Mannheim / Metropolregion Rhein-Neckar – Studie aus Mannheim: Bewegung verbessert Stimmung und steigert Energie im Alltag – Forschende des ZI Mannheim analysieren Daten von über 8.000 Menschen weltweit
Körperliche Aktivität wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden im Alltag aus – das zeigt eine internationale Meta-Analyse unter Beteiligung des Zentralinstitut für Seelische Gesundheit. Die Forschenden werteten dafür Daten von mehr als 8.000 Personen aus über 60 alltagsnahen Studien weltweit aus. Die Ergebnisse wurden jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Nature Human Behaviour veröffentlicht.
Die Untersuchung zeigt: Menschen fühlen sich nach Bewegung häufig wacher, energiegeladener und insgesamt besser. Gleichzeitig sind Personen oft körperlich aktiver, wenn sie sich ohnehin in einer positiven Stimmung befinden.
An der Studie beteiligt waren neben dem ZI Mannheim unter anderem die Ruhr-Universität Bochum, die Paris-Lodron Universität Salzburg sowie das Karlsruher Institut für Technologie.
Die Forschenden untersuchten dabei nicht nur sportliche Aktivitäten, sondern auch alltägliche Bewegung wie Spazierengehen, Treppensteigen oder Hausarbeit. Erfasst wurden die Daten mithilfe moderner Technologien wie Smartphones und Bewegungssensoren direkt im Alltag der Teilnehmenden.
„Dass sich körperliche Aktivität positiv auf das Wohlbefinden auswirkt, ist bereits länger bekannt. Unsere Analysen zeigen nun besonders deutlich, wie stark Bewegung im Alltag mit positiven Emotionen und Energie zusammenhängt“, erklärte Projektkoordinator Prof. Dr. Markus Reichert.
Besonders interessant: Vor allem Menschen mit geringerem Wohlbefinden scheinen stark von Bewegung zu profitieren. Die Forschenden sehen darin großes Potenzial für gesundheitsfördernde Maßnahmen – insbesondere auch für psychisch belastete oder vulnerable Gruppen.
Am deutlichsten fiel der Zusammenhang bei der Energiegeladenheit aus: Mehr als 95 Prozent der analysierten Personen fühlten sich vor oder nach körperlicher Aktivität deutlich energiegeladener.
Insgesamt flossen mehr als 300.000 einzelne Stimmungsabfragen in die Analyse ein. Damit handelt es sich laut den Forschenden um die bislang größte Untersuchung zum Zusammenhang zwischen Bewegung und Stimmung im Alltag.
Das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit zählt europaweit zu den führenden Einrichtungen in der psychiatrischen Forschung und Versorgung und ist eng mit der Universität Heidelberg verbunden.
Zuletzt aktualisiert am 12. Mai 2026, 16:59


































