. Kimberly Moore, eine in der siebten Generation von einer Mutterstadter Auswandererfamilie namens Biebinger abstammende Amerikanerin, besuchte mit ihrem Mann Philip in der vergangenen Woche Mutterstadt. Das Ehepaar machte auf einer Europa-Schiffsreise Zwischenstation in der Pfalz, um sich den Ort ihrer Vorfahren anzusehen. Sie leben in der 25.000 Einwohner zählenden Kleinstadt Southlake in Texas. Mitgebracht hatten sie einen Bildband „Our Biebinger Ancestors“ (unsere Vorfahren), im dem auf 25 Seiten Familiengeschichten, Daten und Ereignisse der Familien Biebinger, amerikanisiert Bolinger, aufgelistete sind.
Im Historischen Rathaus wurden sie begrüßt von Bürgermeister Thorsten Leva, dem Vorsitzenden des Historischen Vereins Mutterstadt, Michael Ceranski und von Orts-Chronist Volker Schläfer. Dabei auch Klaus Biebinger, kein direkter Verwandter von Kimberly Moore, aber als Namensträger „Biebinger“ dazu geladen.
Thorsten Leva schenkte dem Ehepaar als Erinnerung an ihren Besuch den Bildband von Mutterstadt und eine Flasche Rathaus-Sekt und von Volker Schläfer erhielten sie Abschriften von Geburts- und Sterbeeinträgen aus dem Gemeindearchiv von Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts. Philip Moore kaufte spontan das Mutterstadter Familienbuch und zwei Dubbegläser mit Mutterstadter Motiv.
Bei einer Rundfahrt durch den Ort zeigten Ceranski, gleichzeitig Dolmetscher, und Schläfer den Gästen die Dauerausstellung im Historischen Rathaus, die protestantische Kirche (Anmerkung: bei Außentemperaturen von 40 Grad der angenehmste Ort an diesem Nachmittag), beim Gang über den Alten Friedhof insbesondere das Grab der „Brezelfrau“, einer verheirateten Biebinger, die Großplastik „Ortsgeschichte“ am Palatinum, das frühere Kantonsgefängnis und die historische Ortsmitte.
Zum Abschluss luden Ceranski und Schläfer die Moore‘s, die zum ersten Male in der Pfalz waren, zu einem Lunch ins Cafe Elisabeth ein, wo noch ausführlich z.B. über die unterschiedlichen Lebensverhältnisse in Texas und der Pfalz oder die politische Lage geredet wurde. Interessant dabei, dass das Ehepaar z.B. nicht wusste, dass die Vorfahren des derzeitigen amerikanischen Präsidenten, der Ketchup-Familie Heinz und „The King“ Elvis Presley, aus der Pfalz kamen. Mit einem „very happy“ verabschiedeten sich die Gäste aus Übersee von Mutterstadt und ihren Gastgebern.
Text:
27.06.26
Volker Schläfer
Zuletzt aktualisiert am 28. Juni 2026, 09:20


































