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Foto Sparkasse Rhein Neckar Nord zieht Bilanz für

Mannheim – Sparkasse Rhein Neckar Nord zieht Bilanz für 2025: Beständigkeit in herausforderndem Jahr

Foto Sparkasse Rhein Neckar Nord zieht Bilanz für
Mannheim/Metropolregion Rhein-Neckar – Die Bilanzsumme der Sparkasse Rhein Neckar Nord blieb mit 5,7 Milliarden Euro auf stabilem Niveau, obwohl die wirtschaftliche Lage in der Rhein-Neckar-Region wie auch im internationalen Umfeld von anhaltender Unsicherheit, zurückhaltender Investitionsbereitschaft und spürbaren Belastungen für Unternehmen und private Haushalte geprägt war.

Das Einlagevolumen stieg um 1,9 Prozent auf fast 4,0 Milliarden Euro. Das Gesamtkreditvolumen ging zum Jahresende um 5,1 Prozent auf 4,0 Milliarden Euro zurück. Die Sparkasse erzielte einen Jahresüberschuss von 4,5 Millionen Euro. Mit fast 700 Mitarbeitenden gehört sie zu den großen Arbeitgebern der Region.

Im Kreditgeschäft mit gewerblichen Kunden spiegelt sich die insgesamt verhaltene Investitionsbereitschaft wider. Doch: Mit 301 Millionen Euro an neuen Krediten wird nahezu das Niveau des Vorjahres erreicht. „Viele Unternehmen agieren angesichts der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zurückhaltend und prüfen Investitionen sehr genau. Tragfähige Vorhaben begleiten wir weiterhin mit Augenmaß und bleiben ein verlässlicher Finanzierer des Mittelstandes“, unterstreicht Stefan Kleiber, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse. Und mehr: Zum 1. Januar 2026 hat die Sparkasse ihre Unterstützung für Gewerbekunden und Existenzgründer im neuen Geschäftskunden- und GründerCenter gebündelt. Damit schafft sie eine feste Anlaufstelle für Gründungsthemen und begleitet angehende Unternehmerinnen und Unternehmer noch gezielter auf dem Weg von der Geschäftsidee, über den Markteintritt bis zum Wachstum.

Private Investitionen gewinnen weiter an Schwung

Ein positives Bild zeigte sich 2025 im Bereich der privaten Investitionen. Von insgesamt 167 Millionen Euro an neuen Darlehen (plus 15,9 Prozent) entfielen 127 Millionen Euro auf Baufinanzierungen. Ergänzend dazu vermittelte die Sparkasse Bausparverträge im Gesamtvolumen von 54 Millionen Euro. In der Beratung legt die Sparkasse einen besonderen Fokus auf energetische Sanierung und energieeffizientes Bauen: „Gerade bei Modernisierungsvorhaben kommt es mehr denn je darauf an, Finanzierung, Förderung und energetische Anforderungen frühzeitig zusammenzudenken“, sagt Kleiber. Dabei unterstützt die Immobiliengesellschaft der Sparkasse, zu deren Portfolio mit individuellen Sanierungsberatungen und der Ausstellung von Energieausweisen Leistungen im Bereich der Energieberatung zählen. Das Kerngeschäft bleibt die Vermittlung von Immobilien: Der Verkauf von 104 Objekten mit einem Gesamtwert von 37 Millionen Euro wurde erfolgreich begleitet – 28 Immobilien mehr als im Vorjahr.

Wertpapiere werden „S-Neo“ – Tagesgeldangebot für frisches Geld

Das Spargeschäft entwickelte sich 2025 erfreulich. Der Bestand an Fondssparplänen wuchs um 14 Prozent auf 30.400 Verträge. Zudem vermittelte die Sparkasse Lebensversicherungen mit einem Gesamtvolumen von 55 Millionen Euro (plus 24,5 Prozent). Impulse setzt die Sparkasse ab Mai 2026 mit einem Tagesgeldangebot für frisches Geld verzinst im mittleren Zwei-Prozent-Bereich. Es gilt vor allem für Gelder von Bestandskunden, die vorher nicht bei der Sparkasse lagen. Überdies folgt im Sommer mit „S-Neo“ ein neues Angebot für digitale Selbstentscheider in Sachen Wertpapieren. Es wird in Preis und Leistung mit spezialisierten Neo-Brokern vergleichbar sein. Dazu Stefan Kleiber: „Viele Kundinnen und Kunden wollen ihre Anlageentscheidungen heute eigenständig, digital und zu günstigen Konditionen treffen. Genau dafür schaffen wir mit ‚S-Neo‘ ein leistungsstarkes und preislich konkurrenzfähiges Angebot, das zugleich die Sicherheit und Nähe einer Sparkasse bietet.“

Digitales Banking und Bezahlen legen weiter zu

Zum Jahresende führte die Sparkasse 158.000 Girokonten sowie 38.000 Tagesgeldkonten. Von diesen insgesamt 196.000 Konten werden bereits 147.000 digital genutzt, ein Zuwachs von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Weiter an Bedeutung gewann die App Sparkasse, die inzwischen von 69.000 Kundinnen und Kunden verwendet wird – ein Plus von 11,3 Prozent. Dass die Anwendung nicht nur im Alltag vieler Nutzerinnen und Nutzer überzeugt, sondern bundesweit Maßstäbe setzt, zeigen aktuelle Auszeichnungen: Im Ranking „Mobile Banking 2026“ des Handelsblatts belegte die App erneut den ersten Platz, parallel wurde sie vom Wirtschaftsmagazin Capital wiederholt als beste Banking-App ausgezeichnet.

