Heidelberg/Metropolregion Rhein-Neckar – Anlässlich des Warnstreiks der Beschäftigten des Universitätsklinikums Heidelberg im Rahmen der aktuellen Tarifauseinandersetzung erklärt die SPD Heidelberg ihre klare Solidarität mit den Arbeitnehmer:innen und stellt klar: Wer unser Gesundheitssystem trägt, verdient Sicherheit, Respekt und faire Bezahlung! Die SPD ruft dazu auf, sich mit den streikenden Beschäftigten zu solidarisieren!
Die Beschäftigten des Universitätsklinikums Heidelberg befinden sich im Rahmen der aktuellen Tarifauseinandersetzung im Warnstreik. Die SPD Heidelberg erklärt ihre volle Solidarität mit den Arbeitnehmer:innen.
„Als Sozialdemokrat:innen stehen wir ohne Wenn und Aber an der Seite der Beschäftigten. Wer jeden Tag in Pflege, Funktionsdienst, medizinisch-technischem Dienst, Verwaltung, Ausbildung und Klinikbetrieb Verantwortung trägt, verdient Respekt, faire Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen“, erklärt Batuhan Faikoglu, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Heidelberg-Bergheim.
Die Forderungen der Beschäftigten sind berechtigt. Es geht um faire Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und echte Wertschätzung für Menschen, ohne die kein Krankenhaus funktioniert. Gerade im Gesundheitswesen wurde in den vergangenen Jahren viel von Respekt gesprochen. Jetzt muss dieser Respekt auch tariflich sichtbar werden.
Faikoglu dazu: „Eine Lohnerhöhung ist nicht nur eine Zahl auf dem Papier. Sie ist auch ein Zeichen von Wertschätzung. Wer sich weigert, diese Wertschätzung zu geben, ignoriert die Realität der Beschäftigten.“
Besonders kritisch sieht die SPD Heidelberg die Kündigung des Tarifvertrags über den Rationalisierungsschutz durch den Arbeitgeberverband der Universitätsklinika. Dieser Vertrag schützt Beschäftigte bei Umstrukturierungen, Rationalisierungen und organisatorischen Veränderungen vor sozialen Härten.
Herbert Weisbrodt-Frey, ehemaliger Bereichsleiter Gesundheit bei ver.di und Lehrer für Krankenpflege im Ruhestand sagt: „Die Kündigung eines seit Jahrzehnten bestehenden Schutzes mitten in einer angespannten Tarifrunde ist ein völlig falsches Signal. Wer Beschäftigte im Gesundheitswesen zusätzlich verunsichert, schwächt am Ende nicht nur die Beschäftigten, sondern auch die Versorgung.“
Gerade in Zeiten von Klinikreformen, wirtschaftlichem Druck, Personalmangel und steigenden Belastungen brauchen Beschäftigte Sicherheit. Die Antwort auf berechtigte Forderungen darf nicht Druck sein. Die Antwort muss ein ernsthaftes, tragfähiges und wertschätzendes Angebot sein.
Ein Universitätsklinikum lebt nicht nur von Spitzenmedizin, Forschung und High-Tech. Es lebt vor allem von den Menschen, die dort arbeiten. Ohne Pflegekräfte, ohne medizinisch-technische Beschäftigte, ohne Verwaltung, ohne Auszubildende und Praktikant:innen funktioniert kein Klinikbetrieb.
In einer Zeit, in der Künstliche Intelligenz und digitale Systeme immer mehr Aufgaben übernehmen, darf nicht vergessen werden, dass das Gesundheitssystem mit den Beschäftigten steht und fällt. Mit Beschäftigten, die Verantwortung übernehmen, Patient:innen versorgen, Angehörige auffangen, Krisen meistern und täglich etwas leisten, das man nicht automatisieren kann.
Anne Jürgens, Co-Kreisvorsitzende der SPD Heidelberg meint: „Technik kann unterstützen. KI kann Prozesse erleichtern. Aber sie ersetzt nicht die menschliche Nähe, die Verantwortung und die täglichen Heldentaten der Beschäftigten im Gesundheitswesen.“
Der Warnstreik richtet sich nicht gegen Patient:innen. Er richtet sich gegen fehlende Wertschätzung, gegen unzureichende Angebote und gegen eine Entwicklung, in der Beschäftigte immer mehr leisten sollen, während ihre Sicherheit infrage gestellt wird.
Co-Kreisvorsitzender Tim Tugendhat sagt: „Gute Gesundheitsversorgung gibt es nur mit guten Arbeitsbedingungen. Wer Fachkräfte halten will, muss sie ordentlich bezahlen. Wer junge Menschen für Gesundheitsberufe gewinnen will, muss ihnen Perspektive, Sicherheit und Respekt bieten.“
Gesundheit ist Daseinsvorsorge. Deshalb darf die Politik bei diesem Konflikt nicht einfach nur zusehen.
Die SPD Heidelberg fordert die Arbeitgeberseite auf, in den laufenden Tarifverhandlungen ein faires Angebot vorzulegen, die berechtigten Anliegen der Beschäftigten ernst zu nehmen und die Kündigung des Rationalisierungsschutzes gesellschaftlich und sozial neu zu bewerten.
Die Beschäftigten des Universitätsklinikums Heidelberg leisten jeden Tag Arbeit, auf die unsere Stadt und die ganze Region angewiesen sind. Diese Arbeit verdient Sicherheit. Diese Arbeit verdient Respekt. Und diese Arbeit verdient eine faire tarifliche Antwort.
Quelle: SPD Heidelberg
Zuletzt aktualisiert am 13. Juni 2026, 11:29

































