
Landau/Metropolregion Rhein-Neckar – Die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer sorgt derzeit vielerorts für emotionale Momente, so auch in Landau.
Gleichzeitig stehen der Südpfalz die bisher heißesten Tage dieses Sommers bevor. Die Gleichstellungsstelle und die
Klimastabsstelle der Stadt Landau nehmen das zum Anlass, auf die vielfältigen
Auswirkungen von Hitze aufmerksam zu machen – nicht nur auf die Gesundheit,
sondern auch auf das soziale Miteinander.
Denn: Hohe Temperaturen stellen nicht nur ein gesundheitliches Risiko dar. Sie
können auch die psychische Belastung erhöhen. Schlafstörungen,
Konzentrationsprobleme, Erschöpfung und eine gesteigerte Reizbarkeit treten
bei Hitze häufiger auf. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Kinder,
Menschen mit Vorerkrankungen und Personen, die bereits unter Stress oder
psychischen Belastungen leiden. Studien zeigen zudem, dass mit steigenden
Temperaturen Konflikte und aggressive Verhaltensweisen zunehmen können.
Großereignisse wie die Fußball-WM können diese Belastungen zusätzlich
verstärken. Wenn hohe Temperaturen auf starke Emotionen, Frustration oder
erhöhten Alkoholkonsum treffen, kann dies das Konfliktpotenzial erhöhen.
Hitze ist zwar keine Ursache für Gewalt, kann jedoch bestehende Spannungen
und Belastungen verstärken. Das gilt insbesondere für bereits konflikthafte
Beziehungen oder familiäre Situationen, in denen Gewalt eine Rolle spielt.
Fachleute weisen darauf hin, dass während Hitzeperioden auch das Risiko für
häusliche Gewalt steigen kann.
„Hitze ist mehr als ein Wetterphänomen. Sie beeinflusst unsere Gesundheit,
unsere Leistungsfähigkeit und unser soziales Miteinander. Umso wichtiger ist es,
rechtzeitig vorzubeugen und Unterstützungsangebote zu kennen“, betonen
Jenni Follmann von der Klimastabsstelle und Laura Hess von der
Gleichstellungsstelle.
Die Stadt Landau empfiehlt bei den aktuellen Temperaturen etwa:
• körperliche Anstrengungen nach Möglichkeit in die kühleren Morgen- und
Abendstunden zu verlegen,
• Alkohol zu vermeiden und alle ein bis zwei Stunden ein Glas Wasser zu
trinken,
• leichte und ausgewogene Mahlzeiten zu sich zu nehmen,
• auf Nachbarinnen, Nachbarn, Angehörige und andere gefährdete Personen
zu achten,
• bei Anzeichen von Überlastung oder gesundheitlichen Problemen frühzeitig
Hilfe in Anspruch zu nehmen
• und Konfliktsituationen bewusst zu entschärfen und Rückzugs- sowie
Abkühlungsmöglichkeiten zu schaffen.
Wer Unterstützung benötigt oder von Gewalt betroffen ist, findet in Landau und
der Region verschiedene Beratungsangebote. Dazu gehören das
InterventionsZentrum gegen häusliche Gewalt Südpfalz, der Frauennotruf
Aradia und die städtische Gleichstellungsstelle. Das bundesweite Hilfetelefon
„Gewalt gegen Frauen“ ist rund um die Uhr unter der Telefonnummer 116 016
erreichbar. Wer sich in einer akuten Gefahrensituation befindet, sollte nicht
zögern, die Polizei unter der Notrufnummer 110 zu kontaktieren.
Informationen zum Hitzeschutz und zu regionalen Unterstützungsangeboten
sind auf dem Landauer Klimaschutzportal
https://landau.klimaschutzportal.rlp.de, der DWD-Wetter-App oder beim
Gesundheitsministerium Rheinland-Pfalz unter www.hitze.rlp.de zu finden.
Bildunterschrift: Hitze und Fußball-WM: Da steigt die Gefahr von Konflikten.
(Quelle: Stadt Landau)
Pressemitteilung der Stadt Landau in der Pfalz.
Zuletzt aktualisiert am 25. Juni 2026, 20:24
