Beim Bezahlen setzte sich der Trend zu digitalen Lösungen fort: Die Zahl der Kartenzahlungen stieg 2025 um 16,4 Prozent auf mehr als 21 Millionen Transaktionen. Mehr als 4 Millionen Zahlungen von 29.000 Kundinnen und Kunden liefen dabei über Mobile-Payment-Systeme auf Smartphone oder Smartwatch (plus 33,8 Prozent). Strategisch wichtig ist der Bezahldienst Wero, der seine Rolle als europäische Echtzeit-Zahlungslösung weiter ausbaut. Bereits heute sind fast 7 Millionen Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland sowie mehr als 50 Millionen europaweit angemeldet. Nach dem Start für Privatzahlungen 2024 wurde Wero im November 2025 auch für Online-Zahlungen eingeführt; 2026 folgt der stationäre Handel. Für Händler ist das System vor allem wegen der niedrigen Transaktionsgebühr von 0,77 Prozent interessant.

Filialnetz bleibt stark, Neubau in D 1 vom Tisch

Neben dem Ausbau digitaler Angebote ist die Präsenz vor Ort ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells. Ende 2025 war die Sparkasse mit 30 Filialen und 21 Selbstbedienungsstandorten mit insgesamt 86 Geldautomaten in der Region vertreten. In der Mannheimer Innenstadt wurden im vergangenen Jahr zwei wichtige Maßnahmen umgesetzt: Die Filiale am Paradeplatz zog als neue Filiale Mannheim-Zentrum von D 1 nach D 2, die bisherige Servicefiliale in N 1 wurde nach D 3 verlagert. Beide Umzüge schaffen mehr Raum für Kundenverkehr, erweitern die Servicekapazitäten und ermöglichen sicherere sowie effizientere Abläufe. Für das Sparkassen-Gebäude in D 1 ist die Entscheidung gefallen, auf einen Neubau zu verzichten. Geprüft wird nun, welche Maßnahmen erforderlich sind, um das Bestandsgebäude zu ertüchtigen und für eine Vermietung vorzubereiten. „Wie viele Bauherren mussten wir die Rahmenbedingungen angesichts deutlich veränderter Kosten neu bewerten. Wir haben uns entschieden, den Neubau nicht weiterzuverfolgen und entwickeln eine wirtschaftlich tragfähige Perspektive für das bestehende Gebäude“, sagt Stefan Kleiber.

Im laufenden Jahr sind Modernisierungen in den Filialen Edingen, Hemsbach und Laudenbach vorgesehen. Parallel wird die energetische Sanierung des Gebäudes in D 2 fortgesetzt. Für dessen Begrünungskonzept erhielt die Sparkasse im Wettbewerb von Klimaschutzagentur und FutuRaum den ersten Platz, verbunden mit einer Förderung von 35.000 Euro. Darüber hinaus wurde die Sparkasse nach DIN EN ISO 50001 rezertifiziert. Die Norm steht für ein systematisches Energiemanagement und bestätigt, dass der effiziente Einsatz von Energie in betrieblichen Abläufen kontinuierlich erfasst, gesteuert und weiterentwickelt wird.

Spenden und Sponsoring: Verantwortung für die Region

Über das Bankgeschäft hinaus engagierte sich die Sparkasse Rhein Neckar Nord 2025 für das gesellschaftliche Leben in der Region. Insgesamt förderte sie Vereine und Initiativen mit 510.000 Euro an Spenden und Sponsoring. „Wir sind tief in der Region verwurzelt. Was wir hier erwirtschaften, soll den Menschen vor Ort zugutekommen. Deshalb fördern wir gern Projekte, die Chancen eröffnen und unsere Region lebenswert und zukunftsfähig machen“, so Stefan Kleiber. Über ihre Stiftergemeinschaft begleitet die Sparkasse zudem Menschen aus der Metropolregion dabei, eigenes gemeinnütziges Engagement dauerhaft zu verankern – von der Gründung bis zur Verwaltung einer Stiftung. Ein besonderes Beispiel dafür ist die im vergangenen Jahr gegründete Claus + Hilary Herzog Stiftung unter dem Dach der Stiftergemeinschaft. Sie fördert Bildungs-, Sprach- und Integrationsprojekte für Kinder und Jugendliche in der Region. Gemeinsam mit dem Sparkassenverband Baden-Württemberg unterstützt die Sparkasse darüber hinaus das Technoseum Mannheim bei der Sonderausstellung „Technik der Kriminalität“, die am 25. Juni 2026 eröffnet und ein Jahr laufen wird. Das gemeinsame Engagement beläuft sich auf 110.000 Euro.

Mit klarem Kurs durch das Jahr 2026

Mit Blick auf das laufende Jahr rechnet die Sparkasse Rhein Neckar Nord mit weiter angespannten Rahmenbedingungen. Zwar zeigt sich nach Einschätzung der IHK Rhein-Neckar zum Jahresbeginn 2026 eine leichte konjunkturelle Aufhellung, zugleich bleiben die wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen volatil und die Investitionsbereitschaft vieler Unternehmen verhalten. „Wir sind mit klarem Kurs in dieses Jahr gestartet. Unser Anspruch ist es, Stabilität und Verlässlichkeit mit einer aufsichtsrechtlich guten Aufstellung zu verbinden. Gerade in einem Umfeld, das den Menschen und Unternehmen viel abverlangt, bleiben wir ein verlässlicher Partner für unsere Kundinnen und Kunden“, sagt Vorstandsvorsitzender Stefan Kleiber.

Bildunterschrift:

Der Vorstand der Sparkasse Rhein Neckar Nord (v. l.): Helmut Augustin, Stefan Kleiber und Thomas Kowalski. (Foto: Sparkasse RNN)

Quelle: Sparkasse Rhein Neckar Nord

Zuletzt aktualisiert am 16. April 2026, 21:15

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