Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar. Hitzeschutz ist Gesundheitsschutz – Stadt muss jetzt handeln.
Der Seniorenrat der Stadt Ludwigshafen e.V. fordert die Stadtspitze auf, den Ausbau von schattigen Aufenthalts- und Rückzugsorten im öffentlichen Raum deutlich zu beschleunigen. Angesichts der zunehmenden Zahl von Hitzetagen und der spürbaren Überhitzung vieler innerstädtischer Bereiche besteht akuter Handlungsbedarf, u.a. an stark frequentierten Plätzen wie dem Berliner Platz und dem Bürgerhof.
„Die Sommer werden heißer, die Hitzewellen länger und intensiver. Was für viele Menschen unangenehm ist, kann für ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich vorbelastete Bürgerinnen und Bürger zu einer ernsthaften Belastung oder sogar Gesundheitsgefahr werden“, so Birgitta Scheib, Vorsitzende des Seniorenrat.
Gerade in dicht bebauten Innenstädten speichern Beton, Asphalt und versiegelte Flächen die Hitze über Stunden hinweg. Plätze , u.a. wie der Berliner Platz oder der Bürgerhof, bieten derzeit vielerorts zu wenig natürlichen Schatten und zu wenige Möglichkeiten, sich während der heißen Mittags- und Nachmittagsstunden geschützt aufzuhalten.
Der Seniorenrat sieht hierin nicht nur ein Problem des Komforts, sondern eine zentrale Frage der öffentlichen Daseinsvorsorge und des Gesundheitsschutzes. Ältere Menschen sind aufgrund ihres verminderten Wärmeausgleichs besonders gefährdet, unter den Folgen extremer Hitze zu leiden. Gleichzeitig benötigen auch Kinder geschützte Aufenthaltsbereiche, um sich sicher im Freien bewegen und aufhalten zu können.
Der Seniorenrat fordert deshalb, das existierende kommunale Beschattungsprogramm, für öffentliche Plätze und Aufenthaltsbereiche, zügig umzusetzen. Dazu gehören insbesondere:
* die verstärkte Pflanzung großkroniger Bäume,
* die Schaffung von Bauminseln und Grünflächen,
* die Installation von Sonnensegeln und festen Beschattungssystemen,
* die Ergänzung von Sitzgelegenheiten in schattigen Bereichen,
* die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen und Wasserspendern,
* die konsequente Berücksichtigung des Hitzeschutzes bei allen zukünftigen Umgestaltungen öffentlicher Plätze.
„Klimaanpassung darf kein Schlagwort bleiben. Sie muss für die Menschen sichtbar und spürbar werden“, so Frau Scheib.
Gerade zentrale Orte wie der Berliner Platz und der Bürgerhof sollten als Vorzeigeprojekte dienen, um zu zeigen, wie moderne Stadtplanung auf die Herausforderungen des Klimawandels reagieren kann.
Die Investition in Beschattung und Begrünung ist zugleich eine Investition in Lebensqualität, Gesundheit und soziale Teilhabe. Wer sich wegen extremer Hitze nicht mehr im öffentlichen Raum aufhalten kann, wird von wichtigen Teilen des städtischen Lebens ausgeschlossen.
Der Seniorenrat appelliert daher an den Oberbürgermeister, den Stadtvorstand, den Stadtrat und die Ortsbeiräte, das Thema Hitzeschutz mit hoher Priorität zu behandeln und kurzfristig konkrete, sowie auch schon beschriebene Maßnahmen auf den Weg zu bringen.
„Schattige Plätze sind kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Eine lebenswerte Stadt muss auch an den heißesten Tagen des Jahres für alle Generationen nutzbar bleiben.“ so Birgitta Scheib vom Seniorenrat.
Quelle: Seniorenrat der Stadt Ludwigshafen e.V.
Ludwigshafen am Rhein, 25. Juni 2026
Zuletzt aktualisiert am 27. Juni 2026, 08:40
































