Rhein-Pfalz-Kreis / Limburgerhof. Die Bemühungen des Kreises, eine Lösung für das teilgeschlossene Altenheim St. Bonifatius in Limburgerhof zu finden, tragen erste Früchte: Zwei Investoren haben ihr Interesse bekundet, an diesem Standort eine Einrichtung für altersgerechtes Wohnen, Betreuung oder Pflege zu realisieren. Die Unternehmen befinden sich bereits mit den Trägern der ehemaligen Einrichtung in Gesprächen. Außerdem fand eine Investorenbegehung der Immobilie mit Landrat Volker Knörr, Limburgerhofs Bürgermeister Andreas Poignée sowie Vertretern des Caritasverbands und der Kirchenstiftung statt.
Seit seinem Amtsantritt hat sich Landrat Knörr aktiv zusammen mit der Gemeinde, dem Träger und der Kirchengemeinde dafür eingesetzt, eine Zukunftsperspektive für den Standort zu ermöglichen. Unter anderem gab es mehrere Gesprächsrunden, Begehungen und persönliche Gespräche. „Die Schließung des Altenheims hat eine große Versorgungslücke für die Seniorinnen und Senioren in der Ortsgemeinde und im Kreis hinterlassen“, betont der Landrat. „Es war mir daher von Anfang an ein wichtiges Anliegen, dass an diesem Standort erneut ein Angebot für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger geschaffen wird.“
Nun sind die ersten konkreten Gespräche mit den Investoren, dem Caritasverband sowie der Kirchenstiftung angelaufen. „Damit ist der Prozess angestoßen und ein wichtiger Schritt getan“, sagt Landrat Knörr. „Ich bin zuversichtlich, dass sich daraus eine tragfähige Lösung für das Altenheim ergibt, die unseren Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt.“
Hintergrund:
Der Caritasverband der Diözese Speyer hatte das Altenheim St. Bonifatius als Träger bereits im vergangenen Jahr geschlossen. Grund waren schwerwiegende Brandschutzmängel, die eine umfassende Sanierung nötig gemacht hätten. Das Altenheim verfügte über knapp 120 stationäre Pflegeplätze, die bis zur Schließung alle belegt waren. Die Bewohner wurden in
umliegenden Einrichtungen untergebracht.
Das Altenheim wurde 1984 in Betrieb genommen. Es wurde vom Rhein-Pfalz-Kreis gebaut, wobei sich der Caritasverband an den Baukosten beteiligte. Das Grundstück gehört der katholischen Kirchengemeinde. Das Altenheim wurde dem Caritasverband nach dem Bau mit der Maßgabe zur Verfügung gestellt, die Einrichtung mindestens 50 Jahre lang zu betreiben. Diese Maßgabe wurde
allerdings nicht eingehalten, da das Altenheim bereits nach 41 Jahren teilweise geschlossen wurde. Der Rhein-Pfalz-Kreis strebt für diese Nichteinhaltung des Vertrags eine unbürokratische Lösung ohne gerichtliche Auseinandersetzung an – zugunsten der künftigen Versorgung der Kreisbürgerinnen und Kreisbürger.
Quelle Rhein-Pfalz-Kreis
Zuletzt aktualisiert am 17. Juni 2026, 20:17

































