Speyer / Metropolregion Rhein-Neckar – Bereits zum 13. Mal lädt die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz gemeinsam mit der Stadt Speyer zum Musikfest ein. Vom 1. bis 5. Juli 2026 erwartet das Publikum ein vielseitiges Programm mit Sinfonik, Kammermusik, einer Lesung und Angeboten für Familien. Im Zentrum des Festivals steht der Komponist Joseph Haydn. Gemeinsam mit der Stadt Speyer veranstaltet die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz vom 1. bis 5. Juli 2026 das Musikfest Speyer. Acht Konzerte und Veranstaltungen an fünf Tagen laden dazu ein, klassische Musik in vielfältigen Formaten und an besonderen Orten der Domstadt zu erleben. Im Mittelpunkt der diesjährigen Ausgabe steht der österreichische Komponist Joseph Haydn. Was 2014 als Mozartfest begann, hat sich zu einem festen Bestandteil des rheinland-pfälzischen Kulturkalenders entwickelt. Heute vereint das Musikfest große Sinfonik, Kammermusik, musikalische Lesungen und Familienangebote. Spielstätten wie die Gedächtniskirche, der Alte Stadtsaal und der Historische Ratssaal bieten dafür einen besonderen Rahmen.
Musikalische Höhepunkte und facettenreiches Programm
Chefdirigent Michael Francis leitet traditionell sowohl das Eröffnungs- als auch das Schlusskonzert in der Gedächtniskirche Speyer. Zum Festivalstart stehen Ludwig van Beethovens „Tripelkonzert“, Joseph Haydns Sinfonie Nr. 49 „La passione“ und Ludwig van Beethovens 8. Sinfonie auf dem Programm. Das Eröffnungskonzert am 1. Juli markiert einen besonderen Moment für die Deutsche Staatsphilharmonie, da das Festival zum ersten Mal mit Intendant Dr. Michael Gassmann stattfindet. Als Solist tritt dieses Jahr erneut der Pianist Joseph Moog beim Eröffnungskonzert auf, der eine langjährige musikalische Freundschaft mit der Staatsphilharmonie pflegt. Das Tripelkonzert begeistert mit brillanter Virtuosität, kantabler Eleganz und mitreißender tänzerischer Energie. Haydns „La Passione“ führt in eine Welt tief empfundener Ausdruckskraft und eindringlicher Dramatik, während Beethovens Achte Sinfonie mit ihrer sprühenden Originalität, ihrem Humor und ihrem ungebremsten Schwung zeigt, dass große Sinfonik ebenso geistreich wie mitreißend sein kann.
Beim Schlusskonzert erklingt Arvo Pärts Tabula rasa, Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz von Joseph Haydn und Arvo Pärts Spiegel im Spiegel. Mit den „Sieben letzten Worten unseres Erlösers am Kreuze“ schuf Joseph Haydn ein Werk von außergewöhnlicher Tiefe und Ausdruckskraft. Ursprünglich für die Karfreitagsliturgie als reine Orchestermusik komponiert, fand es später auch in Fassungen für Streichquartett, Klavier und Chor große Verbreitung. In sieben meditativen langsamen Sätzen gestaltet Haydn die letzten Worte Jesu zu einer eindrucksvollen musikalischen Betrachtung über Leiden, Trost, Hoffnung und Erlösung. Die Komposition zählt zu den bewegendsten Schöpfungen der geistlichen Musik und berührt bis heute durch ihre innige Ausdruckskraft.
Musikerlebnisse für alle Generationen
Das Musikfest präsentiert an fünf Tagen acht abwechslungsreiche Veranstaltungen. Beim Colourage-Konzert am Donnerstag, 2. Juli treten neben dem Ensemble Colourage auch die Musiker der Colourage Orchesterakademie „Octans“ sowie Mitglieder des Orchesters auf. Bei der Serenade I am Freitag, 3. Juli stehen die Stipendiaten der orchestereigenen Akademie mit Werken von Mozart und Dvořák auf der Bühne. Mit den Streichern der Staatsphilharmonie erklingen bei der Serenade II am Samstag, 4. Juli Kompositionen von Reger und Brahms.
Eine besondere Verbindung von Wort und Musik bietet die Lesung „Haydnspaß“ am Sonntag, 5 Juli um 11 Uhr im Historischen Ratssaal. Gestaltet von Matthias Folz in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Staatsphilharmonie, beleuchtet die Lesung Stationen aus dem Leben Joseph Haydns und eröffnet dabei einen Zugang zum Komponisten und seiner Zeit.
Auch Familien kommen beim Musikfest auf ihre Kosten. Das Familienkonzert „Tremolo“ wird am Samstag und Sonntag jeweils um 15 Uhr aufgeführt. Grundlage ist das gleichnamige Bilderbuch von Tomi Ungerer. Erzählt wird die fantasievolle Geschichte eines Mannes, dessen Musik plötzlich essbare Noten hervorbringt. Aus dieser ungewöhnlichen Idee entsteht ein musikalisches Abenteuer voller Klang, Humor und Kreativität, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen anspricht.
