Schwetzingen / Mannheim / Metropolregion Rhein-Neckar – Ein lebensgefährlicher Leichtsinn auf der Bahnstrecke zwischen Schwetzingen und Mannheim hat am Montagmittag (15. Juni) einen Polizeieinsatz ausgelöst. Zwei Jugendliche im Alter von 14 und 16 Jahren sollen auf der äußeren Fahrzeugkupplung einer S-Bahn mitgefahren sein und dabei ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben.
Nach Angaben der Bundespolizei bestiegen die beiden deutschen Jugendlichen gegen 13:30 Uhr im Bahnhof Schwetzingen die Kupplung einer dort stehenden S6. Auf dem nicht für Fahrgäste vorgesehenen Bereich fuhren sie anschließend bis zum Bahnhof Mannheim-Rheinau mit. Erst dort verließen sie die gefährliche Position und stiegen anschließend regulär in den Zug ein.
Zeugen beobachteten den Vorfall und informierten am Bahnhof Mannheim-Neckarau die Polizei. Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Mannheim konnten die beiden Jugendlichen daraufhin vorläufig festnehmen.
Die weiteren Ermittlungen werden nun von der Bundespolizeiinspektion Karlsruhe geführt. Gegen die Jugendlichen wird wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.
Bundespolizei warnt vor tödlichen Folgen
Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang erneut eindringlich auf die enormen Gefahren des sogenannten „Trainsurfings“ hin. Bereits kleinste Fehler können bei hohen Geschwindigkeiten zu schweren oder sogar tödlichen Verletzungen führen. Das Mitfahren auf Kupplungen, Trittbrettern oder anderen nicht vorgesehenen Zugteilen sei keineswegs ein harmloser Mutproben-Trend, sondern eine strafbare Handlung mit potenziell fatalen Folgen.
Die Ermittlungen zum genauen Ablauf des Vorfalls dauern an.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Karlsruhe
Zuletzt aktualisiert am 16. Juni 2026, 10:55

































