Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar – Mainz / Rheinland-Pfalz – Die CDU Rheinland-Pfalz und die SPD Rheinland-Pfalz haben einen gemeinsamen Koalitionsvertrag für Rheinland-Pfalz vorgestellt. Unter dem Titel „Gemeinsame Verantwortung für ein starkes Rheinland-Pfalz“ legt die neue Landesregierung ihre politischen Schwerpunkte für die kommenden fünf Jahre fest.
Die Verhandlungsführer Gordon Schnieder (CDU) und Alexander Schweitzer (SPD) betonten bei der Vorstellung die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Schnelle Einigung als politisches Signal
Gordon Schnieder sprach von einem klaren Signal an die Bevölkerung: Die schnelle Einigung zeige den Willen, zentrale Herausforderungen entschlossen anzugehen. Rheinland-Pfalz solle gezielt gestärkt und weiterentwickelt werden.
Alexander Schweitzer unterstrich, dass sich die Menschen auf die neue Koalition verlassen könnten. Ziel sei es, das Land gemeinsam stabil zu führen und die Lebensqualität sowie den Zusammenhalt zwischen Stadt und Land zu sichern.
Schwerpunkte des Koalitionsvertrags
Der Koalitionsvertrag regelt neben politischen Zielen auch die Ressortverteilung der neuen Landesregierung.
CDU übernimmt zentrale Schlüsselressorts
Die CDU Rheinland-Pfalz wird künftig mehrere wichtige Ministerien verantworten:
Staatskanzlei (inkl. Europa, Sport, Ehrenamt und Medien)
→ Fokus auf Stärkung des Ehrenamts, u. a. durch Dankesprämien für Feuerwehrkräfte, Förderung des Führerscheins im Katastrophenschutz sowie Entlastungen für Vereine (z. B. GEMA-Pauschalvertrag)
Ministerium für Inneres, Integration und Verkehr
→ Geplant sind bis zu 500 zusätzliche Polizeieinstellungen jährlich, Einsatz moderner Technologien wie KI-gestützte Videoschutzanlagen sowie die Einrichtung eines Landes-Sicherheitsrats
Migrationspolitik
→ Ziel ist eine konsequentere Steuerung, Begrenzung irregulärer Migration sowie Rückführung bei fehlendem Bleiberecht oder schweren Straftaten Ministerium für Bildung
→ Schwerpunkte: frühkindliche Förderung, verpflichtende Sprachtests und Sprachförderung im Kita-Alter sowie ein verpflichtendes letztes Kita-Jahr
Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten
→ Neue Förderprogramme, Verbesserungen für Steil- und Steilstlagen, Anpassung des Landesjagdgesetzes sowie Vereinfachungen für Straußwirtschaften
Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz
SPD setzt Schwerpunkte bei Finanzen, Soziales und Wirtschaft
Die SPD Rheinland-Pfalz übernimmt folgende Ressorts:
Ministerium der Finanzen
→ Zuständig auch für Digitalisierung und Staatsmodernisierung, Ziel ist ein krisenfester Haushalt Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur
→ Fokus auf bezahlbares Wohnen, starke Kommunen und Ausbau des kommunalen Finanzausgleichs Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend
→ Schwerpunkte: soziale Sicherheit, Kinderschutzstrategie und Ausbau der „Gemeindeschwester plus“ Ministerium für Wirtschaft, Energie und Klima
→ Stärkung des Standorts Rheinland-Pfalz, Förderung von Neuansiedlungen sowie Ausbau nachhaltiger Energiepolitik Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit
→ Ziele: wohnortnahe Gesundheitsversorgung, Krankenhausreform mit Regiokliniken, mehr Medizinstudienplätze sowie Förderung von Hightech-Bereichen wie Biotechnologie Klare Agenda für die kommenden Jahre
Mit dem Koalitionsvertrag setzen CDU und SPD auf eine Kombination aus wirtschaftlicher Stabilität, innerer Sicherheit, sozialer Verantwortung und Modernisierung. Gleichzeitig sollen zentrale Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Klimaschutz und Gesundheitsversorgung weiter vorangetrieben werden.
Fazit:
Die neue Koalition in Rheinland-Pfalz stellt die gemeinsame Verantwortung für Stabilität und Entwicklung in den Mittelpunkt. Der Vertrag definiert konkrete Maßnahmen in nahezu allen politischen Bereichen und bildet die Grundlage für die Regierungsarbeit der kommenden fünf Jahre.
Quelle: CDU Rheinland-Pfalz / SPD Rheinland-Pfalz
Zuletzt aktualisiert am 30. April 2026, 17:52







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