Offizielle Worte zum Festival
Über die Bedeutung des Festivals sagt Prof. Dr. Alexander Schubert, Bürgermeister und Dezernent der Stadt Speyer für Kultur, Tourismus, Bildung und Sport sowie Jugend, Familie, Senioren und Soziales: „Das Musikfest Speyer ist längst ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Stadt: Bereits zum 13. Mal feiern wir es gemeinsam mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. In den vergangenen Jahren hat sich das Festival zu einem festen, hochgeschätzten Pfeiler unseres kulturellen Lebens entwickelt. Es begeistert nicht nur mit musikalischen Höhepunkten auf exzellentem Niveau, sondern schafft auch wertvolle Begegnungen – zwischen Künstlerinnen und Künstlern, dem Publikum und der gesamten Stadtgesellschaft. Die Verbindung aus anspruchsvoller Sinfonik, kreativen Formaten, Angeboten für Familien und der besonderen Atmosphäre Speyers macht das Musikfest zu einem kulturellen Ereignis, das weit über die Stadtgrenzen hinausstrahlt. Als Stadt sind wir stolz darauf, dieses außergewöhnliche Festival aktiv mitzugestalten und damit ein klares Zeichen für die lebendige und vielfältige Kulturlandschaft der Pfalz zu setzen.“
Alle Konzerte im Überblick:
ERÖFFNUNGSKONZERT
SKATRUNDE
Mittwoch, 1. Juli
19.30 Uhr
Speyer, Gedächtniskirche
Michael Francis, Chefdirigent
Nikolaus Boewer, Violine
Florian Barak, Violoncello
Joseph Moog, Klavier
Ludwig van Beethoven, Konzert für Violine, Violoncello, Klavier und Orchester C-Dur, op. 56 „Tripelkonzert“
Joseph Haydn, Sinfonie Nr. 49 f-Moll „La passione“
Ludwig van Beethoven, Sinfonie Nr. 8 F-Dur, op. 93
COLOURAGE-KONZERT
SPIELRÄUME
Donnerstag, 2. Juli
20.00 Uhr
Speyer, Alter Stadtsaal Mitglieder des Ensemble Colourage
Mitglieder der Colourage Orchesterakademie
Mitglieder der Staatsphilharmonie
Hesham Hamra, Karussell
Elisa Naufel, Fuzuê
Caner Korkmaz, Before You
Hanna Mangold, Echoniya
Simon Bernstein, Saradox
Octans, Elena
arr. Jonathan Sell & Niko Seibold, Me Gelasan
Simon Bernstein, 9 ½
Simon Bernstein, Suq
Jonathan Sell / Laila Ta-Mah, Sabsibni
SERENADE 1
LEICHTIGKEIT
Freitag, 3. Juli
19.30 Uhr
Speyer, Alter Stadtsaal
Stipendiaten der orchestereigenen Akademie
Wolfgang Amadeus Mozart, Divertimento D-Dur, KV 136 „1. Salzburger Sinfonie“
Antonín Dvorák, Streichquintett G-Dur, op. 77
FAMILIENKONZERT
TREMOLO
Samstag, 4. Juli
15.00 Uhr
Sonntag, 5. Juli
15.00 Uhr
Speyer, Alter Stadtsaal
Dave Horler, Komposition und Arrangement Stephan Zimmermann, Dirigent Matthias Folz, Erzähler Swinging Birds, Big-Band der Staatsphilharmonie
Dave Horler, Tremolo für Bigband, nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Tomi Ungerer (bearbeitet von Ulla Illerhaus)
ab 4 Jahren
SERENADE 2 SOMMERFRISCHE
Samstag, 4. Juli
19.30 Uhr
Speyer, Alter Stadtsaal
Streicher der Staatsphilharmonie
Max Reger, Lyrisches Andante für Streichquintett „Liebestraum“
Johannes Brahms, Streichsextett Nr. 2 G-Dur für zwei Violinen, zwei Violen und zwei Violoncelli, op. 36
MUSIKALISCHE LESUNG
HAYDNSPAß
Sonntag, 5. Juli
11.00 Uhr
Speyer, Historischer Ratssaal
Matthias Folz, Konzeption
Mitglieder der Staatsphilharmonie u.a. Joseph Haydn, Klaviersonate Es-Dur, Hob. XVI:49
SCHLUSSKONZERT
GÄNSEHAUT
Sonntag, 5. Juli
18.00 Uhr
Speyer, Gedächtniskirche
Michael Francis, Chefdirigent
Yi-Qiong Pan, Violine
Yoerae Kim, Violine
Arvo Pärt, Tabula rasa. Doppelkonzert für zwei Violinen, präpariertes Klavier und Streichorchester
Joseph Haydn, Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz Hob.XX/1A für Orchester
Arvo Pärt, Spiegel im Spiegel für Violine und Harfe
Tickets für das Musikfest Speyer unter:
www.staatsphilharmonie.de
Quelle: Stadt Speyer
Zuletzt aktualisiert am 25. Juni 2026, 10:57

































